2. Die Lehrer.
Mit Beginn des Schuljahres wurde Studienrat Karl Eschelbach vom Gymnasium Hulda nach hier versetzt. Mit dieser Versetzung wurde der Schule eine Studienratsstelle, die ihr in der Zeit des Abbaus verloren gegangen war. zurückgegeben. Es ist das für die Stetigkeit der Arbeitsverhältnisse ein großer Gewinn.
Zum 1. 10. wurde Studienrat Heinrich Gotthardt an das staatliche Wilhelmsgymnasium Kassel versetzt. Die Schule hält den besonders beliebten Lehrer in dankbarer Erinnerung. An seine Stelle trat Studienrat Dr. Schmidtborn, bisher im deutschen Auslandsschuldienst(Süd- amerika, zuletzt Barcelona) tätig.
Zur Deckung des durch die Teilung der Ol und OII entstandenen Unterrichtsbedürf- nisses wurden die Studienassessoren Dr. Johannes Volkmann und Dr. Karl Gruber über- wiesen.
Der Gesundheitszustand war gut. Nur Studienrat Bierschenck muftte wegen ernsterer Erkrankung von Februar bis zum Ende des Schuljahres beurlaubt werden. Seine Vertretung übernahm der Lehrkörper.
Am 1. 10. wurde der Anstalt der Studienreferendar Stefan Schütz überwiesen. Seine Ausbildung leiteten der Direktor und Studienrat Linß. Zum 1. 2. 20 schied Sch. wieder aus.
Durch Erlafßt des H. Ministers v. 13. 1. 29— UII 8428— wurde der Direktor auf weitere 5 Jahre zum Mitglied des pädagogischen Prüfungsamtes der Provinz Hessen-Nassau bestellt. Durch Verf. des Prov.-Schulkolleg. v. 27. 10. 28— 15788— wurde er zum Fachleiter für alte Sprachen des Bezirksseminars für 1920/30 ernannt.
Vom 22.—50. 10 fand unter der Leitung des Direktors an den 4 humanistischen Anstalten Frankfurts ein altsprachlicher Fortbildungslehrgang statt, an dem 20 Leiter und Lehrer höherer Schulen teilnahmen.
Studienrat Linß nahm Anfang Oktober am 2. deutschen Theologentag in Frankfurt teil.
Der Direktor nahm teil am 10./11. 9. an einer Sitzung des Lehrplanausschusses des deutschen Altphilologenverbandes in Leipzig, am 14. 6., 20. 6. 28 und 19. 2. 20 an Beratungen im Kultusministerium über die Neuordnung des altsprachlichen Universitätsstudiums; am 30. 6. an einem Ferienlehrgang der Universität Göttingen, bei dem er einen Vortrag über griechische Tragödie und Humanismus hielt: vom 7.—12. 1. 20 an einer griechischen Studienwoche in Templin und am 2. 3. 20 an einer vom Prov.-Schul-Koll. veranstalteten Aussprache über die Lehrplanarbeit der Schulen.
Am 25. 5. 28 verschied plötzlich und mitten in der Arbeit Geheimrat Dr. Gerstenberg. der langjährige Dezernent der Anstalt. Die Schule wird diesem gütigen und weisen Berater. diesem vorbildlich pflichttreuen Vorgesetzten ein verehrungsvolles und dankbares Andenken bewahren. Nach seinem Tode übernahm Oberschulrat Dr. Grau das Dezernat.
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