künften neu auftauchende Fragen oder vertiefen ihr Wiſſen von den Verhältniſſen in dem Betreuungsgebiet des Landesverbandes Heſſen. Dazu geſellt ſich tätige Betreuungsarbeit. Die rund 600 Mitglieder zählende Schulgruppe hat bei einem Monatsbeitrag von 15 Pfg. jedem Mitglied die Jugendzeitſchrift„Jung-Roland“ geliefert, 50 Pf. Kopfbeitrag an den Geſamtverein abgeführt und außerdem dem Landesverband einen Betrag als Spende überwieſen, der einem deutſchen Bauerndorf in der Dobrudſcha einen deutſchen Lehrer ermöglicht, während ohne dies die dortigen Kinder jeden planmäßigen Unterricht in der Mutterſprache entbehren müßten. Zu Gunſten der Betreuungsarbeit der Schulgruppe des Rg. des Vereins für das Deutſchtum im Ausland fand in unſerm Feſtſaal am 16. Januar 1927 eine ſehr beachtliche und gut be— ſuchte Kammermuſikdarbietung ſtatt. Mitwirkende waren: Herr Oskar Kleinberg, Violine; Herr Dr. Dexheimer, Cello; Herr Aſſeſſor Henk, Viola; Frau Henk, Klavier.
Vortragsfolge: 1. F. J. Haydn, Trio in G⸗Dur für Klavier, Violine und Cello Andante— Cantabile— Presto 2. W. A. Mozart, Quartett in G⸗Moll für Klavier, Violine, Viola und Cello Allegro— Andante— Allegro
3. F. Mendelsſohn, Quartett in C-moll für Klavier, Violine, Viola und Cello Allegro molto— Adagio— Presto— Allegro modorato
Als Zeichen der Anerkennung für ihre erſprießliche Arbeit wurde der Schülergruppe vom Geſamt— verein zu Weihnachten 1926 die Ehrenplakette verliehen und gelegentlich einer kleinen Feier von Herrn Staatsrat Block überreicht. Mit großem Stolz wird ſie neben dem Wimpel bei der diesjährigen Pfingſt— haupttagung in Goslar gezeigt werden. Pfingſten 1926 war eine Gruppe von 35 Schülern unter Führung der Herren Prof. Huͤthwohl, Studienrat Dr. Scheuring und Oberreallehrer Weide Zeuge der eindrucks— vollen deutſchen Kundgebung in Hirſchberg i. Schl. Anſchließende Wanderungen führten Lehrer und Schüler an die große Bobertalſperre und ins Rieſengebirge mit ſeinen herben Schönheiten bis hinauf zur Schnee⸗ koppe. Auf der Rückreiſe ermöglichte ein 1½ tägiger Aufenthalt in Dresden den Beſuch der dortigen Kunſtſammlungen und der Gartenbau-Ausſtellung; auch ein Abſtecher nach dem Gebiet der Baſtei in der Sächſiſchen Schweiz ließ ſich noch einſchieben. Höchſt befriedigt von all dem Schönen, was ſie geſehen und erlebt hatten, kehrten die Hirſchbergfahrer nach 8tägiger Abweſenheit wohlbehalten und in gehobener Stimmung heim.
Die von der Techniſchen Hochſchule für Schüler und Schulerinnen der hieſigen Schulen mit ihren Angehörigen in der Zeit vom 6.—20. Dezember 1926 veranſtalteten„Berufskundlichen Vorträge“ wurden auch von unſeren Schuͤlern eifrig beſucht.
Im Schuljahr 1926/27 haben wir den Tod von 2 braven Schülern zu beklagen:„Am 16. Januar 1927 ſtarb leider infolge einer Lungenentzündung der Schüler der Sexta 1 Karl Schwarz. Die Be⸗ erdigung fand am 19. Januar auf dem Waldfriedhof ſtatt. Der Direktor, die in der VI4 unterrichten⸗ den Lehrer und die geſamte VI4, ſowie eine Klaſſe der Ballonſchule, der der Verſtorbene bis Oſtern 1926 angehört hatte, mit ihrem Lehrer nahmen an der Feier teil, die durch Harmoniumſpiel des Oberreallehrers Weide und den Cellovortrag des Primaners unſrer Anſtalt Andrä verſchönert wurde. Am Grabe legte der Klaſſenführer Dr. Medert im Namen des Lehrkörpers des Realgymnaſiums und der Mitſchüler des Verſtorbenen einen Kranz nieder. Dabei brachte er zum Ausdruck, daß die Lehrer des Verſtorbenen in ihm einen ſelten braven, fleißigen, gewiſſenhaften und ſehr begabten Schüler verlieren, den Beſten ſeiner Klaſſe, einen lieben Jungen, der ſeinem Elternhaus und ſeiner Schule Ehre gemacht hat. Die Schuüͤler verlieren ein treffliches Vorbild, einen ſtets fröhlichen, verträglichen und hilfsbereiten Kameraden und Freund, den alle ohne Ausnahme gern hatten.“
„Am 20. Februar 1927 verſtarb nach kurzer, ſchwerer Erkrankung unſer lieber Schüler Karl Bitſch von der Oberſekunda J. Lehrer und Mitſchuͤler liebten ihn wegen ſeines reinen Gemütes, ſeiner treuen und anhänglichen Seele, ſeines gediegenen Charakters, ſeiner aufrichtigen Geſinnung und wegen ſeines verſöhnlich-gütigen Einfluſſes auf ſeine Kameraden. Er bleibt uns unvergeſſen. Sein Klaſſenführer Dr. Liſtmann widmete ihm an ſeinem Grabe einen warmen Nachruf und legte im Namen des Lehr— körpers und ſeiner Mitſchuͤler einen Kranz nieder. Ein Cellovortrag mit Harmoniumbegleitung verſchönte die Feier.“
8. Geſundheitspflege. Morgenſpaziergänge fanden an folgenden Tagen ſtatt: 21. Mai 1926, 20. September 1926, 26. Januar 1927 und 22. März 1927. Von einzelnen Klaſſen wurden an dieſen oder anderen Tagen Tagesausflüge oder mehrtägige Ausflüge gemacht: Ia1 Kammerforſt— Niederwald(Dingeldep), Ia?2 Frank⸗


