Jahrgang 
1928
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Die Schulbesuchsversicherung. die wir mit der Nassauischen Landesver- vr leeeli gsbank in Wiesbaden abgeschlossen haben. hat sich gut bewährt. In 2 Fällen wurden den Eltern die Kosten für ärztliche Behandlung und für Heil- und Arzneimittel ersetzt. Ein dritter Fall schwebt noch, dürfte aber auch in befriedigender Weise geregelt werden. Es sei noch betont, daß die Versicherungsgesellschaft nur die Nosten trägt. die nicht von einer Krankenkasse gedeckt werden. Wenn also ein Schüler, dessen Eltern einer Krankenkasse an- gehören, einen Unfall in der Schule oder auf den Schulxw eg erleidet, müssen die Eltern zunächst gie Krankenkasse um Bezahlung des Heilverfahrens angehen. Der nicht von der Kranken- kasse vergütete Teil der Auslagen wird von der Landesversicher ungsbank zurückerstattet. Wer keiner Krankenkasse angehört, bekommt alle Kosten voll ersetzt. Die Versicherungsgebühr beträgt für jeden Schiiler RM. 0.70. Inhaber von Freistellen können von der Zahlung befreit werden. Die Beträge werden nach Beginn des neuen Schuljahres in der Schule eingezogen.

6. Die innere Ausstattung unserer Schule hat in dem abgelaufenen Jahr erfreuliche Fortschritte gemacht. Die Beleuchtung mit neuzeitlichen elektrischen Lichtkörpern ist jetzt in fast allen Klassen durchgeführt. Es bjeiben noch die Klassen VI und V und diie Unterrichtsräume für Physik. C hemie undj Biologie übrig. die in den nächsten Jahren eben- falls mit einer neuen Lichtanlage versehen werden sollen. Dank einer Sonderbewilligung der Stadtverordneten konnte endlich im Winter die innere Einrichtung des Biologiesaals fertiggestellt werden. Aus laufenden Mitteln erwarben wir ein E pidiaskop(Ilensoldt). dessen Fehlen sich beim Unterricht in den verschiedensten Gebieten recht fühlbar gemacht hatte. Das physikalische Kabinett wurde durch eine größtere Anzahl Apparate für Schiilerübungen be- reichert.

Fräulein Gerda Lindholm aus Vasa, die uns durch ein Schreiben der Finnländi- Schen Oberbehörde des Schulwesens empfohlen war. besuchte am 2. und 5. Juni mit Geneh- migung des Plessischen Landesamts den eichenunterricht der Herren Waldt und Benner: auch nahm sie an dem Zeichnen der Oberprima in der freien Natur teil und lernte in längerer Aussprache mit den Ierren Zeichenlehrern die bei uns angewandten Lehrmethoden des Knn unterrichts kennen.

Der Hessische Philologenverein hat die Absicht. Ostern 1920 seine Haupt- versammlung in Bad-Nau rheim abzuhalten. Wir begrüſten das Vorhaben und versichern dem Vorstand schon jetzt. daft die hiesige Ortsgruppe des Vereins gern die vorbe- reitenden Arbeiten übernehmen und alles tun wird. um die Tagung kür alle Feilnehmer an- genehm und ersprießlich zu gestalten.

VI. Mitteilungen an die Eltern.

Das neue Schuljahr beginnt am Montag, den 25. April 1028 mit den Aufnahme- ea nheu um 8.50 Uhr, der Unterricht am Dienstag. den 24. April um 7.50 Uhr. Anmel-

dungen werden noch bis zum Anfang des neuen Schuljahres entgegengenommen. 2. Das Schulgeld beträgt:

jährlich monatlich

a) voller Sat⸗z RM. 210. RM. 17.50 b) Ermäſtigung bei gleichzeitiger Schulausbildung von 2 und mehr Geschwistern: bei 2(kes-rwistern RM. 174. RM. 14.50 13 RM. 138. RM. 11.50

4 RM. 108. RM. 9. 21 RM. 78. RM. 6.50

6 und mehr Geschwistern RM. 48. RM. 4.

Die Ermäſtigung tritt auch ein, wenn sich Geschwister in verschiedenen höheren Schulen, in der Volksschule(ausschlieftlich Pflichtfortbildungsschule). in Privatschulen, gewerblichen Unterrichtsanstalten, auf der Universität oder Hlochschule befinder. Geschwister. die Musik-, Handels-, Haushaltungs-, Koch- oder ähnliche Schulen besuchen, sind nur dann bei der Fest- setzung des Schulgeldes i in Betracht zu ziehen. wenn sie während des ganzen Jahres wöchent- lich mindestens 18 Stunden Unterricht erhalten. Den Eltern wird nach Beginn des neuen