senbesucher, aus der Vogelschau der Galerie herunter gesehen, machte auf die Schüler einen sichtlichen Eindruck, wenn sie auch zunächst nicht wußten. warum man da unten so aufeinander einredete, schrie und gestikulierte. Aber der Knäuel war bald entwirrt, als wir wiederholten, was wir in unsern Betrachtungen über das Börsenwesen erarbeitet hatten.“(Bericht von Herrn Ihl.) 2 1
2. 23. 3. 27 Besichtigung der Druckerei und dusstellungsräume der Firma H. Zeiss:„Es galt sämtliche Büromaschi- nen, wie Schreibmaschinen, Rechenmaschinen. Vervielfältigungsapparate und Buchungsmaschinen, alles Dinge, die wir in unserm Kursus behandelt hatten, in Augenschein zu nehmen.“
Wir sind Herrn Ihl für seine selbslose Tätigkeit zu großem Danke verpflichtet.
2. Pädagogischer Kursus. Leiter: Studiendirektor Dr. K. Breuer.
Teilnehmer: 30 Väter und Mütter unsrer Schüler, die nach des Tages Lasten und Mühen mit lebhaftem Interesse den jedesmal zweistündigen Vorträgen folgten. 1. 14. 3. 27: Das Gewissen in seiner erziehlichen Bedeutung. 2. 21. 3. 27: Die pädagogische Strafe. 3. 28. 3. 27: Spiel und Taschengeld. 4. 4. 4. 27: Die wichtigsten Probleme der Sexualerziehung.
c) Verwendung der Mittel des Vereins.
Die durch Mitgliedsbeiträge aufgebrachten Mittel wurden wiederum restlos für die Schüler und Schule verwandt, insbesondere für die Bestreitung der Kosten unserer Jubilä umsfeier, für die Bezahlung unserer Gedenktafel und der dem Jahresbericht beigefügten Bilder. 4.
Im Hinblick auf die Aufgaben der Schule, für die keine städtischen Mittel vorhanden sind, würde der Direktor es sehr begrüßen, wenn die Eltern unserer Schüler und die Freunde unserer Schule auch weiterhin den Kleinen Betrag von vierteljährlich I Mark für den Selektenschuwerein bezahlten. Postschekkonto der Schule: Frankfurt d. M. 45782.
III. Elternversammlungen.
Zur Vorbereitung der Neuwahl des Elternbeirates fanden zwei gut besuchte Elternversammlungen statt: am 15. Mai und am 2. Juni 1926, die der Unterzeichnete nach Erledigung der Formalitäten vor allem dazu benutzte, wichtige Fragen der Schule und der Erziehung mit den Eltern zu besprechen.
IV. Klassenelternabende. 1. 18. 6. 26: Sexta: Leitung: Weidenbusch. 2. 19. 11. 26: Obertertia: Leitung: Casper. 3. 30. 11. 26: Quarta: Leitung: Braunwart. 4. 2. 12. 26: Sexta: Leitung: Weidenbusch. V. Elternbesuche.
Immer wieder empfehle ich den Eltern dringend, recht häufig sich über Leistungen, Fortschritte, Betragen, Fleiß und Berufswahl mit dem Direktor und allen Lehrern zu besprechen.
Besuche der Eltern in den letzten drei Wochen eines Schuljahres zwecks Nachfrage nach Fleiß und Leistungen des Schülers sind zwecklos: die Elternbesuche müssen auf das sanze Jahr verteilt werden,
wenn sie Erfolg habensollen. 5. Das Schulgebäude.
I. Verbesserungen während des verflossenen Schuljahres:
Der im Dezember 1925 begonnene Umbau wurde im Dezember 1926 beendet: Unser Phgsiksaal ist modernsten Anforderungen entsprechend und gleichzeitig für den Chemieunterricht umgebaut und neu hergerichtet. Die Innenein- richtung des neuen Physik- und Chemiesdales, sowie des anstoßenden Sammlungsraumes für die Lehrmittel in Phgsik und Chemie wurde gleichfalls den Forderungen des modernen Unterrichts entsprechend umgestaltet.
Unser bislang völlig brach liegender Speicherraum wurde zu einem Musik- und Vortragssaal ausgebaut. Derselbe
findet in einem Berichte zur Einweihungsfeier in der Kölnischen Volkszeitung vom 9. 2. 27. folgende Beurteilung:„Die 1050 jährige Jubelfeier war gleichzeitig Anlaß zur Einweihung eines im Dachgeschoß der Schule untergebrachten fest- lichen Vortragsraumes, der vom Frankfurter städtischen Hochbau-Amt unter Leitung von Stadtrat May in edler Har- monie geschaffen wurde. Der früher unansehnliche Raum, dessen Beleuchtung durch Tageslicht und Kunstlicht glän- zend gelöst ist, ist jetzt zur Seele der Schule geworden; denn dort versammelt sich die Schulgemeinde; alle festlichen Veranstaltungen und alle Kurse zur Fortbildung von Eltern und Schülern werden hier heimisch aufgenommen. Und in dem kleinen Vorraum des schlicht festlichen Saales, der ein prächtiges Beispiel neuer Sachlichkeit ist, ge- denkt man auch der Toten der Schule aus dem Weltkrieg. Der Frankfurter Bildhauer Scheibe hat die schöne Gedenk- tafel geschaffen. Ein zum Licht reitender Ritter Georg, der den Drachen bezwungen hat und nun vorwärts schreitet in ein besseres schöneres Land. Der aufwärts gerichtete Blick des Ritters wird so zum Symbol für die ganze Schul- gemeinde, die Gedanken und Werke des Altags zu verklären mit jenem Funken göttlichen Odems, der uns einst nach unserer Erdenfahrt umfangen soll.“
Der Zeichensaal und drei Klassenräume wurden in hellen, lichten Farben neu hergerichtet.
Hinter 3 Musik- und Vortragssaal konnte noch ein kleiner Sammlungsraum für Lichtbilder eingerichtet werden. (Vergl. S. 27..
Endlich erhielt unsere schöne Schuluhr— die einzige öffentliche Uhr im Nordosten der Stadt— ein neues Uhrwerk und zwei große Glocken als vollgültigen Ersatz für die im Kriege abgelieferten.
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