7 Mathematik. 4 St. W. Arithmetik: Combinations-Lehre. Binom. Lehrsat⸗ für ganze positive Exponenten; UÜbungen und Wiederholungen aus dem Gebiete der Flementar-Arithmetik.— Geometrie: Stereometrie, II. Teil; Der Coordinatenbegriff und einige Grundlehren von den Kegelschnitten. Projectionslehre, Il. Teil. Übungen
und Wiederholungen aus dem Gebiete der Elementar-Geometrie.(Werner.)
Auifgaben für die Reifeprüfung zu Ostern 1902: 1. Der Durchmesser einer Kugel mit dem Radius r ist nach dem goldenen Schnitt geteilt. Durch den Teilpunkt ist eine Ebene senkrecht zum Durchmesser durch die Kugel gelegt und über derselben nach beiden Seiten je ein gerader Kegel konstruiert, dessen Spitze in der Kugelfläche liegt. Wie gross ist der Inhalt des Doppelkegels? 2. Ein Dreieck zu berechnen aus den Stücken: b,= 90.= 22,5, b-C= 48. 3. Ein Dreieck aus den Stücken von No. 2 zu konstruieren. 4 Auf der Axe eines Hohlspiegels mit der Brennweite f— 10 cm befindet sich ein leuchtender Punkt. Als darauf dieser Punkt auf der Axe so verschoben wurde, dass sein neuer Abstand d, die mittlere Proportionale zwischen seinem früheren Abstande d und seiner früheren Bildweite i wurde. fiel sein Bild auf die Mitte zwischen Brennpunkt und Mittelpunkt. Wie weit war der Punkt vor und nach der Verschiebung vom Spiegel entfernt?
Physik. 2 St. W. Optik. Mathematische Erdkunde.(Werner.)
Unter-Prima. Ordinarius: Der Direktor.
Religionslehre. 2 St. w. a) evangelische(mit I'1 kombiniert). Krebs. b) katholische. kirchengeschichte. Erklärung und Memorieren verschiedener fiymnen und Sequenzen. engerle, von Oktober ab Quirmbach.)
Deutsch. 3 St. w. Lebensbilder aus der deutschen Litteraturgeschichte von Beginn des 16. bis Ende des 18. Jahrhunderts. Lektüre: Einige Oden Klopstocks und Gedichte seiner Zeitgenossen, Lessings Laokoon und Abhandlung über die Fabel, Schillers Braut von Messina, Maria Stuart, Goethes lphigenie auf Tauris, grössere Gedichte Schillers.— Aufsatzlehre und Disponierübungen. Vorträge der Schüler nach
eigenen Ausarbeitungen. Aufsätze.(Peters.)
Themata zu den deutschen Aufsätzen: 1. Mit welchem Rechte nennt man die Römer die Besiegten der Griechen? 2 Wodurch erweckt in der zweiten Odysseehälfte Eumäus unsere besondere Teilnanme? 3. Mit welchem Rechte sagt der Dichter:„Vergebens sucht der Mensch des Glückes OQuelle weit ausser sich in wilder Lust, in sich trägt er den Hlimmel und die Hölle, und seinen Richter in der Brust“? 4(Klassenaufsatz) Zur Wahl: a) Warum konnte das von Theoderich gegründete Reich keinen dauernden Bestand haben? b) Welches ist die natürliche Wurzel des Bruderhasses in Schillers Braut von Messina“? 5. Welchen Einfluss hatte im Mittelalter die politische Verbindung mit ltalien für Deutschland? 6) Was erfahren wir in dem Prolog des Sophokleischen„König Odipus- über das Verhältnis zwischen König und Unterthanen? 7.(Klassenaufsatz) Was lässt sich für, und was gegen den Spruch sagen:„Obi bene, ibi patria-? 8. Wo- durch wird Elisabetn dazu bestimmt, Maria eine Zusammenkunft zu gewähren?(Schiller.„Maria Stuart“)
Lateinisch. 7 Std. w. Horaz' Oden J u. II. Horazianische Metrik. Memorieren ausgewählter Oden. Satiren l u. II. mit Auswahl. 2 St. w.(iim Sommer Wolff, im Winter Heinemann.) Ciceros Briefe. Tacitus' Dialogus und Germania. Daneben privatim Livius B. 7. und UÜbungen im Extemporieren. Extemporalien nach Diktaten, Exercitien nach Ostermann-Müller. Mündliche und schriftliche Inhaltsangaben und Obersetzungen aus dem Lateinischen. Mündliche UÜbungen nach Ostermann-Müllers UÜbungsbuch V. Stilistische Regeln und synonymische Unterscheidungen. 5 Std. (Hartwig.)
Griechisch. Platos Kriton und Euthyphron, Sophokles' Oed. tyr. 2 St. V. (Peters.) Homers Ilias B. I- XII mit Auswahl. Thucydides VI mit Auswahl Schriftliche Obersetzungen aus dem Griechischen und ins Griechische; grammatische Repetitionen. 4 St. w.(im Sommer Wolff, im Winter Heinemann.)
Französisch. 2 St. w.(uizot, Histoire de la civilisation en Europe, B. II;
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P. Loti: Pécheur d'slande. Molière, Davare; V. Hugo, Ruy Blas. Alle zwei Wochen


