Treppen⸗ oder Grätenſchritt den Übhügel hinauf, um dann wieder in ſauſender Schußfahrt abwärts zu fahren. Rechtſchaffen müde und hungrig kamen wir dann immer von unſerer Fahrt zurück. Wie ſchmeckten da die Würſtel oder Kottletts oder die Schnitzel ſo gut und erſt das„kleine Freundliche“! Trotz aller Müdigkeit wurde abends mit den Burſchen noch ein Tänzchen gewagt, und geſpielt und geſungen. Es war eine Woche voller Fröhlichkeit. Leider ging ſie uns allen gar zu ſchnell herum. Am letzten Tage lud uns noch der Skiklub zu einem Tanzabend ein. Die Einheimiſchen boten allerhand Nettes, auch das Schuhplatteln lernten wir kennen. Vier meiner Skihaſerl tanzten einen ſehr hübſchen Tanz. Zum Schlafen war in dieſer Nacht nicht ſehr viel Zeit übrig geblieben. Um 4 Uhr hieß es aufſtehen, denn um 5 Uhr ſtand das Auto vor der Tür. Am Freitag mittag kam ein plötzlicher Wetterumſturz, der Föhn wehte nur ſo über die Berge. Bei der Abfahrt regnete es, und ſo wurde uns der Abſchied etwas leichter gemacht. Auf der Heimfahrt ſprachen wir viel von den ſchönen Tagen in Wertach und machten gleich wieder neue Pläne fürs nächſte Jahr. Ich bin froh, daß die Fahrt gut gelungen iſt, und daß ich alle Mädel heil und ſonnengebräunt heimgebracht habe. In der Bahnhofshalle trennten wir uns mit einem dreifachen„Ski⸗Heil!“ auf unſere ſchöne Eleonorenſchule.(Clara Schmuck.)
Elternabende. Im November veranſtaltete die Klaſſe IIIal für ihre Lehrer und Angehörigen einen wohlgelungenen Elternabend, der durch die Aufführung des Spiels „Dornröschen“, ein Märchenſpiel von Julius Blaſche, Tänze von Anna Helms, Ouvertüre und Lieder von W. Koehler⸗Wümbach eingeleitet wurde. Zu dem Gelingen trug weſentlich bei, daß die Klaſſe von allen Seiten bereitwilligſte Unterſtützung und Hilfe fand. Die Aufführung wurde ſo freundlich aufgenommen, daß die Klaſſe viermal vor vollem Hauſe ſpielte. Freiwillige Beiträge ermöglichten es, die Unkoſten für den bedeutenden Umbau der Bühne(der übrigens von der Klaſſe ſelbſt ausgeführt wurde) zu decken und noch einen nennenswerten Betrag für die Wohlfahrtseinrichtungen der Anſtalt(Landheim, Kindergarten) zu erübrigen. Die anſchließende gemeinſame Kaffeeſtunde gab Gelegenheit zu ungezwungener Ausſprache zwiſchen Eltern und Lehrern und trug dazu bei, Schule und Elternhaus einander näher zu bringen.— Am 21. März veranſtaltete die Klaſſe IVVn 2(Frl. Speckhardt) einen Elternabend im Zeichen des Frühlingsanfanges, in deſſen Mittelpunkt ein Elfenſpiel„Das Frühlingsfeſt“ ſtand.— Ein Elternabend mit Abſchiedsfeier der Klaſſe IIb A(Frl. Naumann) fand am 23. März mit verſchiedenartigen Darbietungen ſtatt.
Unſere Schulgruppe des Vereins für das Deutſchtum im Ausland half tüchtig bei der Werbewoche, die der Landesverband des Vereins vom 7. bis 14. Mai im ganzen Lande veranſtaltete, mit. Sie nahm am Fackelzug teil, wie bei der Straßenſammlung. Ebenſo beteiligten ſich die Oberklaſſen unſerer Anſtalt an einer öffentlichen Kundgebung für das Deutſchtum im Ausland am 9. Mai, bei der Frau Dr. Roſa Kempf aus Frankfurt ſprach. Bei Verwandten und Bekannten gelang es der Gruppe, nahezu 1000 Mk. zu ſammeln und 40 neue Mitglieder zu gewinnen. Am 15. Mai zog die Spielſchar unſerer Schulgruppe nach Groß⸗Bieberau i. Odw. und veranſtaltete dort einen deutſchen Abend. Im Mittelpunkt ſtand ein Vortag des Herrn Dr. Heldmann; die Groß⸗Bieberauer Jugend ſang und trug Gedichte vor und die Spielſchar der Eleonorenſchule führte den„Kaktusfreund“ auf. Am 19. Mai ging es nach Gernsheim, wo es unſrer Jugend im Verein mit der Gernsheimer Jugend gelang, einen deutſchen Abend zu ſchaffen. Dort ſprach Herr Studiendirektor Scholl, Leiter der Gernsheimer Realſchule. An der großen Pfingſttagung 1927 in Goslar beteiligten ſich 47 Schülerinnen, der Direktor und zwei Lehrerinnen. Nach den erhebenden Pfingſttagen in Goslar durchſtreiften wir den Harz, waren auf dem Brocken, in Beneckenſtein und Wernigerode und in dem. einzig ſchönen Hildesheim, wo wir zwei wunderbare Tage verlebten. Auch in Goslar veranſtaltete unſere Schulgruppe einen deutſchen Abend und ſpielte den„Kaktusfreund.“
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