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Das Orcheſter ſoll nach und nach immer größeren Aufgaben zugeführt werden; die Schüler ſollen ſelbſttätig gute, klaſſiſche Muſik unſerer Meiſter kennen lernen. Alle Freunde des Gymnaſiums werden herzlich gebeten, uns durch Spenden in die Lage zu ſetzen, unſeren Plan im eigenſten Intereſſe un⸗ ſerer Jugend fortzuführen, damit unſere Schule eine Pflegeſtätte wahrer, ſchöner und guter Kunſt werden kann.“
Der Orcheſterklaſſe(Bläſer und Streicher) gehörten insgeſamt 52 Schüler an. Für die Uebungen wurde beſonders die neue planmäßige 4. Muſikſtunde verwandt.
Turnen. 7 Abteilungen zu je 2 Wochenſtunden. OI und UI, ſowie V und VI waren vereinigt. Die 6 oberen Abteilungen leitete Oberſchullehrer Mahrt, die unterſte Abteilung Oberſchullehrer Döpfer.
Spielen(Schwimmen). 5 Abteilungen zu je 2 Wochenſtunden, Mittwochs Nachmittag von 3—6 Uhr auf der Spielwieſe im Oſtpark. Leitung: Oberſchullehrer Mahrt und Döpfer, Studienrat Nießner. Bei ungünſtigem Wetter wurde am Dienstag und Freitag nachmittags in der Turnhalle geturnt, oder es gingen die einzelnen Abteilungen zum Schwimmen in die ſtädtiſche Badeanſtalt.
3. Bericht über die Lehrer.
3 a) Die Veränderungen im Lehrkörper. Infolge der Preußiſchen Perſonal⸗Abbau⸗Verordnung vom 8. Februar 1924 wurden die Herren
Stud.⸗Rat Dr. Wilhelm Peters
Stud.⸗Rat Franz Wedemann
Oberſchullehrer Auguſt Jünemann(Geichenlehrer) zum 1. Mai 1924 in den einſtweiligen Ruheſtand verſetzt. Die Herren Dr. Peters und Jünemann konnten ſomit auf eine 36jährige Tätigkeit an unſerer Anſtalt zurückſchauen, an die ſie berufen waren, als das Kaiſer⸗Friedrichs⸗Gymnaſium zu Oſtern 18868 eröffnet wurde. Herr Jünemann blieb inſofern mit der Anſtalt in weiterer Verbindung, als er die Führung der Gymnaſialkaſſe, die er ſeit 1. Oktober 1902 innehatte, behielt. Stud.⸗Rat Wedemann war ſeit dem 1. Oktober 1898 an der Anſtalt. Auf Grund des Geſetzes über die Einführung einer Altersgrenze vom 15. 12. 1920 traten die Herren Dr. Peters und Jünemann zum 1. Oktober 1924 in den endgültigen Ruheſtand.
Die Erteilung des Zeichenunterrichts wurde dem Oberſchullehrer am Kaiſer⸗Wilhelms⸗Gymnaſium, Andreas Lappe, übertragen, als Ausgleich hierfür übernahm Oberſchullehrer Mahrt dort 12 Stunden Turn⸗ und Spielunterricht.
Mit Ausnahme des Stud.⸗Rats Nießner, der als Schwerbeſchädigter von 3 Stunden entlaſtet war, waren ſämtliche Lehrer der Anſtalt mit ihrer vollen Stundenanzahl beſchäftigt.
Die durch die Schulreform verminderte Geſamtſtundenzahl ergab einen Bedarf von 12 planmäßigen Stellen. Zu Beginn des Schuljahres waren planmäßig angeſtellt 1 Studiendirektor, 6 Studienräte und 2 DOberſchullehrer.
Die 2. Mathematikerſtelle verwaltete wieder Stud.⸗Aſſ. Dr. Grebe(ſeit 29. II. 1923 an der Anſtalt).
Infolge des Ausſcheidens des Herrn Jünemann wurden auch die 3 Stunden kath. Rel. in VI Dr. Nicolay, Stud.⸗Rat am ſtaatlichen Kaiſer⸗Wilhelms⸗Gymnaſium, übertragen, ſodaß er an unſerer An⸗ ſtalt während des Berichtsjahres mit 9 Stunden kath. Rel. beſchäftigt war.
Stud.⸗Rat Dr. Braunſtein übernahm die Verwaltung der Lehrerbücherei, die Stud.⸗Rat Dr. Peters ſeit Beſtehen der Anſtalt innegehabt hatte.
Die Stud.⸗Aſſeſſoren Wendhaufen und Schmiede wurden zu Oſtern 1924 zur Deckung des Unter⸗ richtsbedürfniſſes an das Goethe⸗Gymnaſium zu Frankfurt a. Main überwieſen und erfuhren etwas ſpäter ihre Aufnahme in die Anwärterliſte.


