Jahrgang 
1885
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b. Lektüre 4 St. Vorzugsweise Stücke historischen Inhalts aus dem Lesebuche. Einige Gedichte, von denen vier memoriert wurden.

c. Wöchentlich eine schriftliche Arbeit, abwech-

selnd: Häusliche Arbeit, Extemporale; gelegentlich Diktat und Retroversion. S.-S.: Klein. W.-S.: Junker.

4. Geschichte(2 St.) Lehrbücher: Andrae, Grundriſs der Weltgeschichte. Putzger, Historischer Atlas.. Geschichte der Griechen und Römer. S.-S.: Klein. W.-S.: Junker.

5. Geographie(2 St.)

Lehrbücher: v. Seydlitz, Grundzüge. Lange, Schul- Atlas.

Europa im allgemeinen und die aufserdeutschen Länder Europas. UÜbungen im Kartenzeichnen nach der Schultafel. Deskau.

6. Mathematik(6 St.)

Lehrbücher: Rechenbuch von Paul, 1. Teil. Kam- blys Planimetrie.

a. Rechnen(4 St.)

Geometrische Verhältnisse, Proportionen, Ketten- rechnung, Rechenvorteile, Gesellschaft- und Mischungs- rechnung, Berechn. der Prozente vom Hundert. Stele.

b. Geometrie(2 St.)

Planimetrie bis zur Kreislehre(incl.) nebst Ibungs- aufgaben. Sonntag.

7. Naturbeschreibung(2 St.)

Lehrbuch: Schilling, kl. Schul-Naturgeschichte B. Im Winter Zoologie: Engerer Kursus: Niedere Tiere, Repetition des ganzen Systems. Im Sommer Botanik: Engerer Kursus: ca. 15 Pflan- zen nach Linné's System. Stelz.

S. Schreiben(2 St.) Kursorische Durchnahme der Buchstaben deutscher und lateinischer Schrift; Einübung der Rundschrift. Fries. 9. Turnen(2 St.)

Die UÜbungen und Spiele der 4. Turnklasse des Leitfadens von Danneberg, besonders Frei- und Ordnungsübungen. Knebel.

10. Zeichnen(2 St.)

Fortsetzung des Zeichnens einfacher Ornamente; dazu kommen stilisierte Pflanzenteile. Weitere Be- lehrung über Farbenharmonie und praktische An- wendung derselben. Knebel.

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Quinta. Ordinarius: Fries. I. Religionslehre(2 St.)

a. Evangelisch.

Lehrbücher: Zahn, Biblische Geschichten. Luthers Katechismus. 80 Kirchenlieder.

Die biblischen Geschichten des neuen Testaments im Zusammenhang bis zur Gründung der ersten Christengemeinde. Wiederholung des 1. und 2. Haupt- stückes. Neu gelernt wurde die Erklärung des 2. Hauptstückes, 15 Bibelsprüche und 3 Kirchenlieder-

Wenderoth. b. Katholisch. Kombiniert mlt IV, siehe dort. 2. Deutsch(4 St.) Lehrbücher: Hansen, Lesebuch II. Damm und

Niendorf, deutsche Grammatik.

a. Lesen, unter besonderer Beachtung der Betonung, Erklären einer Anzahl von Stücken nach Inhalt und Form, Ubungen im Zergliedern des Inhaltes, Aus- wendiglernen geeigneter poetischer und prosaischer Stücke.

b. Schriftliche Arbeiten. Aufsätze erzählenden und beschreibenden Inhaltes, Einführung in die Briefform, Geschäftsaufsätze(Quittungen, Schuldscheine und Bürgschaftsscheine).

c. Grammatik. Das Verb, insbesondere dessen Genus und Modus, Hilfsverba des Modus, intransitive, transitive und reflexive Verba; starke und schwache Deklination der Substantive; das Pronom, Adjektiv, Adverb und Numerale. Wiederholung des einfachen und einfach erweiterten Satzes, der zusammengezogene Satz, die Satzverbindung, Veranschaulichung des Relativsatzes.

d. Orthographie. Konjunktivformen, zusammen- gesetzte Wörter, substantivisch gebrauchte Wörter, das Pronomen in Briefen; Wörter mit schwierigen Lautverbindungen. Alle 14 Tage ein Diktat. Fytes.

3. Französisch(8 St.)

Lehrbücher: Ploetz, Elementarbuch und Schulgram- matik. Lüdecking, französisches Lehrbuch.

a. Grammutik 6 St. Ploetz, Elementarbuch, Lek- tion 60 91, Schulgrammatik, Lektion 1 6. Regel- mälsige Konjugation, die wichtigsten unregelmäſsigen Verba; lautliche und orthographische Eigentümlich- keiten einigerregelmäſsigen Verba. Personalpronomen.

b. Lektüre 2 St. Leichtere Erzählungen aus dem Lesebuche, von denen vier memoriert wurden; klei- nere Gedichte.

c. Schriftliche Arbeiten. Wöchentlich eine schrift- liche Arbeit, abwechselnd: Häusliche Arbeit und Ex- temporale, gelegentlich ein Diktat im Anschlufs an die Lektüre. S.-S.: Klein.

W.-S.: Junker.