Die Zinſen der Stiftung ſollen alljährlich einem Abiturienten der Anſtalt zuerkannt werden, der ſich durch beſonders gute Leiſtungen und ſelbſtändiges Streben in der Mathematik oder den naturwiſſen— ſchaftlichen Unterrichtsfächern hervoͤrgetan hat.
Auch hier erfolgte die erſte Vergebung an Oſtern 1927(ſ. III. S. 6).
7. Schüler.
Die Schlagballwettkämpfe um den vom Heſſiſchen Oberlehrer-Verein geſtifteten Preis wurden unter den höheren Knabenſchulen Darmſtadts in dieſem Sommer zum erſten Mal ausgefochten.
An den Reichsjugendwettkämpfen waren faſt alle Schüler— 468— der in Betracht kommenden Klaſſen IIIb— la beteiligt; die Kämpfe wurden am 7. September 1926 in unſerer Turnhalle und am 8. Sep⸗ tember 1926 auf dem Sportplatz der Techn. Hochſchule ausgefochten. Es erhielten die 3 erſten Preiſe in der Oberſtufe Strunk Ib4, Werner la4, Ruf Ia3,(bei 43 Siegern), in der Mittelſtufe Heck IIa?2, Grünig IIb5, Trietſch IIa2(bei 56 Siegern), in der Unterſtufe(Sechskampf) Daudiſtel IIIb4, Schüßler IIIb4, Schnitzer IIIa 1,(bei 27 Siegern), in der Unterſtufe(Fünfkampf) Hertel IIIb4, Roſenau IIIb 5, Weid⸗ mann IIIa4(bei 41 Siegern).
In den Schul-Schwimmwettkämpfen am 24. November 1926 ſiegten wir in der Gruppe I (Schüler über 14 Jahren, 10 50 m Staffel beliebig) in 5 Min. 38 Sek. zum dritten Male und wurden damit Beſitzer der von der deutſchen Lebensrettungs-Geſellſchaft geſtifteten Plakette. Schwimmer waren: Katz Ia1, Leyerzapf Ia4, Brandis, Hanſt Ib2, Muüller, Sonnthal IIa 1, Betke IIa2, Förſter IIb1, Schwarz, Schneider II IIIa2.(Alle Sieger, außer Betke und Schwarz, ſchwammen auch bei der Siegergruppe 1925 mit. Damals war die Zeit 6 Min. 39 Sek.)— In der II. Gruppe kamen wir unter 8 Bewerbern an 3. Stelle.
Unſere Schülerbücherei erfreut ſich dauernd eines regen Zuſpruchs. Mehr als 350 Schüler zählen zu den regelmäßigen Benutzern. Leider iſt es nicht möglich, die vielen Wünſche nach belehrendem und unterhaltendem Leſeſtoff zu erfüllen, da unſere Beſtände in den Notjahren nicht ergänzt werden konnten und die Schule auch heute nicht genügend Mittel zu einer durchgreifenden und zeitgemäßen Erneuerung bereit ſtellen kann.
Schon manches Elternhaus ließ uns eine Bücherſpende zukommen aus Erkenntlichkeit, daß wir den Leſehunger der Jugend in ungefährlicher Weiſe befriedigen, und umgekehrt hörten wir ſchon öfters bei verſpäteter Rückgabe die Entſchuldigung, daß Vater oder Mutter mit dem Bibliotheksbuch nicht früher „fertig“ waren.
Wir hoffen deshalb, keine Fehlbitte zu tun, wenn wir erneut um Zuwendung geeigneter Bücher erſuchen. Auch erwägen wir es, durch einen kleinen halbjährigen Beitrag uns weitere Mittel zu ver— ſchaffen, und auch ſolchen Spenden ſehen wir dankbar entgegen— zum Beſten unſerer Jungen.
Der Schülerleſeverein wurde im Jahre 1919 von Schülern der Anſtalt gegründet. Die Schüler der Klaſſen IIb— Ia können Mitglieder werden. Gegen Entrichtung eines monatlichen Beitrags von 10 Pfennigen kann jedes Mitglied ſich ein Buch auf 3 Wochen entleihen. Die Bücherei umfaßt etwa 440 Bände. Die Verwaltung für 1926/27 lag in den Händen von Schreiber Ia2 und Hubmann Ib41, Beitrittserklärungen an dieſen. Als Berater des Vereins wirkt Stud.⸗R. Dr. Gombert.
Die Schüler der VI4 hatten für das Niebergalldenkmal 8 Mk. geſammelt: zum Dank erhielten ſie von Herrn Robert Schneider ein Gedicht in Darmſtädter Mundart.
Die Schüler erwarben Loſe für die Künſtlerbeihilfe, zur Krüppelfürſorge, kauften Wohlfahrtsbrief— marken; ſie beteiligten ſich auch am Vertrieb.
Eine„Ehrenurkunde widmete der Reichsausſchuß für die Zeppelin-Eckener-Spende des deutſchen Volkes dem Realgymnaſium zu Darmſtadt zum Zeichen des Dankes und der Anerkennung für die erfolg— reiche Mitarbeit am Gelingen des großen Werkes der deutſchen Volksgemeinſchaft“ am 12. April 1926.
Von der Schülermiete des Landestheaters machten 148 Schüler(Klaſſen Ia— IIIa) Gebrauch. Die Generaldirektion ſtellte außerdem für jede Vorſtellung der Schuͤlermiete 12 Freikarten für minder— bemittelte Schüler zur Verfügung, wofür wir auch an dieſer Stelle unſeren beſten Dank ausſprechen. Bis jetzt wurden folgende Vorſtellungen der Schülermiete zugeteilt:„König für einen Tag“, der„Troubadour“, die„Weiße Dame“, die„Entführung aus dem Serail“,„Hänſel und Gretel“ und die„Puppenfee“;„Die Märchen der Königin von Navarra“,„Macbeth“,„Iphigenie“. Von der Schülermiete 1925/26 fielen in dieſes Schuljahr noch„Der Waffenſchmied“,„Die Zauberflöte“ und„Die deutſchen Kleinſtädter“.
Die Schulgruppe des Vereins für das Deutſchtum im Ausland(V. D. A.) an unſerer Anſtalt zeigte ſich auch im Schuljahr 26/27 recht rührig. Die Kunde vom Grenz- und Auslanddeutſchtum hat im Lehrplan ja einen gebührenden Platz gefunden, und in jeder Klaſſe widmet ein Lehrer dieſem Gebiet ſeine beſondere Aufmerkſamkeit. Darüber hinaus erörtern die Schulgruppenmitglieder in zwangloſen Zuſammen⸗


