4. Elternbeirat. Verein Ehemaliger.
Der Elternbeirat wurde am 24. 6. neu gewählt. Auf Grund des einzigen Wahlvorschlages gehören ihm folgende Mitglieder an: 3
1. Herr Pfarrer Petermann(Vorsitzender), Rhönstr. 108, Carolus 42 828. 2. Herr Dr. Ernst Weber, Scheffelstr. 17. 5. Herr Bankbeamter Karl Hahn, Wittelsbacher-Allee 115. 4. Herr Justizinspektor Oswald Nink, Feststr. 7. 5. Frau Mittelschullehrer Wiebe, Hegel- straſte 6.— Ersatzmitglieder sind: Die Herren Eisenbahnoberinspektor Ioh. Schreiber. Dr. Karl Gebhardt, Postinspektor Eugen Nies, Geheimrat Prof. Dr. Heimberger, derzeitiger Rektor der Universität Frankfurt, Ingenieur Kurt Glogner.
Elternbeirat und Schule arbeiteten in Vertrauen und Eintracht zusammen. Elternver- sammlungen fanden statt am 18. und 24. 5., 8. und 22. 6., 7. 8., 4. 9., 14. 11., 28. und 8. 2. 20. Von diesen bestand eine aus Darbietungen der Schüler, in einer anderen wurde nach einleitenden Vorträgen von Stud.-Rat Linfi, Pfarrer Petermann und Dr. E. Weber die Frage der Sexual- erziehung behandelt. Klassenelternversammlungen fanden statt für VI und UIII. Diese, so- wie die allgemeinen Versammlungen mit besonderem Programm waren gut besucht. Bei den iibrigen kann man von mittelmäfliger Beteiligung sprechen. Die Schule wünscht aufs drin- gendste, daß die Beteiligung der Eltern noch stärker werde. Wir werden in diesem Jahr ver- suchen, die Klassenelternversammlungen weiter auszubauen. Sehr bewährt hat sich die Sitte. nach den Versammlungen noch in zwangloser Geselligkeit zusammenzubleiben. Hier ergab sich reiche Gelegenheit zu gegenseitigem Kennenlernen.
Der Verein chemaliger Kaiser Friedrichs-Gymnasiasten betätigte sich im alten Sinne. Fast alle diesjährigen Abiturienten traten ihm bei(Anmeldungen beim Schriftführer, Herrn Gerichtsreferendar Weyrich, Mainkurstrafte 44). Von den regelmäſtigen Monatstreffen(am 1. Donnerstag im Hotel Grofimann) sind besonders hervorzuheben Zusammenkünfte des ersten Abiturientenjahrgangs und des von 1904. Wir freuen uns, in diesem Verein eine Einrichtung zu besitzen, die die Ueberlieferung der Schule pflegt.
5. Verschiedenes.
Bauliche Arbeiten: Baubesichtigungen fanden statt durch die Herren Reg.-Baurat Dr. Reuter und Regierungsobersekretär Lack. Das Direktorhaus erhielt eine Zentralhei- zungsanlage. Die noch nicht gestrichenen Klassenräume bekamen neuen Anstrich, so daß jetzt das ganze Haus neu hergerichtet ist. Auf dem Schulhof wurde eine Aschenabfallgrube gebaut. — Ein Kellerraum wurde für den Werkunterricht freundlich hergerichtet. Flure und Gänge haben wir mit neuem Bilderschmud versehen. Dieser Schmud soll in den nächsten Jahren vervollständigt werden, so daß auch alle Klassenräume künstlerisch wertvolle Bilder er- halten. Lehrerbücherei und Sammlungen wurden ergänzt. Der Neuaufbau der Schüler- bücherei ist beendet. Die Klassen VI—UII besitzen jetzt Klassenbüchereien. Die Oberstufe hat eine Arbeitsbücherei. Diese wird in einem besonderen Raum untergebracht, der als Arbeitsraum für die Schüler eingerichtet ist.
Geschenkt wurden vom Herrn Minister oder dem Prov.-Schulkollegium: L. Sternberg, Land Nassau. Muth, Lehrbuch des Weinbaus. Strukturwandlungen der deutschen Volkswirt- schaft. Monatsschrift der deutschen Liga für Völkerbund. Coudenhove-Kalergi, Paneuropa. A. Lasch, Berlinisch. Vom Arbeitsausschuß deutscher Verbände: Stieve, Deutschland und Europa. Von der Stadtbibliothek ein Katalogband. Vom Verein der Buchhändler 11 Bücher als Gaben für Schüler.— Walter UIII schenkte ein Metermaf. Silberstein OIb 2 Stahlmag- neten. Allen Spendern herzlichen Dank!
6. Aus der Geschichte der Anstalt.
17. 4. Beginn des Schuljahres mit einer Schulgemeinde im Festsaal.
1. 5. Hindenburgfeier. Stud.-Rat Gotthardt feierte den 80 jährigen als ein leuchtendes Vorbild der Pflichterfüllung und des Dienstes am deutschen Volk.
25. 5. bis 21. 6. Die U III weilte unter Führung der Studienräte Linß, Eschelbach und Niefiner auf der Wegscheide.
11. 8. Verfassungsfeier. Jahngedenktag. Die Rede hielt Studienrat Linfl.
Im ersten Teil würdigte er die Bedeutung des Weimarer Verfassungswerks für unser durch einen 4 ½ jährigen Krieg und durch die Revolution zusammengebrochenes Vaterland. Dadurch, daß die neue-
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