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dienst von der Militärbehörde anerkannt worden war, wieder die Direktionsgeschäfte und 13 Stunden Unterricht, wodurch die beiden Quinten, die seit den Sommerferien vereinigt waren, wieder getrennt und die seither ausgefallenen Turn- und Schreibstunden teilweise wieder gehalten werden konnten.
Von den Sommerferien bis Ende Oktober erlitt unser Uhnterrichtsbetrieb unter den wechselnden Verhältnissen bei Lehrern und Schülern vielfach Störungen, während von Anfang November ab eine grössere Stetigkeit eintrat, sodass die wissenschaftlichen Stunden planmässig gehalten werden konnten und nur technische Stunden zum Teil ausfallen mussten.
Von unseren Schülern wurden zu Beginn des Krieges verschiedene auf längere Zeit zu Ernte- und Heibstarbeiten nach Hause beurlaubt. Andere leisteten bei der Ver- tlegung der Truppen und als Radfahrer bei der Zentrale für Kriegshilfe, bei der auch die Herren Partenheimer: Schorlemmer, Storck, Bumann und Böhner tätig waren, gute Dienste. Ebenso beteiligten sich unsere Schüler fleissig beim Ernten des Obstes und Ein- sammeln von Gefässen zu dessen Aufbewahrung. An der militärischen Vorbereitung der Jugend, der sich von unserer Schule Herr Böhner in dankenswerter Weise widmet, nehmen alle Schüler über 16 Jahren teil, entweder in der Jugendwelır ihres Heimatortes oder der von Alzey. Ausgenommen sind nur die Schüler, welche mit Beginn des neuen Schuljahres in das Seminar in Alzey eintreten und durch die Vorbereitung für die Auf- nahmeprüfung zu sehr in Anspruch genommen sind. Diese werden aber alsbald nach ihrem Eintritt in das Seminar an den Uebungen seiner Jugendwehr teilnehmen. Die militärische Vorbereitung der Jugend hat in Alzey neben Herrn Böhner Herr Ge- richtsvollzieher Schulz übernommen, dem für seine erspriessliche Tätigkeit auch an dieser Stelle herzlichst gedankt sei.
Am 7. März 1915 fiel in der Champagne unser lieber, unvergesslicher Amtsgenosse Herr Lehramtsassesor Friedr. Schuckmann, Leutnant der Res. im Bayer. Landw.-Int.-Regt. Nr. 2, Inhaber des Eisernen Kreuzes und des Bayerisch. Verdienstordens mit Schwertern. Tief erschüttert betrauern wir mit unseren Schülern den Verlust dieses trefflichen Mannes, der durch sein reiches Wissen und seine künstlerische Begabung, durch echte Bildung des Geistes und Herzens, durch seine ausgezeichnete Lehrgabe und durch die wohltuende Frische und Freundlichkeit seines Wesens unser aller Liebe und Verehrung genossen hat und zu den schönsten Hoffnungen berechtigte. Die Erinnerung an sein segensreiches Wirken und an seinen Heldentod wird uns heilig sein.
6. Schulfeiern. Aus Anlass unserer Siege wurde der Unterricht naclı einer kurzen
entsprechenden Schulfeier ausgesetzt am: 22. und 31. August, am 1., 2, und 3. September und am 17. Februar.
Bei der Feier des Geburtstages Sr. Königl. Hoheit des Grossherzogs sprach Herr Assessor Dr. Levy über die Pflege der Musik am Hofe unseres ersten Grossherzogs. Den Geburtstag S. M. des Kaisers feierten wir am Nachmittag des 26. Januar, wobei der Direktor die Festrede hielt und darin entwickelte, welche ernsten Pflichten im Kriege 1914/15 die nicht im Felde Stehenden dem Vaterlande gegenüber zu erfüllen haben. Die von melıreren
ren vorgetragenen Gedichte gaben einen Einblick in die durch den Krieg entstandene ichtung,
Frau August Römer Witwe, welche uns bei den verschiedenen Schulfeiern die Stühle des Saalbaues unentgeltlich zur Verfügung stellte, sagen wir auch hier für ihr liebenswürdiges Entgegenkommen besten Dank.
Am 27. März wird eine Bismarkfeier stattfinden, bei der Herr Assessor Emme|
über„Was haben wir von Bismarck gelernt, um uns am Öffentlichen Leben zu beteiligen“ sprechen wird.
7. Geschenke. Auch in diesem Jahre wurde unsere Schule mit wertvollen Ge- schenken bedacht, wofür wir allen Gebern herzlichst danken.
8. Prüfungen. Am 12. August fand unter der Leitung des stellvertretenden Direk- iors Herrn Professor Partenheimer eine Notprüfung statt, der sich die Obersekundaner


