tekturformen.— Kunstbetrachtung: Besichtigung moderner Siedlungen. Meisterbilder der Re- naissance.
Außerdem war unseren Schülern die Möglichkeit geboten, an folgenden fremdsprachlichen Sammelkursen außerhalb der Schule teilzunehmen: Im Hebräischen(für die 4 Frankfurter Gymnasien gemeinsam) am Goethe-Gymnasium; von uns nahmen 2 Primaner am Fortbil- dungslehrgang teil, 2 Unterprimaner und im Sommer 1 Obersekundaner am Einführungskur- sus, Leiter Herr Studienrat Dr. Gensichen; im Italienischen und Spanischen an der Merton- Realschule; 1 Unterprimaner beteiligte sich am italienischen Fortbildungskursus, Leiter: Herr Studienrat Dr. Ritter; 3 Oberprimaner im Sommer am spanischen Anfängerkursus, Leiter: Herr Studienrat Dr. Montag.
II. Die Lehrer
a) Der Lehrkörper der Anstalt blieb hinsichtlich der festangestellten Lehrer zunächst unverän- dert, auch der Austausch der Herren Zeichenlehrer Lappe und Turnlehrer Mahrt mit einem Drittel ihrer Stundenzahl bestand zwischen den beiden Frankfurter Staatsgymnasien weiter. Von den zugeteilten Studienassessoren ging im Laufe des Jahres Dr. Bell an die Oberrealschule l. in Kassel, Dr. Lebek in die Provinz Brandenburg über, Dr. Ranft blieb weiter beurlaubt. Von den aus dem Pädagogischen Seminar hervorgegangenen Assessoren wurde Ostern 1926 Herr Dr. Michel der Schillerschule, Herr Komarek dem Kaiser Friedrichs-Gymnasium über-— wiesen; Herr Bindernagel blieb der Anstalt auch weiter zugeteilt, war aber größtenteils zu Ver- tretungen an höheren Lehranstalten außerhalb der Provinz beurlaubt.— Der Gesundheitszu- stand der Lehrer war zwar im allgemeinen günstiger als im Vorjahre; doch mußte wegen Krankheit Herr Schwalm vom 20. August bis zu den Herbstferien, Herr Dr. Nicolay im Win- terhalbjahr aussetzen. Ersterer wurde vom Lehrkörper vertreten; für Dr. Nicolay übernahmen Kaplan Nilges den kathol. Religionsunterricht, Dr. Bein und Dr. Gruber die übrigen Stunden. Am 28. Januar erlitten wir einen schmerzlichen Verlust durch das unerwartet rasche Hin- scheiden unseres Musiklehrers P. Weber, der dem Kaiser Wilhelms-Gymnasium seit dem Jahre 1910 angehört hat. Ausgebildet auf dem Akademischen Institut für Kirchenmusik in Berlin, ein erfahrener und auch bei zahlreichen öffentlichen Aufführungen bewährter Orgelspieler, hat er den musikalischen Unterricht an unserer Schule seit den ersten Jahren ihres Bestehens auf- gebaut und der Anstalt mehr als ein Viertel seines Lebens in treuer, erfolgreicher Arbeit ge- widmet. Wir werden ihm stets ein ehrendes Gedenken bewahren. Seine Vertretung im Musik- unterricht übernahm zunächst ein früherer Schüler, Herr Organist Chr. L. Thomas, dem auch an dieser Stelle herzlicher Dank ausgesprochen sei, ab Ende Februar Herr Schulamtsbewerber Heuser; in den übrigen Fächern mußte die Vertretung von den Amtsgenossen übernommen werden.
c) Den Lehrerausschuß bildeten die Studienräte Wallenfels, Engels und Kolb.
d) Dem Pädagogischen Seminar gehörten 3 Studienreferendare im zweiten Ausbildungsjahre an, seit Ostern 1925 Herr Dr. Karl Gruber, seit Ostern 1926 die Herren Dr. Alfred Bein und Johannes Kaemmer; Dr. Gruber bestand am 6. April 1927 die pädagogische Prüfung. Mit der
Ausbildung waren außer dem Direktor die Studienräte Wallenfels und Dr. Hufnagel beauf- tragt gt.
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