Jahrgang 
1927
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Dreitags auf den Sandhöfer Wiesen, im Winter nach Spielabteilungen(5) getrennt Montags bis Freitags auf dem Schulhof statt. Geübt wurden Staffelläufe und die üblichen Lauf-, Fang- und Ballspiele. Außerdem hielt der Schülerturnverein regelmäßig wöchentliche Uebungs- stunden ab, die Pfadfinder-Gruppe einen besonderen Turnabend unter Leitung des Studien- rats Kolb(über Wettkämpfe und Rudern s. S. 15).

Im Sommerhalbjahr wurde wieder für die Quarta verbindlicher Schwimmunterricht anstelle der Turn- und Spielstunden eingerichtet. Er fand unter Aufsicht der Herren Mahrt und Schwalm in der nahe gelegenen Schecker'schen Badeanstalt am Main statt. Drei Schüler muß- ten sich aus Gesundheitsrücksichten ausschließen. Von den übrigen waren am Ende des Som- merhalbjahres 40=83,3% Freischwimmer. Auch in den höheren Klassen wurden öfter, na mentlich an den heißen Tagen Turnstunden zum Schwimmen verwandt.

4. Werkunterricht

Nach einjähriger Unterbrechung konnte im verflossenen Schuljahre wieder ein Kursus einge richtet werden, an dem 16 Schüler der U III teilnahmen. Bei der Beschränkung auf 1 Wochen- stunde(alle 14 Tage 2 Stunden) konnten nur bescheidene Anfangsarbeiten der Papptechnik an- gefertigt werden.(Schlüsselschilder, Stundenpläne, Kalenderplatten, einfache Kasten und Scha- len, Mappen für Zeichnungen u. dergl.). Immerhin wurde werkgerechte Behandlung des Mate- rials und Sauberkeit und Genauigkeit in der Herstellung erzielt, Ergebnisse, die allein schon das Bestehen eines solchen Kursus rechtfertigen würden.

5. Kurzschrift

Wahlfreier Unterricht in der Einheits-Kurzschrift wird regelmäßig in O III innerhalb des Vor- mittagsstundenplans erteilt und von allen Schülern besucht, die nicht bereits Fertigkeit in der Kurzschrift besitzen; außerdem findet für die U II ein Fortbildungslehrgang statt. Beide Kur- se leitete wieder Herr Rektor Bartscher. Ab O III sind die meisten Schüler mit der Kurzschrift vertraut.

6. Französische Sprechübungen

Ferner hielt Herr P. Fraikin mit den Schülern der Oberstufe regelmäßig französische Sprech- übungen ab, die in drei Gruppen zu 10 bis 15 Teilnehmern wöchentlich je einmal stattfanden und gern und mit gutem Erfolg besucht wurden. Zugelassen waren im Sommer 44, im Winter 34 Schüler.

g. Wahlfreie Arbeitsgemeinschaften auf der Oberstufe

1. Altsprachliche Gruppe(I 2 Std.): Die alte Komödie. Aristophanes, Frösche; Terenz, Adelphen. Abschnitte aus Aristoteles Staatslehre als Ergänzung zur Klassenlektüre von Platos Staat. Berichte über privatim erledigte Sonderaufgaben.

2. Mathematische Gruppe(I alle 14 Tage 2 Std.): Aus der darstellenden Geometrie Krüm- mungskreise der Kegelschnitte, Durchdringungen, Schattenkonstruktionen, einfachste Aufga- ben der Centralperspektive.

3. Chemische Gruppe(O II 1 Std.): Vertiefende Wiederholung des Pensums der UII an Hand von Schülervorträgen und versuchen. Einiges aus der organischen Chemie: Kohlenwasser- stoffe, Alkohol, Aether, Fettsäuren, Seife; einiges aus der physiologischen Chemie.

4. Gruppe für Zeichnen und Kunstbetrachtung(I u. II alle 14 Tage je 2 Std.) I: Pflanze und Ornament. Stilleben. Architektur(Altstadt) in Zeichnung und Malerei. Kopfzeichnen. Aktstu- dien. Kunstbetrachtung: Anatomie des menschlichen Körpers. Der Mensch in der Plastik der verschiedenen Kunstepochen. II: Rhythmisch-dynamische Uebungen. Stilleben. Moderne Archi-

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