10
der Konjugation sowie ausgewählter Abschnitte aus der Satzlehre. Als Unterrichtssprache wurde nach Möglichkeit die französische Sprache benutzt.— Schriftliche Ubungen in der Klasse, besonders Diktate. 3 St. Sprengel.
Hebräisch: komb. mit I. a. Schuster.
Englisch: komb. mit I, a. S. Werner. W. Pelissier. Geschichte und Erdkunde: wie Ia a. Kähler. Mathematik: wie Ia a. Flechsenhaar.
Physik: wie I a. Flechsenhaar.
Obersekunda. Klassenlehrer: Professor Dr. Koob. Religionslehre: a) Evangelische: Das apostolische Zeitalter: Lektüre der Apostel-
geschichte, der Briefe Pauli nach Philippi und Galatien. Geschichte der Kirche in der griechisch-römischen Welt: Urchristentum(Juden-Christentum), Paulinismus, Christen- verfolgungen, Entstehung der katholischen Kirche. Wiederholung von Kirchenliedern und Katechismus. 2 St. Koob. 5b) Katholische: Apologetik: Erster und zweiter Teil. Kirchengeschichte von der Reformation bis zur Gegenwart. Hymnen und Kirchenlieder wurden auswendig gelernt. 2 St. Manns. œ) Israelitische: Lektüre ausgewählter Abschnitte aus Jeremia und Ezechiel. Uberblick über die Geschichte der Juden in der Zeit von 1492— 1750. 1 St. Lazarus.(Ober- und Untersekunda waren vereinigt.)
Deutsch: Ausgewählte Abschnitte aus dem Nibelungenlied und eine Anzahl von Liedern und Sprüchen Walthers in der Ursprache, ergänzt durch UÜbersetzungen. Entstehung und Entwicklung der deutschen Heldensage. Goethes Gôtz und Egmont. Shakespeares Julius Cäsar und Coriolan.— Psychologische Grundbegriffe.— Mündliche Berichte der Schüler im Anschlufs an Klassen- und Privatlektüre. UÜbungen in der Anordnung des Aufsatzstoffes, sprachliche Belehrungen bei der Rückgabe der Aufsätze. Sprengel.
Aufsätze: 1. Die Exposition iu Goethes„Götz“. 2.(Klassenarbeit) a) Goethes„Götz“ und „Egmont“, Zwillingsdramen. b) Die psychologische Handlung in Goethes„Egmont“. 3. a) Blüten und Hoffnungen. b) Degen und Feder. 4.(Klassenaufsatz) a)„Die Elemente hassen das Gebild der Menschen- hand.“ b) Das Feuer ein„freundlich Element“. 5. Charakteristiken: a) Shakespeares Brutus. b) Shake- speares Coriolan. 6.(Klassenaufsatz) a) Die höfischen und die märchenhaft-mythischen Bestandteile in dem Bericht des Nibelungenliedes über Siegfried. b) Wie warb Siegfried um Kriemhild? c) Wie konnte Siegfried ermordet werden? 7. Aus Riehlschen Novellen a) Kaiser Karls Zweifel und Erleuchtung(„König Karl und Morolf*). b) wie entsteht ein Volkslied?(„Damals wie héute“*). c) Wie verlor ein Frankfurter Weinhändler seine Ehre, und wie gewann er sie wieder?(„Reiner Wein“). d) Wie rettet der Schultheiß von Rauenthal die fürstlichen Gäste im Schlangenbad?(„Rheingauer Deutsch*). 8.(Klassenaufsatz) a) Zu welchen sittlichen Konflikten führt im Nibelungenlied die Treue? b) Hagens Lichtseiten. c) Das Nibelungenlied als Drama betrachtet.
Lateinisch: Livius XXII und XXIII. Vergil Aen. VI. Sallust. lugurtha. Cicero pro Ligario, pro rege Deiotaro, pro Archia. 5 St. Alle acht bis vierzehn Tage eine Klassenarbeit; einige Hausarbeiten; alle sechs Wochen eine Übersetzung ins Deutsche. Grammatische Wiederholungen nach Harre und mündliche UÜbungen im UÜbersetzen nach Ostermann V. 2 St. Zusammen 7 St. Jungblut.
Griechisch: Homer Odyssee 1, V-VIII, XIII XXII(mit Auswahl). Herodot VII, VIII (mit Auswahl); Xenophons Hellenika II, Platons Kriton. 5 St.— Schriftliche Ubungen im Ubersetzen aus dem Griechischen, desgleichen Übersetzungen in das Griechische,


