Jahrgang 
1889
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Schlußfeier Samstag, den 13. April, Vorm. 9 Ulhr.

1. Geſang:Auf der Andacht heil'gem Flügel ꝛc., für gem. Chor von Mozart.

2. Lateiniſcher Vortrag des Abiturienten Auguſt Frei über das Thema: Quas res Scipio Africanus maior in Hispania, Africa, Asia gesserit.

3. Deklamation des Sextaners Hans Spatz: Schwäbiſche Kunde, von Uhland.

des Quartaners Albert Weiß: Die Kreuzſchau, von Chamiſſo. des Obertertianers Wilh. Ruppel: Nächtliche Erſcheinung zu Speier, von Wolfg. Müller. des Oberſekundaners Rud. Auth: Bertran de Born, von Uhland.

4. Geſang:Nun bricht aus allen Zweigen ꝛc., für Männerchor von Lachner.

5. Deklamation des Quintaners Aug. Thaler: Wikher, von Wolfg. Müller.

des Untertertianers Friedr. Kümmel: Körners Geiſt, von Rückert. des Unterſekundaners Franz Görger: Tod des Tiberius, von Geibel.

6. Deutſcher Vortrag des Abiturienten Hermann Malkmus, welcher im Namen der Abiturienten von der Schule Abſchied nehmen wird, über das Thema: Charakteriſtik Elmars, des Haupthelden in Fr. W. WebersDreizehnlinden.

7. Geſang:Laßt Jehova hoch erheben ꝛc., für gem. Chor von A. Zwyſſig.

8. Schlußworte des Direktors und Entlaſſung der Abiturienten.

Das neue Schuljahr wird Montag den 29. April, des Vormittags 8 Uhr, eröffnet werden.

Anmeldungen neuer Schüler iſt der Unterzeichnete während der Ferien entgegenzunehmen bereit. Sie müſſen ſpäteſtens bis zum 28. April erfolgt ſein, und zwar durch die Eltern bezw. deren Stellvertreter in Perſon oder ſchriftlich unter Vorlegung eines Tauf⸗ oder Geburtsſcheines ſowie eines Impfſcheines bezw. Wiederimpfungsſch eineslund. eines Zeugniſſes der bisherigen Lehrer über Kenntniſſe und Betragen.

Zur Aufnahme in die Sexta iſt in der Regel das vollendete 9. Lebensjahreerforderlich. An Vorkenntniſſen wird verlangt: a) Fertigkeit, im deutlichen und ſinngemäßen Leſen, ſowie im Schreiben deutſcher und lateiniſcher Schrift;. b) die Fähigkeit eine kurze Erzählung mündlich oder ſchriftlich ohne allzu grobe Fehler wiederzugeben; c) praktiſche Geläufigkeit in den vier Spezies mit unbenannten Zahlen; d) Kenntnis bibliſcher Geſchichten. Vorkenntniſſe im Latein ſind nicht erforderlich.

Fulda, den 7. April 1889. Der Direktor

Dr. Ed. Goebek.

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