Jahrgang 
1910
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Französisch(5 Stunden wöchentlich). Lehrbücher: 1. G. Plötz und O. Kares: Sprach- lehre. 2. G. Plötz, Uebungsbuch, Ausgabe A, Heft 1. 3. G. Plötz, Uebungsbuch, Ausgabe A, Heft 2, sämtlich im Verlag von F. A. Herbig, Berlin.

Lehraufgabe. a) In der Grammatik werden die Kapitel über die Wortstellung: die regelmäßige Wortstellung; das entferntere Objekt vor dem näheren Objekt; die Stellung adverbialer Bestimmungen; die Hervorhebung und Umschreibung, die Wortstellung im Fragesatze; die Um- stellung des Subjekts in anderen als Fragesätzen und die Zulässigkeit der Umstellung in anderen Fällen: Kap. IV= Sprachlehre§ 5057; ferner der Abschnitt über das Zeitwort, die Verben, die abweichend vom Deutschen ein Akkusativobjekt, die ein Dativobjekt verlangen, Verben mit doppeltem Objekt, mit verschiedenen Kasus je nach der Bedeutung, über das historische Perfekt und lmperfekt, das Perfekt, das 1. und 2. Plusquamperfekt, das Futur und lmperfekt des Futurs der Uebergang vom Gebrauch der Zeitformen zu dem der Modusformen, der Konjunktiv in Wunschsätzen, nach Verben des Wollens, der Gemütsbewegung, des Sagens und Denkens und nach unpersönlichen Ausdrücken, in Relativsätzen und nach zusammengesetzten Konjunktionen, endlich die Verkürzung der Nebensätze des Umstandes durch den Infinitiv, die Anwendung des reinen Infinitivs, des Intinitivs mit à und de, das Partizip des Präsens und das Gerundium und das Partizip des Perfekts. Kap. VIXXVII= Sprachlehre§ 5870 behandelt.

b) die Lektüre bilden ausgewählte Kapitel aus Heft 2 des Uebungsbuches.

c) Sprechübungen schließen sich an die Lektüre, Anschauungsbilder oder Vorgänge des täglichen Lebens an.

d) Klassenarbeiten: Diktate, Uebersetzung aus der Fremdsprache oder in diese werden alle 14 Tage bis 3 Wochen geschrieben. 1

Englisch(4 Stunden wöchentlich). Lehrbuch: Deutschbein, K., Praktischer Lehrgang der englischen Sprache; Ausgabe B; Verlag von Otto Schulze, Cöthen.

Lehraufgabe: a) Die Lektüre bilden L. 2648 nebst beliebiger Auswahl aus dem angehörigen Teil der II. Reihe(S. 256 291) des Lehrbuchs.

b) In der Grammatik wird die Formenlehre durch Erlernen von Infinitiv-, Imperativ- und Konjunktivformen, vom Durativ, vom Passiv, von den unregelmäßigen schwachen, halbschwachen und starken Verben, den unvollständigen Verben, vom Adverb, Präpositionen und Konjunktionen zum Abschluß gebracht.(L. 2638.) Im 4. Abschnitt des Lehrbuchs wird von der Syntax die Wortstellung, der bestimmte und der unbestimmte Artikel, die Stellung und Wiederholung des Artikels, das Geschlecht und die Zahl der Substantive, sowie der Kasuslehre, Nominativ, Akkusativ, Objektiv, sächsischer und franzöõsischer Genitiv(L. 40 48) behandelt.

c) Sprechübungen schließen sich an die Lektüre, an Anschauungsbilder oder das tägliche Leben an. Kleinere Prosaabschnitte oder Gedichte werden auswendig gelernt.

d) Klassenarbeiten: Diktate, Uebersetzungen aus dem Englischen oder ins Englische werden alle 14 Tage bis 3 Wochen geschrieben.

Geschichte(2 Stunden wöchentlich). Lehrbücher: 1. Dr. W. Martens, Leitfaden der Geschichte für die mittleren Klassen höherer Lehranstalten, II. Teil(Verlag von Manz und Lange, Hannover. 2. Müller, Geschichte von Hessen(Verlag von E. Roth, Gießen).

Lehraufgabe: Vom Ausgang des Mittelalters bis zur Zeit Friedrichs des Großen unter besonderer Berücksichtigung der hessischen Geschichte des gleichen Zeitraums.

Erdkunde(2 Stunden wöchentlich). Lehrbücher: 1. Deutsche Schulgeographie von Prof. Dr. Supan. 2. Deutscher Schulatlas von Dr. Lüddecke und Dr. H. Haack, beide im Verlag von Justus Perthes, Gotha.

Lehraufgabe: Wiederholung der Erdkunde Deutschlands und der deutschen Kolonien mit Vertiefung nach der naturwissenschaftlichen und politischen Seite. 8 1178 incl; 244 257.

Mathematik(6 Stunden wöchentlich). Lehrbücher: 1. Schmehl, Lehrbuch der Arithmetik und Algebra, I. Teil, Verlag von E. Roth. Gießen. 2. Kambly-Roeder, Planimetrie, Ausgabe B; Verlag von F. iirt, Breslau.

Lehraufgabe: 1. Arithmetik und Algebra: Proportionen; das Wichtigste über Potenzen und Wurzeln mit positiven, ganzzahligen Exponenten; Ausziehen der Quadratwurzeln; Gleichungen 1. Grades mit 1 und 2 Unbekannten. Schmehl§ 9, 10, 14 A.,§ 1820 incl. mit Auswahl.

2) Geometrie: Konstruktionsaufgaben, Oleichheit der Flächen; Proportionalität von Strecken und Aehnlichkeitssätze; regelmäßige Vielecke; Kreisberechnung; Kambly-Roeder § 101153 incl.