e) Die bei der schriftichen Heifeprüfung Ostern 1929 gestellten Aufgaben.
Deutsch:
O la. 1. Welches Werk der altklassischen Literatur hat auf mich den stärksten Eindrud gemacht? 2. Hoffnungen und Wünsche der Jugend von heute. 5. Valentin, ein bür- gerlicher Held(Eine Charakterstudie nach Goethes Faust). 4. Was soll das Ein- heitsdenkmal vor der Paulskirchet?
O Ib. 1. Wandlungen im Staatsaufbau Deutschlands im 19. und 20. Jahrhundert. 2. Läftt sich das Leben Kleists unter das Wort Goethes stellen: Denn ich bin ein Mensch ge- wesen und das heißt ein Kämpfer sein. 5. Welcher Kunstgenuß macht den nachhal- tigsten Eindrud auf mich? 4. Deutung und Gestaltung der Kalokagathia in Platons
Symposion. Latein: O la. Tacitus annal. II, 57, 58. OIb. Tacitus histor. IV. 75. Griechisch: O la Xenophon memor. 6. 1—5.
Olb. Isocrates panegyr. 60.
Mathematik:
O la. 1. Der Leuchtkegel einer Taschenlampe hat einen Oeffnungswinkel von 45°und be- beleuchtet eine Wand im Abstand c= 6 m so, daß ein Randstrahl des Kegels senk- recht auf die Wand auffällt. Die entstehende Figur ist zu zeichnen und ihre Gleichung anzugeben. 2. Welches ist die kürzeste Zeit, in der ein Luftschiff von Frankfurt nach New-York(1= 74 w. phi= 40,8⁰) fahren kann, wenn es eine Durchschnittsgeschwin- digkeit von 100 km in der Stunde hat? Unter welchem Kurs muft es abfahren? 5. Die Funktion y= 0,1 X*— 0,8 X*+ 2 ist zu untersuchen und ihr Verlauf durch eine Bild- kurve darzustellen.
OIb. 1. Um den Mittelpunkt der gleichseitigen Hyperbel mit den Achsen 2a ist der Kreis beschrieben, der durch die Brennpunkte geht. Unter welchem Winkel schneidet der Kreis die Hyperbel. 2. Welche Werte müssen für a, b. und c gewählt werden, damit die Funktion y= X+ ax+† bx †c im Punkte A(— ½; 2) einen Wendepunkt be- sitzt, in dem sie unter 45 ansteigt? Die Funktion ist darzustellen. 5. Auf einem Schilf beobachtet man am 15. Juni die Sonne genau im Osten in einer Höhe von Dee. Wo befindet sich das Schiff, wenn die Beobachtung um Sh 10 m W. E. Z. statt- indet?
f) Freie Arbeitsgemeinschaiten der Oberstufe.
1. Philosophie: a) Anfänger(Weinstock). Im Sommer: Anleitung zu philosophi- schem Denken. Der Aufbau der philosophischen Disziplinen. Im Winter: Einführung in die Soziologie. b) Fortgeschrittene(Weinstock). Weltanschauungsfragen im Anschluft an Dichtun- gen. Dostojewski, Grofiinquisitor. Dazu Schiller. Don Carlos(Idee und Form). Shakespeare, Hamlet(Der moderne Mensch. Gegensatz: Orest bei Aischylos). Goethe, Faust II(Der Sinn des Lebens). Nietzsche, ZJarathustra(Das Problem der Kultur).
2Deutsch(Herdt). Die deutsche Literatur in ihrem Verhältnis zu Gegenwartsfragen. Ibsen, Bund der Jugend, Gespenster, Stützen der Gesellschaft. Strinberg, Der romantische Küster auf Rano. G. Hauptmann, Weber, Versunkene Glocke, Florian Geyer, Bogen des Odysseus. Hoffmannsthal. Das kleine Welttheater. Dazu aus der deutschkundlichen Bücherei (Q. u. M.): Aus Bekenntnis und Dichtung des Naturalismus; Deutsche Lyriker von Lilienkron bis Werfel: Walzel. Die Geistesströmungen des 19. Jahrhunderts.
3 Griechisch(Weinstoc): Gelesen wurde Platons Staat unter Herausstellung der grundlegenden staatsphilosophischen Probleme: Staat und Erziehung. Idealistische und Reali- stische Staatsauffassung. Privatbesitz und Kommunismus.
4. Kunstgeschichte(Braunstein): Eingehende Betrachtung von Dürers Werken, insbesondere der graphischen Arbeiten; Vergleiche mit Darstellungen seiner Vorgänger und Zeitgenossen. Dürers Persönlichkeit als Typus ihrer Zeit. Zum Abschluß Studienfahrt nach Nürnberg.
5 Mathematik und Physik(Grevel): Im Sommer: Mathematisches Zeichnen: Grund- und Aufriſft. Zentralperspektive. Schnitte durch den Kegel. Im Winter: Physik. In ein- zelnen Gruppen Meflübungen an verschiedenen Apparaten.
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