1923 zu Ende ging und die hauseigentümerin eine éoldmiete in ſchwindelnder föhe verlangte. Da riefen wir in der höchſten Hot die Eltern zu hilfe, indem wir zuerſt mit einem kleineren Kreis die Lage beſprachen und dann alle ꝛu einer Eltern⸗ verſammlung luden, um zu beraten, was geſchehen ſolle. Sehr viele kamen und erklärten einmütig, auf die Dorteile, die das hHeim ihren Kindern biete, nicht mehr verzichten zu wollen. Die meiſten ver⸗ pflichteten ſich dann zu regelmäßigen Monats⸗ beiträgen in einer be⸗ ſtimmten höhe nach Goldwährung, denn nur ſo war es möglich, die verlangte(in den Derhandlungen aller⸗ dings weſentlich herab⸗ geſetzte) 6oldmiete zu übernehmen. Dank der Opferwilligkeit der El⸗ tern, deren Dertreter wir ſeitdem in wich⸗ tigen Landheimfragen ſtets zu Rate ziehen, beſſerte ſich nun die Lage wieder von lag zu lag. Freilich war die ſofortige nlage der täglich eingehenden éelder ſchwierig und ſehr mühevoll, doch bald traten ſeit Einfüh⸗ rung der Rentenmark auch da wieder geord⸗ nete Zuſtände ein.
Die damals eingeführten Monatsbeiträge haben ſich ſeitdem bewährt und werden von den meiſten Schülerinnen regelmäßig abgeliefert. Ihre höhe iſt in das Belieben der Eltern geſtellt und ſehr verſchieden(25 pfg. bis 2 HHark). Es kommt uns auch weniger auf die Hhöhe als auf die Regel⸗ mäfjigkeit der Beiträge an. Sie werden von den Klaſſenführern oder beſtimmten Schülerinnen ein⸗ geſammelt und weitergeleitet. Wer keine Monats⸗ beiträge entrichtet, muß ebenſo wie 6äſte eine 6ebühr für den Landheimaufenthalt bezahlen, die 4 IIk. für die Woche beträgt, bedürftigen Schüle⸗ rinnen aber erlaſſen wird. Weitere Einnahmen bilden freiwillige Spenden und der Erlös aus dem Derkauf von Poſtkarten mit einer Unſicht des heims.
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ferr Staatsrat Blodk bel der F Ia Im Landhelm.
Rlle dieſe 6elder fließen in die Landheimkaſſe, die der borſitzende des Husſchuſſes verwaltet.
HRus der Landheimkaſſe werden die Hleuan⸗ ſchaffungen bezahlt und die laufenden Husgaben beſtritten, d. h. die Koſten für Miete und Inſtand⸗ haltung des hauſes, für heizung und Beleuchtung, und ſonſtige Betriebskoſten. Die Iliete wird auf Derlangen des Kirchenvorſtandes alljährlich neu feſtgeſetzt; ſie betrug 1924 288 Illk., 1925 48O IIIk.,
1926 650 IHIk. und 1027
700 MIk. Unter Be⸗
triebskoſten fallen die
Husgaben für Inſtand⸗
ſetzungen, gröfjere Rei⸗
nigungen, putzꝛeug, ülen der Fußböden, müllabfuhr und an⸗ deres. Für leuanſchaff⸗ ungen haben wir in den letzten Jahren ver⸗ hältnismäßig hohe Be⸗ träge aufgewandt, um allmählich eine voll⸗ ſtändige und gediegene eigene Einrichtung zu bekommen. Manches läßßt natürlich immer noch ꝛu wünſchen übrig und wird ſobald wie moöglich verbeſſert wer⸗ den. In unſerem Streben wurden wir ſtets durch
Stiftungen unterſtützt.
So ſchenkten die Eltern
einer Schülerin dem
Landheim eine nicht mehr benötigte Badewanne, eine andere brachte ihrer Lehrerin als ſinniges 6eburtstagsgeſchenk ein paar Handtücher fürs heim, die Leiterin einer Ferienabteilung kaufte aus ihren Überſchüſſen eine von ihr vermißte Küchenwage. Eine Familie ſtiftete einen kleiderſchrank, eine andere einen Kkokosteppich für die Diele uſw. Daß auch die Schülerinnen ſelbſt für ihr Tandheim, dem ſie ſo viel Schönes ver⸗ danken, etwas zu tun in der Lage ſind, ꝛeigte erſt kürzlich die Klaſſe IIIal(Herr Studienrat Schömer): ſie veranſtaltete zugunſten des hHeims einen Theater⸗ abend und führte als Ertrag eine ſtattliche Summe an die Landheimkaſſe ab.
Für ſolche Zuwendungen ſind wir um ſo dank⸗ barer, als wir beſtrebt ſind, von den Einnahmen


