Preiſe aus der Jubiläumsſtiftung der Schule erhielten Oſtern 1928: Steiger VIZ, Münch, Grund V3, Iſaak IV, Lichtenſtein IIIa 1, Fitting IIIa3, Becker IIIa 4, Pflugfelder IIb4, Wolff IIa4.
Die Oſtern 1929 verliehenen Preiſe werden erſt im nächſten Jahresbericht bekannt gegeben werden können. Die an Abiturienten verliehenen Preiſe aus der Jubiläumsſtiftung und den Preis der Muͤnch— Stiftung ſiehe unter III Seite 5.
9. Wohlfahrtskaſſe.
Der Wohkfahrtskaſſe floſſen auch in dieſem Jahr genügend Mittel zu, um in zahlreichen Fällen wirtſchaftlich ſchwachen Schülern unter die Arme zu greifen. Zu den Koſten der Einrichtung unſeres Landheims leiſtet die Kaſſe aus den in den letzten Jahren angeſammelten Mitteln einen erfreulichen Zu— ſchuß.— Drei Schüler erhielten aus Reichsmitteln ſtaatliche Erziehungsbeihilfen gemäß Art. 146, Abſ. 3 der Reichsverfaſſung, die durch die Schule ſinngemäß verwaltet wurden. Ebenſo wurde der durch die Stadt Darmſtadt für Ferienſpaziergänge zur Verfügung geſtellte Betrag entſprechender Verwendung zugeführt.
10. Buchhilfe.
Die Anſtalt beſitzt eine Sammlung der eingeführten Lehrbücher, deren Beſtände allen minderbemit— telten Schülern koſtenlos zur Verfügung ſtehen. Alle Schüler können außerdem gegen Erlegung von einem Fünftel des Ladenpreiſes des betr. Buches dieſes für ein Jahr entleihen. An einzelne Schüler wurden 1480 Exemplare ausgegeben. Die Einrichtung der Buchhilfe konnte auch im abgelaufenen Jahre aus den eingegangenen Leihgebühren erhalten werden. Die Ankäufe wurden ausſchließlich in den Darm— ſtädter Buchhandlungen vorgenommen.
11. Schulgebäude.
Die Klaſſenzimmer im oberen Stock des Haupthauſes, Konferenz-, Direktor- und Schülerbücherei— zimmer wurden neu hergerichtet, der Hof wurde vollſtändig neu beſchottert, für das Pädagog wurde eine Fernheizung eingerichtet.
Der Unterricht in den nach der Straße liegenden Zimmern des Südflügels muß beſonders unter dem Straßenlärm leiden. Eine Zählung ergab, daß am 18. Auguſt 1928 von 8— 12 ½ Uhr, alſo während des Vormittags-Unterrichts, an einem Tage dort, d. h. nur in der Kapellſtraße, verkehrten: 58 Wagen der Elektriſchen, 35 Omnibuſſe der Heag, 78 Motorräder, 248 Autos, 802 Fahrräder, 111 andere Fahrzeuge. Geſtützt auf dieſe großen Zahlen hatten wir das Polizeiamt um eine zeitweilige Sperrung dieſer Straße gebeten. Unſer Geſuch iſt aber abſchlägig beſchieden worden. Eine Reihe von Schildern macht die Fahrenden jetzt auf das Vorhandenſein einer Schule aufmerkſam.
Unſer der Stadt Darmſtadt gehörender Sportplatz, deſſen Benützung uns von der Turngemeinde, die ihn gemietet hatte, in dankenswerter Weiſe geſtattet war, wird verbaut. Die Kündigung erfolgte zum 1. Dezember 1928. Ein Erſatz wird ſchwierig ſein. Dringend bedürfen die Fußböden im Hauptbau, in den Gängen und in vielen Klaſſenzimmern einer Erneuerung. Wir hoffen ſtark auf das Entgegen⸗ kommen der Stadt Darmſtadt.
Der Froſt im Anfang des Jahres 1929 rief viele, recht empfindliche Störungen in den Heizanlagen und bei der Waſſer- und Gasleitung hervor. Indeſſen mußte der Unterricht nur an 3 Tagen für einzelne Klaſſen ausgeſetzt werden.
Geflaggt wurde an den ublichen Tagen, außerdem auf Erſuchen der Stadt bei der Tonkünſtler⸗ woche und bei der Einweihung des Denkmals des Leibgarde⸗Regimentes, ferner beim Tode des Herrn Oberbürgermeiſters Dr. Glaeſſing.
13. Geſchenke.
Geſchenke für die Buͤcherei oder zur Verteilung an die Schüler oder zur Lehrmittelſammlung erhielten wir von Behörden, der Stadt Darmſtadt, Körperſchaften, Vereinen, Buchhandlungen, Firmen, von der Land⸗ wirtſchaftl. Beratungsſtelle der J.⸗G.⸗Farbeninduſtrie A.⸗G. zu Mannheim, von den Bayeriſchen Stickſtoff⸗ werken und von den Herren: Balſer, Brandis, Bücking, Erbes, Genton, Jung, Keßler, Machemer, Mechler, Menger, Schaaf, Schaberger, Ungenannt(reiche Geldſpende zu Weihnachten für bedürftige Schüler), Wermbter, Zimmer. Allen gütigen Gebern ſagen wir herzlichen Dank.
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