Jahrgang 
1928
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2. Deutsch(Herdt): Das Drama und das dramatische Spiel.(Als Grundlage diente das bei Velhagen& Klasin erschienene Bändchen: Drama. Theater, Schauspielkunst.)

5. Griechisch:(Weinstock): Ein breiteres und tieferes Verständnis für die Grie- chische Tragödie sollte gewonnen werden.(Entstehung der griechischen Tragödie. Gelesen in der Uebersetzung von Wilamowitz: Aischylos, Orestie. Sophokles, König Oedipus, Philok- tet. Euripides, Herakles; im Urtext: Euripides. Troerinnen. Dazu Werfel. Troerinnen.)

4. Französisch,(Sinning): Der Werdegang der französischen Sprache im Spiegel der geschichtlichen Entwicklung.

5. Chemie(Gurski-Grevel): Ausgewählte Kapitel aus der anorganischen Chemie.

6. Kunstgeschichte(Braunstein): Im Anschluß an ausgewählte Bilder, vor allem aus der Kunst der Antike, Uebungen im Betrachten von Kunstwerken und Bespre- chung wichtiger Grundgesetze des künstlerischen Schaffens.

g) Kunstunterricht, Leibesübungen.

Zeichnen.

Unterstufe: Freies Gestalten von Eindrücken und Erlebnissen aus der Umgebung und Ideenwelt der Schüler in verschiedenen Techniken. Zeichnen, Malen, Bunt- papierkleben. Linolschneiden. Vorwiegend gedächtnismäßige Wiedergabe der Natur. Anleitung zum bewußten Beobachten.

Mittelstufe: Stärkeres Betonen der Beobachtung. Naturstudium. Unmittelbare Wieder- gabe der Natur. Einfache Stilleben. Blumen. Früchte. Pflanzen-Architek- tur. Das lebende Tier. Uebungen im gedächtnismäßigen Wiedergeben von Eindriicken und im Lösen gestellter Aufgaben. Phantasiemäſtiges Ar- beiten, soweit Lust dazu vorhanden. Laufschrift. Linolschnitt. Helio- radierungen.

Oberstufe: Naturstudien. Tier. Mensch. Kopfzeichnen. Architektur. Landschaft. Die Schüler wurden zur Selbständigkeit bei Wahl der Aufgaben angehalten. Der Linolschnitt- und drudk. Kunstbetrachtung: Das Bild Christi im Wandel der Zeiten. Besuch der Kunstschul-Ausstellung.

Musik.

Von den 4 Wochenstunden gilt eine als Chorstunde für Männer- und Knabenstimmen. Dieser gemischte Chor wirkte bei den Schulveranstaltungen mit. Eine zweite Stunde diente den Uebungen des Orchesters. Das sogenannte grofte Orchester(Streicher und Bläser) leitete wie bisher Oberschullehrer Döpfer. Daneben bestand ein kleines Orchester für Kammer- musik aus Schülern der Oberstufe. Die Ausbildung der Bläser und Cellisten übernahm wie- der die Anstalt. Die Ausbildung im Geigenspiel muß den Eltern überlassen bleiben, ebenso die Beschaffung von Geigen. Die übrigen Instrumente werden den Schülern von der Schule leihweise überlassen. Beide Orchester wirkten bei allen Schulveranstaltungen mit. Wir streben immer mehr dahin, nur klassische Musik zu pflegen, weil sie uns die erzieherischen Werte der Musik, die wir gar nicht hoch genug glauben einschätzen zu können, am stärksten zu entbinden scheint. Man darf sagen, daß das Orchester der Stolz unsrer Schule ist, und wir bitten die Eltern, wenn wir im neuen Schuljahr billigen und guten Geigenunterricht durch die Schule vermitteln werden, von dieser Gelegenheit recht Gebrauch zu machen, damit wir Nachwuchs für den Streichkörper erhalten. Die wichtigsten musikalischen Darbietungen bei Schulfeiern dieses Jahres waren folgende:

1. Weihnachtsfeier:

Orchester: Havdn. Andante aus der 7. Symphonie. Trio: Haydn Nr. 1, 5. Satz(Rehberg. Bölte, Lindke). Chöre: Zilcher. Stern von Betlehem; Kinderjubel. M. Praetorius, Der Morgenstern ist aufgegangen. Volksweise, Hört ihr die Englein singen?

2. Volkstrauertag:

Orchester: Beethoven, Adagio aus dem Sextett. Solo: Malling. Orgelpräludium(Trommershausen).

3. Mozartabend:

Orchester: Eine kleine Nachtmusik. Romanze aus dem D-moll Klavierkonzert. Menuett aus der 5. Symphonie.

Trio: Nr. 5 G-Dur, Satz 2 u. 5(Rehberg, Bölte, Lincke).

Violine und Klavier: Adagio. Menuett aus dem D-dur Divertimento(Struckmeier,

Helbourg). 14