und Krämer. Ihre Rnſchauungen werden dadurch nicht wenig erweitert. Freundſchaftliche Beziehungen zwiſchen Stadt und Tand werden angeknüpft. Die Dorfmädchen lernen von unſeren Schülerinnen handarbeiten, ſie nehmen teil an Dolkstänzen, Spielen und Tiedern und gewähren und benutzen gegenſeitige 6aſtfreundſchaft.
Wenn man von dem Kutzen des Landheims ſpricht, denken viele vor allem an die Förderung der 6eſundheit. Hatürlich ſtimmen wir dem bei, wenn auch dieſe Seite nicht die einzige iſt. Das
vermieden. Eine hausapotheke iſt vorhanden. Für ernſte Erkrankung iſt der Hrzt des ſlachbarorts mit ſeinem Kraftwagen ſchnell durch Fernſpruch zu erreichen. Wir ſorgen für reichliche und ſchmack⸗ hafte Ernährung. Der Erfolg iſt durch 6ewichts⸗ zunahme wiederholt feſtgeſtellt. Die dauernde Be⸗ wegung im Freien, das Beiſpiel der Mitſchülerinnen fördert die Eßluſt erfreulich, und die Kinder dürfen und ſollen ſich ſatteſſen. In den Schlafzimmern ſorgt der verſtändige Erzieher für die nötige Huf⸗ ſicht in der Hacht, indem er ſeine Wirtſchafterinnen
nuf der Splelwleſe.
Landheim ſoll ein Erholungsheim, eine Stätte der 6eſundheit und Freude, aber auch eine Stätte der Erziehung in Derbindung mit der Schule ſein. Freilich iſt die Sorge um die 6eſundheit eine haupt⸗ bedingung für das 6edeihen des Tandheims. Dieſem Zweck dient der Rufenthalt in der friſchen Luft, der geraͤumige hof, in dem bei allerlei Spielen die Jugend ſich tummelt, in dem bei guter Witterung alle Mahlzeiten genommen werden. Ihm dient der 6rasgarten am Bergabhang mit öelegenheit zu Sonnenbädern, die Badeſtube und das präch⸗ tige Schwimmbad im nahen Wieſengrund, das Rodeln und der Schneeſchuhlauf im Winter. Uber⸗ mäfſige nſtrengungen in Marſchleiſtungen werden
auf die Schlafſtätten verteilt; außerdem überwacht die Lehrerin von ihrer Stube aus ohne Iühe den anſchließenden Schlafraum der Mädchen.
Die ausgedehnten Husflüge und Bewegungsſpiele wirken abhärtend und kräftigend. Selbſtverſtänd⸗ lich achten wir darauf, die IHädchen vor Erkältungen zu bewahren. Huch auf ausreichenden Schlaf muß man bedacht ſein. Hlach dem Mittageſſen herrſcht Ruhe. Wer ſich nicht niederlegt, muß ſich ſtill be⸗ ſchäftigen. Die Kleinen gehen frühzeitig zu Bett. Huch für die 6rößeren, die ſich gerne noch mit einer hHandarbeit um eine Dorleſerin ſammeln oder ſich zu Spiel und Sang vereinigen, gilt die Feier⸗ abendſtunde. Freude ſoll ſein und iſt dort zu faus,
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