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(Namen.)(Geburtsort.)(Erwählter Beruf.) 19) Hugo Lamberts. München⸗Gladbach. Mediein. 20) Johannes Leun. Luh⸗Mühle bei Groß⸗Linden. Medicin. 21) Wilhelm Prätorius. Wiesbaden. Medicin. 22) Otto Schüler. Götzenhain. Theologie. 23) Karl Schulz. Kdemel. Forſtwiſſenſchaft. 24) Adolf Ullmann. Hahn. Medicin. 25) Karl Wagener. Wildungen. Iurispeubena und Cameralwiſſen⸗ aften. 26) Wilhelm Wagener. Wildungen. Jurisprudenz. 27) Karl Wander. Oſthofen. Mathematiku. Naturwiſſenſchaften. 28) Heinrich Wehn. Groß⸗Bieberau. Jurisprudenz. 29) Ludwig Wendel. Fulda. Theologie.
Die mündliche Prüfung der Genannten ward unter dem Vorſitze des Großherzoglichen Re⸗ gierungs⸗Commiſſärs, Herrn Oberſchulraths Becker, am 25. und 26. März 1878 abgehalten.
Während des Schuljahrs 1878/79 traten 15 Schüler aus, 2 aus der Unter⸗Prima, 2 aus der Ober⸗Sekunda, 3 aus der Unter⸗Sekunda, 1 aus der Ober⸗Tertia, 1 aus der Unter⸗ Tertia, 2 aus der Quarta und 4 aus der Sexta. Von den 2 Schülern, welche die Unter⸗ Prima verließen, erhielt einer das consilium abeundi; der andere ging auf das Großherzogliche Gym⸗ naſium zu Darmſtadt über. Von den übrigen abgegangenen Zöglingen wollten ſich 2 der Landwirth⸗ ſchaft, 1 dem Poſtfache, 1 dem Studium des Eiſenhüttenweſens und des Bergbau's widmen, 1 das Progymnaſium zu Laubach, 1 das Großherzogliche Gymnaſium zu Gießen, 2 eine Studien⸗Anſtalt zu München, 1 das Schullehrer⸗Seminar zu Schlüchtern, 1 eine Privat⸗Lehr⸗ anſtalt und 3 eine Elementarſchule beſuchen.
4. Chronik der Anſtalt.
Das Schuljahr 1878/79 hat viele Veränderungen im Lehrer⸗Kollegium gebracht. Beim Beginne des⸗ ſelben, am 29. April 1878, verſchied Profeſſor Dr. Franz Blümer, geboren den 20. November 1817 zu Mainz, nach 28tägigem Krankenlager an einem Nervenfieber. Sämmtliche Lehrer und ſämmtliche Schüler des Gymnaſiums, ſowie viele Bekannten und Freunde des Entſchlafenen geleiteten am 2. Mai die ſterbliche Hülle des Verblichenen zur letzten Ruheſtätte. Herr Dekan Thylmann, einer der ver⸗ trauteſten und treueſten Freunde des Heimgegangenen, hielt die Leichenrede und hob gebührend Blümmer's geiſtige Vorzüge und fruchtbare Thätigkeit hervor. Von Herbſt 1856 bis zum April 1878, alſo über 21 Jahre hat der Verſtorbene dem hieſigen Gymnaſium mit Eifer und Treue gedient. Möge dem Entſchlaf⸗ nen die Erde leicht ſein, und mögen ihm ſeine zahlreichen Schüler ſtets ein libevolles, dankbares An⸗ denken widmen!.
Die Verwaltung der Stelle des erkrankten und dann dahingeſchiednen Profeſſors Dr. Blümme übertrug Großherzogliches Miniſterium des Innern durch hohe Verfügung vom 23. April 1879 dem Gymnaſial⸗ und Realſchullehramts⸗Aſpiranten Karl Kemmer aus Alsfeld. Dieſer ward am 6. Mai von dem Unterzeichneten in den Dienſt eingewieſen.
Unterm 23. September 1878 enthob Großherzogliches Miniſterium des Innern die Gymnaſiallehrer Dr. Hermann Borhauer und Dr. Karl Kemmer ihrer Funktionen am hieſigen Gymnaſium und betraute jeden der Genannten mit der proviſoriſchen Verwaltung einer Lehrerſtelle an der Großher⸗ zoglichen Realſchule zu Darmſtadt. Dem Dr. Hermann Borhauer wurden ſeine Rechte als definitiv angeſtellter Lehrer gewahrt.
Für die nach Darmſtadt verſetzten Lehrer traten am 7. Oktober folgende Herren in bas hieſige Lehrer⸗Kollegium ein:
1) Konrad Laſerre, der bis zum 1. Oktober 1878 eine Lehrerſtelle an der Großherzoglichen
Realſchule zu Groß⸗Umſtadt bekleidete, und
2) Dr. Karl Hoffmann, der bis zum 1. Oktober 1878 an dem Großherzoglichen Gymnaſium zu Gießen wirkte.


