Jahrgang 
1927
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furt und Worms*)(Gombert), Ia3 Worms(Como), Ib4 Lindenfels(Becker ID, Ib2 Schwarzwald 28. Mai bis 1. Juni(Büchner), Ib3 Taunus 20. und 21. Mai(Wißmann), IIb1 Katzenbuckel(Jacob), IIb2 BreubergAſchaffenburg(Grünewald), IIb3 Oppenheim(Eckel), IIb4 Heidelberg(Wagner), IIb5 Linden fels, Radausflug(Kabel), IIIa2 FrankenſteinFelsberg(Kemmer), IIIa4 Breuberg Aſchaffenburg(Götz), IIIb5 Weinheim Heidelberg(Henk), IV4 Felsberg Neunkircher Höhe(Büttenbender).

Nachzutragen aus dem vorigen Schuljahr ſind noch: IV4 Frankfurt(Como), IVö Lichtenberg(Henk), VI Bergſtraße(Büttenbender).

Hitzfrei war am 13., 14., 15. Juli, 16. Auguſt, 1., 2. September 1926. Zum Eislauf oder Rodeln bot ſich während der Schulzeit keine Gelegenheit.

Am 15. Juni 1926 wurden 143 Schüler geimpft.

Seit 22. April 1926 haben wir, wie die anderen höheren Schulen der Stadt, einen Schularzt. Unſerer Schule iſt Herr Dr. Leydhecker zugeteilt. Bis jetzt wurden 16 Klaſſen ärztlich unterſucht.

Eine größere Anzahl unſerer Schüler genoß im Sommer 1926 die Annehmlichkeiten eines Kur aufenthaltes, teilweiſe durch Vermittlung des ſtädtiſchen Wohlfahrts- und Jugendamtes.

Das Wohlfahrtsamt der Stadt Darmſtadt hat in dieſem Jahr die tägliche Ausgabe eines warmen Milchfrühſtücks auch in den höheren Schulen eingerichtet. Es wurde am 19. Auguſt 1926 zum erſtenmal ausgegeben; es beſteht in einem halben Schoppen warmer Milch und einem Brötchen. Die Beteiligung der Schüler ſchwankte zwiſchen 130 und 150(Klaſſen Illa VD. Die Schüler zahlen täglich 15, 10 oder 5 Pfg., je nach der wirtſchaftlichen Leiſtungsfähigkeit der Eltern. Eine Anzahl minderbemittelter Schüler kann koſtenlos teilnehmen, anderen wurde die Teilnahme durch einen kleinen Zuſchuß der Wohlfahrtskaſſe verbilligt. Die Einrichtung hat ſich bewährt, ſie wird von den Schulern gerne benutzt und übt einen guten Einfluß auf den Geſundheitszuſtand, namentlich ſchwächerer Schüler der unteren Klaſſen aus.

Schülerverſicherung: 391 Schüler unſerer Anſtalt waren bei der Germania, Unfall- und Haft⸗ pflicht⸗Verſicherungs⸗Aktien⸗Geſellſchaft Stettin, verſichert, zu einer jährlichen Prämie von 1.50 Mk. bezw. 2 Mk. Die aus den Unfällen(etwa 15 an der Zahl) entſtandenen Unkoſten wurden von der Geſellſchaft anſtandslos und reſtlos vergütet.

Für das neue Schuljahr 1927/28 iſt von der oberſten Schulbehörde eine Zwangsverſicherung geplant, die fuͤr jeden Schüler obligatoriſch iſt. Durch eine Umfrage bei den Eltern unſerer Schuͤler hat ſich die große Mehrzahl 71,54% für dieſe neue Verſicherungsart entſchieden. Die Prämie ſoll mit dem Schulgeld erhoben werden(ſ. V. S. 19).

9. Wohlfahrtskaſſe.

Der Wohlfahrtskaſſe floſſen auch in dieſem Jahr aus den von der Schule veranſtalteten Konzerten und Vorträgen, ſowie aus anderen Einnahmen genügend Mittel zu. Sie leiſtete zur Jubiläumsſtiftung einen ſtattlichen Zuſchuß und ſtellte einen Betrag zur Wiederherſtellung der Münchſtiftung zur Verfügung. Eine Anzahl bedürftiger Schüler konnte mit Geldbeträgen unterſtützt werden. Zwei Schüler erhielten aus Reichsmitteln Erziehungsbeihilfen gemäß Artikel 146, Abſ. 3 der Reichsverfaſſung, die durch die Schule ſinngemäß ihrer Beſtimmung zugeführt wurden. Von der Stadt Darmſtadt erhielten wir aus den für Ferienſpaziergänge zur Verfugung ſtehenden Mitteln ebenfalls einen namhaften Betrag, der entſprechende Verwendung zum Beſten der Schüler fand.

10. Buchhilfe.

Auch die Einrichtung der Buchhilfe wurde in dieſem Jahre beibehalten und von zahlreichen Schülern benutzt. Im Laufe des Schuljahres wurden 2911 Bände für das ganze Jahr oder vorübergehend aus⸗ geliehen. Für Zuwendungen von Freiexemplaren ſind wir den verſchiedenen Schulbuchverlagen erkenntlich. Neuanſchaffungen wurden nach Maßgabe der aus Leihgebühren eingehenden Beträge getätigt. Andere Mittel wurden hierfür nicht aufgewandt.

11. Schulgebäude.

. In den Weihnachtsferien wurden 17 Klaſſenzimmer und Unterrichtsräume im Hauptbau, Pädagog und Neubau neu hergerichtet. Manche Zimmer erhielten einen farbenfreudigen Anſtrich. Auch ein Teil unſerer ſtark ausgetretenen Treppe wurde mit Betontritten hergeſtellt. Die Ausbeſſerungen von Zimmern und der Treppen ſollen in den nächſten Ferien fortgeſetzt werden.

Eine Küche zum Kochen der Milch fuͤr das Milchfrühſtück wurde eingerichtet und mit dem nötigen Herd verſehen, Gasfeuerung, Zu- und Ableitung von Waſſer wurde hergeſtellt.

1*) Die Firma Dörr& Reinhart, Lederwerke in Worms, nahm die Klaſſe in liebenswürdiger Weiſe auf: Beſichtigung des Wertes unter ſachkundiger Führung, Mittageſſen, jeder Teilnehmer erhielt ein wertvolles Album mit Bildern der Fabrik und der tadt Worms.