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Der Oberlehrer Dr. Karsten wurde weiter(vergl. Bericht 1897/98, 98/99, 99/1900, 00/01) durch das Kollegium bis zu den Pfingstferien vertreten. Nach den Pfngstferien übernahm die Vertretung der wissenschaftliche Hülfslehrer Friedenthal, welcher vorher an der städt. Realschule in Briesen thätig gewesen war.
Zum 1. Oktober wurde der Oberlehrer Dr. Kötz an das Königl. Progymnasium in Schwetz versetzt und von dort der Oberlehrer Ehle an die hiesige Anstalt berufen.*) Derselbe wurde bei Beginn des Winterhalbjahres am 15. Oktober in sein Amt eingeführt.
Mit Beginn des Wintersemesters wurde hier aus verschiedenen Gründen die sog. „geschlossene Schulzeit“ probeweise eingeführt; dieselbe wird wegen ihrer vielen Vorzüge vor der herkömmlichen Stundeneinteilung mit vollbesetzten Nachmittagen auch während der Sommermonate beibehalten werden.
Der Gesundheitszustand des Lehrerkollegiums war ein erfreulicher zu nennen. Ver- tretungen sind nur an wenigen Tagen erforderlich gewesen. Der Gesundheitszustand der Schüler war in den einzelnen Klassen verschieden; wenig zufriedenstellend war derselbe bei den Schülern der Sekunda.
Die mündliche Versetzungs-Prüfung der Sekundaner leitete am 20. März der Kgl. Prov. Schulrat Herr Dr. Collmann.
Wegen grosser Hitze fiel der Nachmittagsunterricht aus am 24., 25. Juni, 30. Juli und 2. August.
IV. Statistische Mitteilungen. 1. Frequenzliste für das Schuljahr 1901.
A. Progymnasium. B. Vor-
II. IIIA. IIIB. IV. V. VIl. I Sa.]schule. 1. Bestand am 1. Februar 1901 13 18 23 29 24 30 137 27 2. Abg. bis zum Schlusse d. Schulj. 1900 8 1 1 4 2 1 17 16 3 a. Zugang durch Versetzung 14 18 20 18 21— 91— 3 b. Zugang durch Aufnahme zu Ostern 2 1 1— 2 25 31 11 4. Frequenz am Anfange d. Schulj. 1901 21 22 25 23 27 33 151 22 5. Zugang im Sommersemester———————— 6. Abgang im Sommersemester 1 1 2 2 3 3 12 2 7a. Zugang durch Versetzung zu Michaeli————————
7 b. Zugang durch Aafnahme zu Michaeli— 1 1——— 2 V. Abt.
8. Frequenz am Anf. d. Wintersemesters 20 22 24 21 24 30 141 34 11. Abe. 9. Zugang im Wintersemester.——————— 2 10. Abgang im Wintersemester 1 1——— 1 3—
11. Frequenz am 1. Februar 1902 19 21 24 21 24 20 138 2² 11. 4bl. Durchschnittsalter am 1. Februar 1902 1715 1515 1415 1315 124 11, 94
*) Otto Ehle, geb. am 23. Mai 1857, ev., erwarb sich das Reifezeugnis auf der Lateinischen Haupt- schule zu Halle a. d. Saale, studierte ebendaselbst klassische Philologie uud Geschichte von Ostern 1879 bi Michaelis 1882 und legte 1885 die Staatsprüfung ab. Nachdem er von Michaelis 1885 bis ebendahin 1886 das


