An der städtischen Frühstücksspeisung, die nach der 3. Unterrichtsstunde erfolgte und wofür je nach der Vermögenslage der Eltern 3, 6 oder 12 Pfg. zu zahlen waren, nahmen durchschnittlich 18 Schüler teil. Außerdem bestand für die Schüler noch die Möglichkeit, zum Preise von 10 Pfg. für 4 l nach der 2. Unterrichtsstunde Milch(oder Kakao) zu trinken, die vom Schulhausverwalter verabfolgt wurde.
Auf Grund des zwischen der Stadt Frankfurt a. M. und der Gothaer Allgemeinen Ver- sicherungsbank, Gotha, abgeschlossenen Vertrages über die Unfall- und Haftpflichtver- sicherung wurden einer ganzen Reihe von Schülern, denen infolge von Unfällen in der Schule oder auf dem Schulwege Arztkosten entstanden waren, Beträge z. T. in recht be- trächtlicher Höhe von der Gothaer Allgemeinen Versicherungsbank zurückerstattet.
m) Schulgeld, Vergünstigungen der Schüler.
Das Schulgeld beträgt monatlich für Einheimische 15 RM., für Auswärtige 18.75 RM. für Ausländer 30 RM.
Im Berichtsiahr wurden vom Schulausschuß für höhere Schulen auf Grund der Lei— stungen 81 Schülern ganze, 3 Schülern halbe Freistellen, infolge mißlicher wirtschaftlicher Lage der FEltern 4 Schülern ganze Freistellen gewährt. 17 Schüler erhielten außerdem eine Erziehungsbeihilfe.
Unsere Hilfsbücherei, die von den Herren Studienräten Dr. Lorey und Uhl in dan-— kenswerter Weise verwaltet wurde, stand den minderbemittelten Schülern wie bisher zur Verfügung..
n) Berufsberatung.
Nach einer Verfügung des Herrn Ministers haben sich die Schulen grundsätzlich der Stellenvermittlung zu enthalten und die Angebote an Lehrstellen den Berufsämtern zu übermitteln. Aufgabe der Schule soll nur sein, die Fragen der Berufswahl„pädagogisch vorzubereiten und dem amtlichen Berufsberater Unterlagen zu liefern“. Die der Schule vom Berufsamt übersandten Fragebogen wurden von der Schule ausgefüllt, soweit dies praktisch möglich war; im übrigen erteilten Lehrerkollegium und Direktor, die sehr oft um Rat angegangen wurden, nach besten Kräften Auskunft.
0) Besondere Veranstaltungen. 1. Wandern und Studienfahrten.
Um den Gesichtskreis unserer Schüler zu erweitern und sie mit Land und Leuten der verschiedenen Teile unseres Vaterlandes besser bekannt zu machen, sollen künftig alljähr- lich für unsere Schüler größere Wander- und Studienfahrten unter freiwilliger Leitung von Lehrern veranstaltet werden. Damit auch den ärmeren Schülern die Teilnahme an solchen Fahrten ermöglicht werden kann, soll ein Teil des Reingewinnes der Schulfeste, die wir alljährlich veranstalten, für diese Fahrten zur Verfügung gestellt werden.
Im Berichtsiahre wurden folgende Wander- und Studienfahrten unternommen:
1. Anschließend an die Pfingsttagung des„Vereins für das Deutschtum im Ausland“ wan- derten die Herren Studienrat Dr. Rumpf und Turnlehrer Wagner mit 21 Schülern der Klas- sen Untersekunda bis Oberprima durch den Harz. Während der Tagung selbst war reichlich
23


