Aufsatz 
Unser Landheim zu Niedernhausen i. O. : Warum strebte die Eleonorenschule nach einem Landheim? / Dr.Heldmann
Entstehung
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Am 21. Januar 1928 lief der Goslarfilm für die Schülerinnen unſerer Anſtalt; am 3. März 1928 hatte die Schulgruppe einen Werbeabend, zu dem ſie die Eltern und Freunde der Schule eingeläden hatte. Die Führerin der Schulgruppe gab einen Bericht über Goslar; Schüle rinnen ſangen zur Laute Volkslieder und der Leiter der Schule erzählte, wie ſeine Land⸗ ſturmleute im Kriege erſtaunt waren, deutſche Bauernanſiedlungen in Polen und Litauen zu finden. Zum Schluß lief der Goslarfilm. Durch die beiden Veranſtaltungen floſſen 144 Mark der Kaſſe zu, wieder ein ſchönes Scherflein, um unſren deutſchen Brüdern und Schweſtern im Ausland zu helfen, ihren Kindern die deutſche Schule zu erhalten. Jeden Donnerstag beſuchten viele unſerer Frauenſchülerinnen wie der Leiter der Schule und die Führerin der Schulgruppe die Vorleſungen des Herrn Studienrat Weckerling aus Friedberg, der es in feſſelnder Weiſe verſtand, uns die Not der Deutſchen in den durch den Schandvertrag von Verſailles abgetrennten Gebieten zu ſchildern. An der Pfingſttagung 1928, die in Gmunden ſtattfindet, werden ſich vorausſichtlich wieder 50 Schülerinnen beteiligen.(A. Naumann.)

Die Reichsjugendwettkämpfe 1927 hatten für unſere Anſtalt folgendes Ergebnis: Gruppe J. Dreikampf: Lisbeth Kraft, IIIb 1, 1. Sieg mit 66 Punkten. Gruppe II. Vier⸗ kampf: Elſe Horſt, IIIal, 1. Sieg mit 81 Punkten. Gruppe III. Vierkampf: Frauen⸗ ſchule FIIa: Irmgard Hinrichs, 1. Sieg mit 86 Punkten; Hanna von Preuſchen, 1. Sieg mit 86 Punkten. Auf Grund ihrer Leiſtungen erhielten 7 Schülerinnen die Ehrenurkunde mit der Unterſchrift des Herrn Reichspräſidenten von Hindenburg und 66 Schülerinnen die Urkunde des Reichsausſchuſſes. Der Verein ehemaliger Eleonoren- und Frauenſchülerinnen wählte zur Vorſitzenden Frl. Erny Leinberger, Kindergärtnerin. Die Marmorſchleiferei A. Hahn, Darmſtadt, machte in dankenswerter Weiſe unſerer geologiſchen Sammlung einige wertvolle Zuwendungen. In früheren Jahren hatte Frau Sperling den Kindern Milch verabreicht. Am 10. Oktober 1927 wurde das ſtädtiſche Milchfrühſtück(¼ Liter Milch mit l Brötchen zu 60 Pfennig die Woche) eingeführt, an dem zuerſt 137 Kinder der Schule und des Kindergartens teilnahmen. Auf Antrag der Schule wurde dann auch den auswärtigen Schülerinnen die Teilnahme am Frühſtück zum Preiſe von 70 Pfennig erlaubt. Die Teil⸗ nehmerzahl ſtieg nach und nach auf 230. Die Lehrer der Sekunda klagen, daß mit Beginn der Tanzſtunde die Leiſtungen der meiſten Schülerinnen nachlaſſen. Könnte die Tanzſtunde nicht um ein Jahr hinausgeſchoben werden? Der Landheim-Mietvertrag wurde auf drei Jahre unkündbar verlängert.

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