Figuren und Tierskizzen. Studien nach Pflanzen. Architektur.— Aegyptische und griechische Baukunst. Gotische Plastik.
Außerdem war unseren Schülern die Möglichkeit geboten, an fremdsprachlichen Sammelkur- sen außerhalb der Schule teilzunehmen. So beteiligten sich im Hebräischen(für die 4 Frank- furter Gymnasien gemeinsam unter Leitung des Studienrats Dr. Gensichen) 3 Oberprimaner am Fortbildungslehrgang, 1 Obersekundaner am Einführungskursus.
II. Die Lehrer
a) Zu Beginn des Schuljahres wurde als Nachfolger des verstorbenen Musiklehrers P. Weber Oberschullehrer Eduard DöpferÜ) an unsere Anstalt versetzt, der bisher dem Kaiser Friedrichs- Gymnasium angehört hat und den Musikunterricht an seiner alten Anstalt auch weiter in Händen behält; zum Ausgleich erteilt Turnlehrer Mahrt wie bisher 8 Stunden Turnunterricht. Zeichenlehrer Lappe steht seit Ostern unserer Anstalt wieder ganz zur Verfügung.
Von den zugeteilten Studienassessoren waren die Herren Dr. Ranft und Bindernagel während des ganzen Jahres zu anderweitiger Beschäftigung beurlaubt; die aus dem Pädagogischen Se- minar ausscheidenden Herren gingen an andere Anstalten über, Dr. Bein und Kaemmer an die Klinger-Oberrealschule, Dr. Gruber ans Kaiser Friedrichs-Gymnasium.
Da im Berichtsjahre zwei Klassen, die OII und UIII, geteilt werden mußten, wurden zur Deckung des Unterrichtsbedürfnisses zwei neue Lehrkräfte nötig; so konnte Studienassessor Adolf Siebert wieder an unsere Anstalt zurückkehren, außerdem wurde Studienassessor Jo- hannes Schneider überwiesen und Dr. Gruber mit Erteilung von 7 Stunden beauftragt.
Während des Winterhalbjahres mußte leider Studienrat Engels wegen Krankheit beurl aubt werden; seine Vertretung übernahm Studienassessor Mebus, der mit Ende des Schuljahres an das Gymnasium in Weilburg übergeht. Ferner war im Winter Studienrat Schwalm auf seinen Antrag zu wissenschaftlichen Studien um 11 Stunden entlastet, die teils von Studienrat i. R. Wedemann, teils von Schulamtsbewerber Semich gegeben wurden.
c) Den Lchrerausschuß bildeten die Studienräte Wallenfels, Engels und Kolb. d) Studienreferendare zur Ausbildung waren im Berichtsjahre nicht überwiesen.
c) Dem Prüfungsausschuß für Reifeprüfung von Nichtschülern und für Ergänzungsprüfun-— 1 gen gehörten an: der Direktor und Studienrat Wallenfels.
f) Fortbildung: Am 23. bis 25. Mai nahm der Berichterstatter an der Direktorenversammlung der Provinz Hessen-Nassau in Kassel teil, am 27. bis 30 August Musiklehrer Döpfer an der Südwestdeutschen Schulmusikwoche in Frankfurt a. M., vom 12. bis 17. September Studien- rat Bergmann an dem neusprachlichen Lehrgang zur Durchführung der Schulreform in Mar- burg. Ende des Monats und Anfang Oktober der Direktor und die Studienräte Dr. Silomon und Wenderoth an der Versammlung Deutscher Philologen und Schulmänner in Göttingen, außerdem der Direktor Ende Februar an der nichtamtlichen Direktorenversammlung der Pro- vinz und am 10. März an der Tagung„Deutscher Aufsatz“ in Frankfurt a. M.
*) Eduard Döpfer, geb. 1873 zu Frankfurt a. M., besuchte die Klinger-Oberrealschule daselbst und das Lehrerseminar zu Usingen. Am biesigen Raff-Konservatorium absolvierte er unter den Prof. Urspruch und Pleisch ein mehrjähriges Musikstudium. Von 1900 bis 1903 stand er im Schuldienste seiner Vaterstadt, wurde zum 1. April 1904 als Musiklehrer an das Kaiser Friedrichs-Gymnasium berufen und zum 1. April 1928 in gleicher Eigenschaft an das Kaiser Wilhelms-Gymnasium versetzt. Im Jahre 1914 besland er am akademi- schen Instifut für Kirchen- und Schulmusik in Charlottenburg die Prüfung für Gesanglehrer an höheren Lehr- anstalten.
12


