Gelegenheit, das altertümliche Städtebild der alten Kaiserstadt Goslar und ihre Baudenk- mäler kennen zu lernen. Ein Morgenspaziergang ins Okertal zum Rohmkerhaller- wasserfall eröffnete den Teilnehmern die Schönheiten des Harzes. Von Bad Harzburg aus wurde der Brocken erstiegen, der gute Fernsicht bot; der Abstieg erfolgte über die Hlohneklippen nach Wernigerode. Der zweite Tag brachte die Wanderung im anmutigen Mühlental aufwärts über Hartenbach, wo die Tropfsteinhöhlen besichtigt wurden. Tags- darauf ging es im Bodetal abwärts über Treseburg an der tosenden Bode entlang zum Bodekessel und hinauf zur Roßtrappe mit dem Abschluß eines idyllischen Quartiers auf einem Heuboden in Thale. Besonders reizvoll war der Marsch nach Stolberg, der Ge- legenheit zu einem erfrischenden Bad in einem der herrlichen Harzteiche bot. Das End- ziel der Frankfurter Wandergruppen war der Besuch des wuchtigen Kyffhäuserdenkmals und Nordhausens. Der Extrazug, der die Frankfurter Schulgruppen zurückbrachte, nahm in Kassel mehrere Stunden Aufenthalt. Nach einem Gang durch die Stadt vereinte sich alles am Fuße des„Herkules“, und mit den springenden Wasserkünsten von Wilhelms- höhe zog die muntere V. D. A.-Schar, an Eindrücken und Erinnerungen reich, zum histo- rischen Wilhelmshöher Schloß hinab. Hier fand die zehntägige Wanderfahrt ihren Ab- schluß.
2. Pfingsten veranstaltete Herr Studienrat Dr. Reuber eine dreitägige geologische Ex- kursion in den Vogelsberg mit 11 Schülern. Die Wanderung führte von Gedern zur Her- chenhainer Höhe(Nachtlager), zum Taufstein, Hoherodskopf(Nachtlager) und zu den magnetischen Basaltklippen des Bilsteins. Ferner wurden die Zeolithvorkommen und die interessanten Schlackenagglomerate von Nidda und Michelnau sowie die Mineralquellen und Braunkohlen von Salzhausen besucht.
3. In den Herbstferien unternahm Herr Studienrat Dr. Reuber eine neuntägige geolo- gische Studienfahrt mit 10 Schülern in die Eifel. Er berichtet darüber folgendes: Die Eifelwanderung begann in dem durch seine Kohlendioxvdmofetten und seine Tuffablage- rungen bekannten Brohltal und führte an den ersten beiden Tagen über Tönnisstein und den steilen Kraterwall des Kunkskopfes zum Laacher See; auch die berühmte Abtei Maria Laach konnte dank gütiger Vermittlung des Klostergeologen Pater Dr. Hopmann einge- hend besichtigt werden. Besonders interessierten uns die ausgedehnten Tag- und Tief- bauten in den Lavaströmen von Niedermendig mit ihren prächtigen geologischen Profilen und der Gelegenheit zum Sammeln seltener Mineralien(Hauyn, Zirkon). Am dritten Tag wurden das Totenmaar, das Gemündener Maar und das Schalkenmehrer Maar besucht mit reicher Ausbeute an vulkanischen Auswürflingen. Und dann ging es nach dem romanti- schen Liesertal, wo aus den tief in die devonischen Schiefer eingeschnittenen waldes- grünen Schluchten des vielgewundenen Flüßchens auf mauersteilen Felsenklippen die bei- den Manderscheider Burgen ragen. Besonders eingehend wurde der einzigartige Mosen- berg besichtigt mit seinen fünf, z. T. modellscharf erhaltenen Kratern. Nach zweimaligem Nachtlager in der sehr empfehlenswerten neuerbauten Manderscheider Jugendherberge brachte uns in der Frühe des sechsten Tages das Postauto nach Oberstadtfeld, wo uns Herr Lehrer Peters seine wundervolle paläontologische Heimatsammlung zeigte und wo wir selber in den fossilreichen devonischen Grauwacken ein eifriges und erfolgreiches flämmern begannen. Vom Wetter begünstigt, wanderten wir am Nachmittag über den steilen Schlackenkegel des Nerother Kopfes nach Gerolstein, dem Mekka aller Devon- paläontologen, wo uns der Landesgeologe Herr Dr. Dohm in freundlichster Weise
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