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Lehramtsakzessist am Neuen Gymnasium in Darmstadt, von da ab als Leiter und erster Lehrer an der Höheren Bürgerschule zu Schlitz provisorisch verwendet. Am 1. Oktober 1904 wurde er zum Lehramtsassessor ernannt.
Durch Ministerialverfügung vom 13. April 1905 wurde dem provisorischen Lehrer Jakob Fuldner an dem Oster-Gymnasium zu Mainz die Verwaltung einer Lehrerstelle an der Höheren Bürgerschule zu Bad-Nauheim mit Wirkung vom 1. Mai 1905 übertragen.
Jakob Fuldner, geboren am 27. August 1876 zu Ober-Flörsheim in Rheinhessen, katholisch, besuchte zuerst die Volksschule seines Geburtsortes, dann das Gymnasium zu Bens- heim und wurde im Frühjahr 1896 mit dem Zeugnis der Reife entlassen. Hierauf war er 4 ½ Jahre im Volksschuldienst tätig. Von Frühjahr 1901 ab besuchte er die Universitäten Strassburg und Giessen und bestand hier im Juli 1904 das Staatsexamen für das höhere Lehrfach in den Fächern: Reine Mathematik, angewandte Mathematik und Physik. Von Oktober 1904 bis Mai 1905 war er als provisorischer Lehrer an dem Oster-Gymnasium in Mainz tätig. Im Oktober 1905 wurde er zum Lehramtsassessor befördert.
Durch Ministerialverfügung vom 25. April 1905 wurde dem an der Volksschule zu Ober-Ofleiden definitiv angestellten Lehrer Friedrich Walther unter Beibehaltung seiner de- finitiven Rechte die provisorische Verwaltung einer Lehrerstelle an der Höheren Bürger- schule zu Bad-Nauheim mit Wirkung vom 1. Mai 1905 übertragen.
Friedrich Walther, ev., wurde am 1. April 1874 zu Schwarz im Kreise Alsfeld ge- boren. Nachdem er das Seminar zu Friedberg von Ostern 1891—93 besucht hatte, wurde ihm die Verwaltung einer Lehrerstelle an der 2klassigen Volksschule zu Ober-Ofleiden über- tragen. Seine definitive Anstellung an der Oberklasse dieser Schule erfolgte im Jahre 1898. Gleichzeitig wurde er mit der Erteilung mehrerer Unterrichtsfächer an der von der Frei- frau von Schenk gegründeten und geleiteten wirtschaftlichen Frauenschule zu Nieder- Ofleiden betraut.
Durch Ministerialverfügung vom 13. April 1905 wurde der Vorsteherin Mathilde Lorenz an der„Höheren Privatschule für Mädchen“ zu Bad-Nauheim die provisorische Verwaltung einer Lehrstelle an der Höheren Bürgerschule daselbst mit Wirkung vom 1. Mai 1905 übertragen.
Mathilde Lorenz, geboren am 28. Januar 1871, evangelischer Konfession, be- suchte das Kirschbaumsche Institut zu Darmstadt, die Victoriaschule und das Lehrerinnen- seminar daselbst und unterzog sich am 29. Februar 1892 der Prüfung, welche die Befähigung zur Anstellung als Lehrerin des höheren Lehrfachs an höheren Mädchenschulen verleiht. Zwecks weiterer Ausbildung in der französischen Sprache begab sie sich ein Jahr nach Vilvorde/Bruxelles in das Institut„Les Peupliers“, nahm dann die Stelle einer Hauslehrerin bei der Familie Weber auf Mönchhof-Raunheim an und verliess dieselbe, um 1900 an dem Institut Klotz zu Bad-Nauheim tätig zu sein. Mit Genehmigung der Grossherzoglichen Kreis- schulkommission übernahm sie Ostern 1901 die„Höhere Privatschule für Mädchen“ daselbst, die sie auch als Vorsteherin leitete.
Durch Ministerialverfügung vom 13. April 1905 wurde der Lehrerin Christel Wissig an der„Höheren Privatschule für Mädchen“ zu Bad-Nauheim die provisorische Verwaltung einer Lehrerstelle an der Höheren Bürgerschule daselbst mit Wirkung vom 1. Mai 1905 übertragen.
Christel Wissig, geboren am 27. Oktober 1883 zu Wenings im Vogelsberg, evangelisch, besuchte seit Ostern 1890 nacheinander die Volksschulen zu Rodheim v. d. Höhe und Lampertheim, dann die höheren Mädchenschulen von Fräulein Münch und Frau Dr. Klotz zu Bad-Nauheim. Von Ostern 1899— 1902 bereitete sie sich auf dem Lehrerinnenseminar zu Darmstadt vor und unterzog sich am 2. Februar 1902 und den folgenden Tagen der Prüfung der Anwärterinnen für das höhere Lehrfach und bestand dieselbe. Darauf unter- richtete sie in einzelnen Fächern an der„Höheren Privatschule für Mädchen“ von Fräulein Lorenz in Bad-Nauheim. Von Ostern 1903— 05 bekleidete sie die Stelle einer Lehrerin der Unterklassen an derselben Schule.
Für die äussere Lage der an die Anstalt berufenen Lehrkräfte waren zufolge der Opferwilligkeit, mit der Kuratorium und Stadtvorstand auf die diesbezüglichen Anträge des Herrn Bürgermeister Dr. Kayser eingingen, eine Reihe von Beschlüssen gefasst worden, für die es gestattet sein mag, an dieser Stelle namens des Kollegiums öffentlich Zeugnis abzu- legen und aufrichtigen Dank abzustatten.


