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d) Schriftliche Arbeiten: Alle 14 Tage wird eine Klassenarbeit, ein Diktat, eine Ueber- setzung aus dem Englischen ins Deutsche oder umgekehrt geschrieben.
Geschichte(2 Stunden wöchentlich). Lehrbücher: 1. Dr. W. Martens, Leitfaden der Geschichte, für die mittleren Klassen, II. Teil; Verlag von Manz& Lange Hannover. 2. Müller, Schulrat, Kurze Geschichte von Fessen.
Lehraufgabe: Ueberblick über die weströmische Kaisergeschichte. Das Mittelalter.— Die deutsche Geschichte steht im Vordergrund. An sie ist einerseits die hessische, andrerseits die der fremden Völker anzuschließen. Wirtschaftliche und kulturgeschichtliche Fragen und geographische Verhältnisse sollen nach Gelegenheit entsprechende Berücksichtigung erfahren.
Erdkunde(2 Stunden wöchentlich). Lehrbuch und Atlas siehe Quinta(V). Lehraufgabe: Die außereuropäischen Erdteile.— Das Kartenzeichnen wird fortgesetzt geübt; dargestellt wird Australien, Afrika, der Lauf des Nil, Südamerika und Asien in einzelnen Teilen.
Mathematik(6 Stunden wöchentlich). Lehrbücher: 1. Rechenbuch für höhere Lehr- anstalten von Dr. Schmeh!l, II. Teil; Verlag von E. Roth, Gießen. 2. Kambly-Roeder, Planimetrie, Ausgabe B; Verlag von F. Hirt, Breslau. 3. Prof. Dr. Schmehl, Arithmetik und Algebra, I. Teil; Verlag von E. Roth, Gießen.
Lehraufgabe: a) Fortgesetzte Uebung in den bürgerlichen Rechnungsarten im Sommer-— halbjahr(Schmehl, II. Teil: S 5 Zinsrechnung, 8 6 Allgemeine Prozentrechnungen, 8 7 Gewinn- und Verlustrechnung,§ 8 Rabatt- und Diskontrechnung, 8 9 Warenrechnung). b) Algebra im Winterhalbjahr: Die vier Grundrechnungsarten in allgemeinen Zahlen(Schmehl, Arithmetik und Algebra§ 1—8 incl); einige leichte Gleichungen 1. Grades mit einer Unbekannten nach 8§ 17. c) Geometrie: Kurze Wiederholung der Lehraufgabe der Quarta(Kambly-Roeder bis§ 71); Parallelogramme, Kreis, Flächenberechnung:§ 72— 89;§8 49— 58; 8 00— 100;§ 102;§ 109; § 110 und§ 111. ch Klassenarbeiten alle drei Wochen.
Naturgeschichte(2 Stunden wöchentlich). Lehrbuch siehe Sexta(VI).
Lehraufgabe: a) im Sommer: Botanik. Besprechung der wichtigsten Pflanzenfamilien der Mono- und Dikotylen; Entwickelung des Begriffs Pflanzenfamilie. Ranunculaceen, Papaveraceen, Cruciferen, Pomaceen, Prunaceen, Papilionaceen, Malvaceen, Umbelliferen, Labiaten, Solanaceen, Compositen, Liliaceen, Orchideen, Gramineen, Coniferen. b) Im Winter: Zoologie. Systematische Betrachtung der Reptilien, Lurche, Fische; von den Oliederfüßlern: Die Insekten.
Freihandzeichnen(2 Stunden wöchentlich).
Lehraufgabe: Pflanzenornament. Einführung in das Körperzeichnen.
Schreiben(1 Stunde wöchentlich). Solche Schüler, die unsauber und unleserlich schreiben, üben deutsche und lateinische Schrift in Heften mit einfachen Linien.
Handarbeiten für Mädchen(1 Stunde wöchentlich).
Lehraufgabe: Stopfen auf gestrickten Lappen. Das Zuschneiden und Anfertigen eines Kinderhemdes.
Ober-Tertia(IIla), Knaben und Mädchen.
Deutsch(3 Stunden wöchentlich). Lehrbücher: 1. Paldamus, deutsches Lesebuch für höhere Lehranstalten, VI. Teil: Obertertia-Untersekunda, herausgegeben von Dr. Winneberger (NVerlag von Diesterweg, Frankfurt a. M.) 2. Hoffmann, Karl, Deutsche Sprachlehre, Verlag von E. Roth, Gießen. 3. Regeln über die deutsche Rechtschreibung, Berlin, Weidmannsche Buch- handlung.
Lehraufgabe: a) Von Lesestücken werden aus dem Gebiet der Erzählungen und Beschreibungen Nr. 3, 12, 15, 17, der Sagen Nr. 27, 28, aus der Geschichte Nr. 30— 44, aus der Geographie 75— 85, aus der Naturgeschichte Nr. 103, 104, 106— 111 teils eingehend behanqdelt, teils kursorisch gelesen. Außerdem ist Körner, Zriny vorgesehen.
b) An Gedichten werden Nr. 138, 179, 180, 181, 191, 197, 200, 206, 222, 224, 228, 230, 233, 250 gelesen und erklärt. Nr. 114 der wilde Jäger, Nr. 115 das Schloß Boncourt, Nr. 124 der Schatzgräber, Nr. 126 der Fischer, Nr. 147 der Pilgrim vor St. Just, Nr. 154 die Teilung der Erde, Nr. 158 der Kampf mit dem Drachen, Nr. 167 Bertran de Born, Nr. 169 des Sängers Fluch, Nr. 188 die Auswanderer, Nr. 244 die Worte des Glaubens auch auswendig gelernt; ebenso aus Zriny V. 2.
c) In der Grammatik wird die Satzlehre wiederholt.
d) Schriftliche Arbeiten: 10 Aufsätze.


