Jahrgang 
1928
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trennt Montags bis Freitags auf dem Schulhof statt. Außerdem hielt der Schülerturnverein regelmäßig wöchentliche Uebungsstunden ab. die Pfadfindergruppe einen besonderen Turn abend unter Leitung des Studienrats Kolb(über Wettkämpfe und Rudern s. S. 15)-

Im Sommerhalbjahr hatte die Quarta unentgeltlich verbindlichen Schwimmunterricht im städtischen Schwimmbad anstelle der Turnstunden. Auch in den höheren Klassen wurden öfter, namentlich an den heißen Tagen, Turnstunden zum Schwimmen verwandt.

4. Werkunterricht Der Werkunterricht wurde auf 2 Kurse zu je 2 Wochenstunden erweitert, an denen je 15 Ter- tianer teilnahmen. Angefertigt wurden Papparbeiten flächiger und körperlicher Art. Bei- spiele: Schlüsselschild. Buchzeichen. Stundenplan. Notiztafel, Schutzumschlag für Fahrschein- hefte, Mappe für Zeichnungen, Periskop, Kaleidoskop.

5. Kurzschrift Wahlfreier Unterricht in der Einheits-Kurzschrift wird regelmäßig in OIII innerhalb des Vormittagsstundenplans erteilt und von allen Schülern besucht, die nicht bereits Fertigkeit in der Kurzschrift besitzen: außerdem findet für die UII ein Fortbildungslehrgang statt. Beide Kurse leitete wieder Herr Rektor Bartscher. Ab OIII sind die meisten Schüler, soweit sie nicht erst auf einer höheren Stufe eingetreten sind, mit der Kurzschrift vertraut.

6. Französische Sprechübungen

Seit Ostern 1919 sind an unserer Anstalt französische Sprechübungsstunden eingeführt, die IIerr P. Fraikin mit kleineren Schülergruppen wöchentlich je einmal abhält und die sich für die Sprechfertigkeit der Teilnehmer in der Fremdsprache als sehr wertvoll erwiesen haben. Wir freuen uns dieser Einrichtung um so mehr., als sie schon manchem unserer ehemaligen Schüler im späteren Leben von unmittelbar praktischem Nutzen gewesen ist. Im Berichts- jahre waren 2 Gruppen gebildet, zu denen im Sommer zusammen 24, im Winter 32 Primaner und Sekundaner zugelassen waren.

g. Wahlfreie Arbeitsgemeinschaften auf der Oberstufe

1. Altsprachliche Gruppe(I 2 Std.): Die Zeit um 100 nach Christus in Lektüre und Berichten

aus den Briefen des jüngeren Plinius, aus Juvenal, Martial, Plutarch und Epiktet. Be

richte über privatim erledigte Sonderaufgaben.

2. Deutsche Gruppe(I 2 Std.): Die Entwicklung der Baustile vom Altertum bis zum Barock. Realismus und Impressionismus in der darstellenden und bildenden Kunst des 19. Jahr-

hunderts. Gottfried Keller, Der grüne Heinrich. Leute von Seldwyla, Züricher Novellen in Auswahl. Gerhart Hauptmann, Bahnwärter Thiel. Einsame Menschen, Die Weber. Flo- rian Geyer, Biberpelz. Die versunkene Glocke, Hanneles Himmelfahrt. Manet und Max Liebermann.

3. Physikalische Gruppe(I alle 14 Tage 2 Std.): Experimentierübungen aus allen Gebieten der Physik.

4. Chemische Gruppe(O II 1 Std.): Anorganische Chemie und Mineralogie: Vertiefung und Erweiterung des Lehrstoffes der U II. Schülervorträge mit Versuchen. Organische Chemie: a) Aliphatische Verbindungen: Vertreter der Kohlenwasserstoffe, Alkohole, Aether, Säuren, Ester, Salze(Seifen), Kohlenhydrate(Eiweißstoffe). P) Cyklische Verbindungen: Benzol, Phe- nol. Analin. Naphthalin, Indigo.

5. Gruppe für Zeichnen und Kunstbetrachtung( und II alle 14 Tage je 2 Std.); Flächen- aufteilungen, Malübungen nach Blumen, Tiermodellen, Architektur. Gotische Formele- mente in Baukunst und Plastik. Rembrandt.

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