Aufsatz 
Unser Landheim zu Niedernhausen i. O. : Warum strebte die Eleonorenschule nach einem Landheim? / Dr.Heldmann
Entstehung
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Kinder. Wir erwähnen unter anderem den Adventsabend mit den Müttern. Er wurde durch die Aufführung eines beſonders ſchlichten, feinen alten Krippenſpiels, das einige Frauen ſchülerinnen, Kindergärtnerinnen und Kinderpflegerinnen eingeübt hatten, beſonders ſchön. Das Weihnachtsfeſt fand uns mit den Kindern und Eltern um den Chriſtbaum im Kinder⸗ garten. Ein Mütterabend und das Abſchiedsfeſt für die in die Schule kommenden Kinder beſchließen die Reihe derartiger Veranſtaltungen im alten Schuljahre. Einzelbeſuche von Privatperſonen gabs im vergangenen Jahre häufig im Kindergarten, amtliche Beſichtigungen waren ſelten. Anläßlich der Direktorenkonferenz in unſerer Schule ſahen ſich einige Direktoren unſeren Betrieb an. Kürzlich beſuchte uns Herr Sanitätsrat Dr. Noellner amtlich, ihm fiel gleich die Überfüllung der Räume auf. Die Wohffahrtsſchule für Heſſen-Naſſau und Heſſen der Stadt Frankfurt ſchickt uns noch vor Oſtern eine Hoſpitantin zu kurzer praktiſcher Arbeit; eine Kindergärtnerin, ausgebildet im Kindergärtnerinnenſeminar Frankfurt am Main, arbeitet bereits ein Jahr als Praktikantin bei uns und bleibt zu weiterer praktiſcher Ausbildung noch längere Zeit.(E. Frenzel.)

Beſichtigung der ſtädtiſchen Kindergärten und Kinderhorte der Stadt Frankfurt am Main durch die Frauenſchulklaſſen Ia und Ib.

Am 3. und 10 Februar 1928 beſuchten die Frauenſchulklaſſen Ja und Ib die ſtädtiſchen Kindergärten und Kinderhorte der Stadt Frankfurt. Durch die vorher eingeholte Erlaubnis beim Stadtſchulamt Frankfurt, Abteilung Kindergarten, war es uns möglich, am erſten Tage drei Kindergärten und zwei Horte, am zweiten Tage ſogar vier Kindergärten und drei Horte zu beſichtigen. Frankfurt beſitzt eine große Anzahl(40 50) ſtädtiſcher Kindergärten und Horte, die in vorbildlicher Weiſe eingerichtet ſind. Die meiſten Betriebe ſind in eigenen Häuſern untergebracht, die vielfach an die Schulen angebaut ſind. Einige Betriebe befinden ſich wiederum im eigenen Hauſe inmitten eines Häuſerblocks nahe einer Schule z. B. Kinder garten und Hort im neuen Häuſerblock Gellertſtraße, Kindergarten und Hort Maſſenheimer⸗ ſtraße in der Nähe der Ackermannſchule. Im Erdgeſchoß befindet ſich ſtets der Kindergarten, im erſten Stock der Kinderhort. Zweckmäßig und eigenartig iſt die Anlage dieſer beiden Betriebe in der Vatterſtraße, Riederwaldkolonie ebenfalls ans Schulhaus angeſchloſſen. Dieſe Art der Einfügung in den großen Schulhauskomplex erſcheint mir für den inneren Betrieb beider Anſtalten beſonders günſtig Kindergarten und Kinderhort liegen hier in getrennten Häuſern nebeneinander im Erdgeſchoß mit Eingängen von der Straße. Beide Betriebe ſind ganz beſonders gut ausgeſtattet. Auch einige ältere Einrichtungen wie der Kindergarten Mainkai oder der Kindergarten Bleichſtraße zeigen zweckmäßige, gute Raumeinteilungen. Der Kindergarten Mainkai, der ſeit kurzem dort im alten Standesamte untergebracht wurde, hat nicht weniger wie 13 Räume für die Kinder in einem geſchloſſenen Stockwerk. Die Inneneinrichtung ſämtlicher Betriebe iſt faſt gleich zweckmäßig und ſchön. Meiſt viele kleine Gruppenzimmer, zwiſchen ihnen die geräumige Spielhalle, eine große Diele mit ſehr günſtig angebrachter Kleiderablage und ſchönen Vorratsſchränken. Die Waſchräume mit den zahlreich angebrachten Waſchbecken, verſehen mit fließendem warmen und kalten Waſſer, häufig noch mit eingebauten kleinen Badewannen ausgeſtattet, wurden von unſeren Schülerinnen beſonders beachtet. In manchen Kindergärten liegt ein getrennter Baderaum dicht neben dem Waſchraume. Rings an den Wänden der Waſchräume befinden ſich in erreichbarer Höhe fürs Kind Glas⸗ platten oder Halter zur Aufnahme der Waſſergläſer und Zahnbürſten, darunter hängen Hand⸗ tücher und Waſchlappen der Kinder. Jedes Kind hat ſeine eigenen Sachen zur Hand⸗, Nagel⸗ und Mundpflege und erkennt ſeinen Platz an einem kleinen bunten Schildchen aus Galalith.

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