Jahrgang 
1929
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9) Kunstunterricht, Leibesübungen.

Zeichnen, Werkunterricht. Der eichenunterricht wurde nach den Richtlinien erteilt. Seit Ostern 1928 ist ein Raum eingerichtet für Werkunterricht. Dieser wurde als frei- williges Fach in den Lehrplan neu aufgenommen(Handfertigkeitsunterricht). An einem Nach- mittag jeder Woche war den Schülern der Mittelstufe Gelegenheit geboten, in dem vom Zeichenlehrer geleiteten Werkunterricht sich zu betätigen, zubasteln, durch Anferti- gung von leichten Holz-, Papier- oder Papparbeiten, im Apparatebau. Ausbessern von Büchern und Buchbinden. Namentlich dieses wurde eifrig betrieben. Eine Hobelbank samt Werk- zeugen sowie die zur Buchbinderei erforderlichen Geräte und Stoffe standen zur Ver- fügung. 12 15 Schüler nahmen regelmäſftig teil. Es darf erwartet werden, daßt die Beteiligung am Werkunterricht auch weiterhin rege sein wird. DasBasteln bringt nicht nur viel Freude. sondern die Schüler lernen auch manchen praktischen Handgriff und sammeln Bausteine für die Praxis des späteren Technikers, Ingenieurs oder Architekten.(Fickert.)

Musik:

Die Verteilung der lehrplanmäſtigen Stunden erfolgte in der nun schon bewährten Weise. Das Orchester entwickelte sich weiter und zeigte bei den Schulfeiern eine aufsteigende Linie. Für die Schüler der Unterstufe ist Geigenunterricht eingerichtet, der rege in Anspruch genommen wird. Hier wird der Nachwuchs für das Orchester herangebildet. Da der Unter- richt in kleinen Gruppen erteilt wird. kann der Preis schr niedrig gehalten werden. Wir bit- ten die Eltern doch recht zahlreich von dieser Einrichtung Gebrauch zu machen. Die wich- tigsten musikalischen Darbietungen bei Schulfeiern waren folgende:

1. Verfassungsfeier.

Orchester: Serenade von Haydn. Menuett von Mozart.

2. Konzert in Boppard bei der Rheinfahrt.

Orchester: Lustspielouvertüre. Märsche. Chor: Des Sonntags am Rhein. Am Rhein ist Leben.

5. Schubertgedenkfeier.

Orchester: Ouvertüre und Ballet aus Rosamunde. Unvollendete Symphonie 1. Satz. Ecossaisen. Deutsche Tänze.

Chor: Aus deutschen Messen. Volkslieder.

Klavier: Impromptu in As-Dur(Helbourg U II).

4. Weihnachtsfeier.

Orchester: Pastorale aus dem Weihnachtsoratorium v. J. S. Bach. Halleluja aus d. Messias v. Haendel. Chor: Choräle aus dem 17. Jahrhundert. Klavier: Phantasie Nr. 1 v. Mozart(Zipp O II. 5. Volkstrauertag. Orchester: Trauermärsche von Beethoven und Chopin. 6. Entlassung der Abiturienten. Orchester: Alla turca aus der Sonate in A-Dur v. Mozart. Menuett v. Schumann. Sinfonischer Prolog v. Abiturient A. Nüssle. Chor: 2 Chöre v. J. S. Bach. Comitat v. Mendelssohn. Trio nach dem Sextett v. Beethoven 2. Satz(Rehberg. Bölte, Lincke). Leibesübungen:.

Zwischen den beiden staatlichen Gymnasien wurde wie alljährlich um die von den An- stalten gestifteten Wanderpreise gekämpft. Im Schlagballspiel errang das Kaiser Friedrichs- Gymnasium den 5. Sieg und brachte dadurch den Wanderpreis in seinen endgültigen Besitz. Auch im Faustballspiel blieb es Sieger.

Bei den Staffelläufen der Frankfurter Schulen im Stadion über 5% 100 m erhielt das K. Fr.-G. auf der Unterstufe den 9. Preis mit 75 Sek., auf der Mittelstufe den 6. Preis mit 64 Sek. und auf der Oberstufe den 2. Preis mit 60% Sek.

An den Reichsjugendwettkämpfen beteiligten sich sämtliche Schüler der Anstalt. Aus ihnen gingen 55 als Sieger hervor.

Es bestanden 7 Turnabteilungen zu 2 Wochenstunden. Gespielt wurde Mittwoch Nach- mittag in 4 Abteilungen von 15.50 bis 17.350 Uhr im Ostpark. Ein Teil der Schüler ging schwim- men. Im Winter erhielten die Quartaner unentgeltlichen Schwimmunterricht im städtischen

Schwimmbad.

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