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Hoffnung auf weiteres Wachsen, Blühen und Gedeihen der Anstalt und mit einem Hoch auf Se. Königl. Hoheit den Grossherzog und die Stadt Alzey. Ein gemeinsames Schlusslied„Stimmt an mit hellem, hohen Klang“ beendete die würdige Feier.
Eine eingehende Beschreibung des Neubaues und seiner inneren Einrichtung wird erst im Jahresbericht unserer Schule erscheinen, wenn er vollständig ausgebaut ist, und alle anderen noch in Aussicht genommenen Bauten ausgeführt sind.
Am 18. Mai beehrten die Herren Staatsrat Süffert, Geh. Oberschulrat Nodnagel, Geh. Oberschulrat Block und Geh. Oberbaurat Klingelhöfer unsere Schule mit ihrem Besuche und besichtigten eingehend ihr neues Heim, das in allen Teilen ihren vollen Bei- fall fand. Herr Geh. Oberschulrat Nodnagel wohnte vorher dem Unterricht in melıreren Klassen bei. Unter dem Vorsitz des Herrn Staatsrats Süffert fand dann aufdem Amtszim- mer des Direktors wegen Schaffung von Räumlichkeiten für die höhere Mädchenschule eine Sitzung statt, an der ausser den oben genannten Herren noch die Herren Rektor Balser, Beigeordneter Gärtner, Stadtbaumeister Schmitt sowie der Unterzeichnete teilnahmen, und in der nach eingehender Erörterung aller in Betracht kommender Lösungsmöglichkeiten folgende Vorschläge gut geheissen wurden: Der Realschulneubau ist so auszubauen, dass darin die Realschule, das Progymnasium und die Vorschule vollständig untergebracht werden können. In das dadurch freiwerdende alte Realschulgebäude wird die Töchterschule verlegt, deren Bun und Chemie-Unterricht in den neuen Lehrräumen der Realschule stattfindet. Der alte Realschulhof steht auch weiterhin der Realschule für den Turnunter- richt und an bestimmten Nachmittagen auch zum Spielen zur Verfügung. Das ehemalige Kreisamtsgebäude wird zu Wohnungen für den Direktor und den Schuldiener der Real- schule umgebaut. Die Stadt Alzey wird gebeten, die Beschlussfassung über diese Vor- schläge und ihre Ausführung in Anbetracht ihrer Dringlichkeit möglichst zu beschleunigen. Leider sind durch den Ausbruch des Krieges, das lange Kranksein des Herrn Stadtbau- meisters Schmitt und sein allzu frühes Ableben, das auch für unsere Schule einen grossen Verlust bedeutet, die Vorarbeiten hierzu kaum über die ersten Anfänge hinaus gekommen und müssen jetzt mit Rücksicht auf die grossen Opfer, die der Krieg unserer Heimatstadt auferlegt, bis auf weiteres ruhen.
Aus Anlass der Einweihung unseres Neubaues und der oben erwähnten Be- sichtigung wurde Herrn Stadtbaumeister Schmitt von der Grossh. Regierung in einem Schreiben für die sachgemässe und tadellose Ausführung unseres Schulhauses und der auf Kosten des Staates hergestellten inneren Einrichtung ihr Dank und ihre beson- dere Anerkennung ausgesprochen. Diesen ehrenden Worten schliessen wir uns voll und ganz an und werden dem trefflichen Manne ein treues Andenken bewahren.
4. Schülerausflüge, Bewegungsspiele und Besichtigungen. Unseren Tagesausflug machten wir am 20. Mai. Wie im Vorjahre beteiligte sich auch in diesem Jahre ein Teil unserer Schüler an den von der Ortsgruppe Alzey des„Wandervogels“ veranstalteten Wanderungen. Die Bewegungsspiele: Faustball, Fussball, Tambourin und Schlagball wurden bis zum Kriegsausbruche eifrig gepflegt. Ebenso wurden bis zu den Sommer- ferien Versuche mit den Schulfreiübungen an den Unterrichtsstunden verschiedener Klassen gemacht, die aber dann infolge des rieges und der damit zusammenhängenden Aende- rungen in unserem Schulbetriebe aufgegeben werden mussten. Die in den lehrplanmäs- Ben Turnstunden erlernten Spiele wurden in den freiwilligen Spielnachmittagen in unserem schönen geräumigen Schulhofe mit grossem Interesse weiter geübt. Die Sn een sind nieht von der Schule eingerichtet, beschränken sich nicht auf einzelne Klassen, sondern umfassen in der Spielfertigkeit auf ziemlich gleicher Stufe stehende Spielgenossen verschiedener Klassen. Schülervereine, welche Leibesübungen treiben, bestehen zurzeit an unserer Anstalt nicht. Das Schwimmen erlernen unsere Schüler bei dem Schwimmverein „Neptun“ in Alzey Der Turnverein AT hat in dankenswerter Weise in diesem Schul- jahre für unsere Schüler zwei besondere urnstunden eingerichtet, an denen 43 Schüler der Klassen IIb—VI teilnahmen. Leider mussten auch diese Stunden infolge der Einberu- fung der Turnleiter, der Herren Seitz und Berghof, zur Fahne aufgegeben werden. Ebenso war es nicht möglich, im Berichtsjahre ein Schauturnen, ein Spielfest oder ein Wetturnen
zu veranstalten.


