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III. Chronik der Schule.
a) Perſonalnachrichten.
1. Durch Verf. des Königl. Prov.⸗Schulkollegiums vom 17. März pr. S. 1224 wurde der ordent⸗ liche Lehrer am Realprogymnaſium zu Biedenkopf Karl Hoffmann vom 1. April ab an das hieſige Gymnaſium verſetzt. 3 1
Karl Hoffmann, geb. zu Fulda am 25. Januar 1855, kathol. Konfeſſion, Mich. 1874 von dem Gymnaſium ſeiner Vaterſtadt mit dem Zeugnis der Reife entlaſſen, ſtudierte in Würzburg, Göttingen und Marburg anfangs Philologie, dann Mathematik und Naturwiſſenſchaft. In den letztgenannten Fächern legte er am 7. Mai 1880 zu Marburg die Prüfung pro fac. doc. ab und abſolvierte hierauf(vom Juni an) teils am Realgymnaſium zu Wies⸗ baden, teils am Gymnaſium zu Marburg, an welchem er von Oſtern 1881 ab zugleich als Hülfslehrer beſchäftigt war, das vorſchriftsmäßige Probejahr. Im Herbſt 1882 wurde er als Hülfslehrer an das Realprogymnaſium zu Bieden⸗ kopf verſetzt und an dieſer Anſtalt Oſtern 1883 als ordentlicher Lehrer definitiv angeſtellt.
2. Zufolge Verf. vom 28. März S. 1445 wurde der Kandidat des höheren Lehramts Albrecht Tiemann bis auf weiteres als wiſſenſchaftlicher Hülfslehrer gegen eine monatliche Remuneration von 125 M. am hieſigen Gymnaſium beſchäftigt.
Albrecht Tiemann, geb. zu Osnabrück am 25. Juli 1859, evang. Konfeſſion, ſtudierte von Oſtern 1878 an in Tübingen, Leipzig und Göttingen klaſſiſche Philologie und Deutſch. Während des Jahres 1882/83 war er als Hauslehrer bei einem deutſchen Kaufmann in London thätig. Nachdem er am 29. November 1884 in Göttingen die Prüfung pro fac. doc. beſtanden hatte, wurde er durch Verf. vom 6. Februar 1885 dem Gymnaſium zu Marburg als Probekandidat überwieſen, wo er während des Sommers 1886 noch beſchäftigt wurde.
3. Durch Verf. vom 12. September S. 4347 wurde der Kandidat Heinrich Herchenröder zur Ableiſtung ſeines Probejahres dem hieſigen Gymnaſium überwieſen.
4. Zufolge Verf. vom 17. September S. 4522 wurde der Kandidat Dr. Theodor Haas bis auf weiteres ohne Remuneration mit einigen Lehrſtunden am hieſigen Gymnaſium beſchäftigt.
5. Der Kandidat Julius Sander ſtellte am Ende des Sommerſemeſters ſeine Thätigkeit als unbe⸗ ſoldeter wiſſenſchaftlicher Hülfslehrer an unſerer Anſtalt ein.
6. Durch Verf. vom 29. September S. 4615 wurde der Oberlehrer Prof. Jak. Gegenbaur, welcher 44 Jahre am hieſigen Gymnaſium gewirkt hatte, vom 1. Oktober ab auf ſein Anſuchen in den Ruheſtand verſetzt. Bei dieſem Anlaſſe ſprach ihm die vorgeſetzte Behörde für ſeine langjährigen treuen und erfolg⸗ reichen Dienſte ihre Anerkennung und ihren Dank aus, und Se. Majeſtät der Kaiſer verlieh ihm den Roten Adlerorden IV. Kl. Möge der Geſchiedene ſein otium cum dignitate lange genießen!
7. Zufolge Verf. vom 1. Oktober S. 4721, bezw. Min.⸗Erlaß vom 27. September U. II. 7941, wurde der Hülfslehrer Albrecht Tiemann noch bis zum 1. April c. unſerer Anſtalt belaſſen.
8. Durch die gleiche Verfügung wurde der Kandidat des höheren Lehramts Philipp Schäfer dem hieſigen Gymnaſium als Hülfslehrer gegen eine monatliche Remuneration von 125 M. zugewieſen.
Philipp Schäfer, geb. zu Mainz den 9. Mai 1863, kathol. Konfeſſion, ſtudierte von Mich. 1881 bis Oſtern 1885 zu Gießen, Berlin und Marburg klaſſiſche Philologie und beſtand am 18. Dezember 1885 die Prüfung pro fac. doc. in Marburg. Von Oſtern 1886 an abſolvierte er ſein Probejahr am Friedrichs⸗Gymnaſium in Caſſel, an welcher Anſtalt er dann noch bis Mich. 1887 als unbeſoldeter Hülfslehrer verblieb. Nachdem er von da an bis
Oſtern 1888 an dem Henkel'ſchen Inſtitut in Melſungen thätig geweſen war, wurde ihm Oſtern 188s eine remunerierte Hülfslehrerſtelle am Gymnaſium zu Hadamar übertragen.


