Jahrgang 
1927
Einzelbild herunterladen

Am 15. Juni 1926 beſuchte die Anſtalt der Finanz-, Schul- und Bauausſchuß der Stadtverordneten⸗ verſammlung und ließen ſich mancherlei bauliche Mißſtände der Schule zeigen. Im Auftrag des Herrn Oberbürgermeiſters beſichtigten Herr Geh. Medizinalrat Dr. Fiſcher und Herr Augenarzt Dr. Voſſius die neu angeſtrichenen Schulräume.

Wir benutzen gern die Gelegenheit, hier dem Herrn Oberbürgermeiſter und der Stadtverwaltung für das bei manchen Gelegenheiten bewieſene Entgegenkommen unſeren herzlichen Dank auszuſprechen.

Mit Bedauern muß berichtet werden, daß nun ſchon ſechs Mal Fenſterſcheiben und die Lampen der Gaskandelaber, die vor dem Haupteingang ſtanden, nachts von Rohlingen beſchädigt wurden. Die Täter wurden leider nicht ermittelt.

12. Geſchenke.

Geſchenke für die Bücherei oder zur Verteilung an die Schüler oder zur Lehrmittelſammlung erhielten wir vom Landesamt für das Bildungsweſen, der Stadt Darmſtadt, der Landesuniverſität, der Techniſchen Hochſchule, der Zentralſtelle für die Landesſtatiſtik, der Zentralſtelle zur Förderung der Volksbildung und Jugendpflege, der Städtiſchen Sparkaſſe, dem Reichsamt für Landesaufnahme, von vielen Verlagsbuch handlungen, von den Herren Bäumer(Berlin)(Bild der Abiturienten von Oſtern 1889], Oberſtudienrat Dr. Fink, Sanitätsrat Dr. Göͤring f, Sanitätsrat Dr. Heil, Stud.⸗Rat Dr. Heinemann, Stud.⸗Rat Heuß, Prof. Hüthwohl, Bürgermeiſter Kiſſeberth(Steinau) Oberſtleutnant von Krug, Prof. Dr. Schellens, Prof. Dr. Völzing(GroßUmſtadt), Frau Direktor Dr. Goldmann und dem Norddeutſchen Lloyd, ſowie von dem Schüler Rayß Ila4 eine große Anzahl von Bildern von Dampfmaſchinen und von 18 Schülern ver⸗ ſchiedener Klaſſen je 1 Geſchenkbuch für die Schülerbücherei.

Von den Darmſtädter Buchhandlungen von Bergſträßer, Carius, Säng und Schlapp wurden uns wertvolle Werke zum Jubiläum überreicht. Auch Herrn Kaufmann Wildau ſind wir zu Dank verpflichtet. Allen Gebern ſagen wir herzlichen Dank. Von der Emergency Society for German and Austrian Science and Art ſind uns durch Vermittlung der Stadt 17.50 Mk. überwieſen worden.

V. Mitteilungen an die Eltern.

Von dem Auszug aus der amtlichen Schulordnung, den wir mit einigen für unſere Anſtalt in Betracht kommenden Ergänzungen unſerem Jahresbericht von Oſtern 1926 angeſchloſſen haben, bitten wir, außer den Schülern, auch alle Eltern unſerer Schüler Kenntnis zu nehmen. Da dieſer Jahresbericht ſich in den Händen der meiſten Schüler befindet, ſetzen wir dieſe Kenntnisnahme bei Eltern wie Schülern in Zukunft voraus. Wer dieſe Schulordnung noch nicht oder nicht mehr beſitzt, ſoll ſie ſofort bei der Direktion anfordern. Die an Oſtern 1927 neu eintretenden Sextaner erhalten ſie in den erſten Tagen des neuen Schuljahrs..

Wir bitten die Eltern, deren Söhne die Tanzſtunde beſuchen, zu verhindern, daß durch geſellſchaft liche Veranſtaltungen während und nach der Tanzſtundenzeit die Zeit der Schüler über Gebühr in An⸗ ſpruch genommen wird. Auch hoffen wir, daß die Eltern ihre Söhne die mannigfachen Vergnügungen, die ſich der Jugend heutzutage bieten, nur in beſcheidenem Umfang genießen laſſen, damit nicht durch dieſe Abhaltungen, ſowie durch allzugroßen Sportbetrieb oder durch übertriebene Vereinstätigkeit die Leiſtungen der Schüler ungünſtig beeinflußt werden.

Das Schulgeld beträgt vom 1. April 1927 ab(nach der Verfügung des Landesamtes vom 28. Februar 1927) monatlich Mk. 17.50; bei 2, 3, 4, 5 und 6 Geſchwiſtern Mk. 14.50; 11.50; 9.; 6.50 und 4 Mk.

Freiſtellen gibt es für würdige und bedürftige Schüler aller Klaſſen. Geſuche müſſen auf dem vorgeſchriebenen, von der Direktion ausgegebenen Formular nach Semeſterſchluß im Laufe der Oſterferien, ſpäteſtens bis zu deren Ende, bei der Direktion eingereicht werden. An genaue Ausfüllung des Vordrucks wird auch hier erinnert. Die Erfahrungen des letzten Jahres veranlaſſen uns, nochmals ausdrücklich auf die Anmerkung zu Nr. 11 des Fragebogens hinzuweiſen, und wir empfehlen den Geſuchſtellern, ſofort bei Einreichung des Geſuchs an die Direktion die geforderte Beſcheinigung beizulegen. Unterlaſſung dieſer Vorſchrift hat u. U. die Nichtgenehmigung zur Folge. Auch für alle Schüler, die bereits eine Freiſtelle hatten, müſſen die Geſuche erneuert werden.

Ferienordnung für 1927/28: Pfingſten: 5. Juni bis 12. Juni 1927; Sommer: 16. Juli bis 14. Auguſt 1927; Herbſt: 25. September bis 9. Oktober 1927; Weihnachten: 22. Dezember 1927 bis 4. Januar 1928. Die angegebenen Tage ſind ganze Ferientage.

19