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germanischem-m eben ein- machten. Dieselbe Akkusativendung findet er dann später in »'evy, LOPασν„ οο*»v„. Aber dasselbe indogermanische-m wird er auch bei den konsonantischen Stämmen der dritten Deklination wiederfinden in(Hnπιιρ) boe. Und schreibt man ihm dann die Form ſpowa an die Tafel und frägt:»Du siehst hier am Stamm»po- als Akkusativendung ein-«; was schliesst du daraus auf die Beschaffenheit des Stammauslautes?« so bekommt man die richtige Antwort:»Der Stamm muss einmal konsonantisch ausgelautet haben.« Die Ver- wandlung des Halbvokals im in-x aber, der der Schüler später, z. B. bei(Erpep-m)) 1eehef noch begegnen wird, ergibt wieder ein Lautgesetz.
Soweit es möglich ist, werden alle Kasus so abgeleitet, wo eine Ableitung nicht möglich, werden die Formen einfach eingeprägt.
Im Vorkursus werden dann noch aus der Konjugation Präsens, Futurum, Aorist I und II im Aktivum und Medium eingeübt.
Der beste Weg, namentlich bei bessern Jahrgängen, scheint mir zu sein, gleich von allem Ankang den Schülern mitzuteilen, dass die Konjugation entstanden ist aus Anhängung pronominaler Wurzeln an den Verbalstamm. In ihren ursprünglichen Formen haben sich diese pronominalen Suffixe nur noch bei dem einzigen Verbum eiut, scat, scri, elpey, sors erhalten. Die dritte Person Pluralis hatte-t, in sict nicht mehr ganz zu erkennen. Hinweis auf gleiche Wurzel und Formen im lat. esse. Bei manchen Zeitwörtern haben sich diese ursprünglichen Formen bis zur Unkenntlichkeit verändert, bei andern sind sie noch zu erkennen. So lautet jetzt tatsächlich bei vielen Zeitwörtern die Endung-0, eic,-St, Hsv,-te,-obc. Letzteres leitet man aus ovtt) oOvot) œειl ab mittelst der betreffenden Lautgesetze.
Später leitet man dann aus den primären Endungen die sekundären ab, indem man aus pr: y entstehen lässt— nach bekanntem beim Akkusativ erlernten Lautgesetz;-ot gibt-s; für die dritte Person ist aus-Oh nach Lautgesetz das Fehlen jeder Endung darzutun etc. Analogie des Lateinischen era-m, era-s, era-t etc. Schliesslich wird dann am gehörigen Ort aus+ die mediale primäre und sekundäre Endung-Han,-prny abgeleitet. Mit folgender Tabelle:
Primür activ. Secundür activ. Primür med. Secundür med. p- at-pPn --8-Oct-00 t—-Tt-10 sy ey Ls d³ s da -s Ts-09*⁸-09 8
vtt ꝛ-Vat-vIO
hat man das Grundgerippe der gesamten Konjugation. Auch fällt dann der lästige Unter- schied zwischen Verben auf-o und Verben auf-E weg; wenngleich der Bequemlichkeit halber manchmal die Bezeichnung gebraucht werden kann. Hat doch auch die Unterscheidung zwischen bindevokalischem und bindevokallosem Verbum ihre Bedenken; das Perfektum act. und med., z. B., Aor I und II pass der Verba auf-e ist doch bindevokallos, dagegen die Konjunktive der Verba auf-p bindevokalisch.
Selbstverständlich bietet das eben Gesagte nur die Hauptzüge der Methode, und wird hoffentlich nicht als Musterlektion missverstanden, da es hier ja nur auf das Wesen der Methode ankommt, nicht auf Wiedergabe einer Einzelstunde.
Ich habe gefunden, dass die Schüler in der überwiegenden Mehrzahl dem so gearteten Unterricht gerne folgten und wohl imstande waren, zu folgen; man kann ja zufrieden sein, wenn von 30 Schülern in einer Klasse etwa 20 auch wirklich verstehn, was sie lernen, beim
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