Aufsatz 
Kanon der zu lernenden und zu lesenden Stücke aus dem deutschen Lesebuche von Prof. Dr. Chr. Muff (Ausgabe von 1902) für die Klassen Sexta bis Sekunda nach den Lehrplänen von 1901
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30. 10. M.-E. Bestimmungen über die Schlussprüfung an sechsstufigen höheren Lehr- anstalten; dieselben treten am 1. Januar 1902 in Kraft. 30. 11. P. S. K. Betrifft die Bekämpfung des Verbindungsunwesens auf höheren Lehr-

anstalten.

1902.

28. 1. M.-E. Betrifft Heranziehung von Hälfskräften zur Erforschung der Ost- und Nordsee.

31. 1. M.-E. Betrifft Bekämpfung der Trunksucht.

III. Geschichte der Schule.

Der Unterricht begann Dienstag, den 16. April, mit einer gemeinschaftlichen Schulandacht in der Aula.

Die vaterländischen Gedenktage wurden in der herkömmlichen Weise durch einen Hinweis auf die Bedeutung des Tages seitens der Lehrer in der ersten Vormittagsstunde gefeiert.

Donnerstag, den 23. Mai, wurden unter Führung der Lehrer von den verschie- denen Klassen Ausflüge unternommen. Die Schüler der II, IIla und IIIb fuhren bis Sommerau, gingen von hier durch die Finkenstein'sche Forst, besichtigten Schloss Schön- berg und begaben sich von hier nach Dt. Eylau, von wo gegen Abend die Rückfahrt angetreten wurde. Die Schüler der VII, VI, V, IV gingen auf verschiedenen Wegen durch den Kaczek zur Försterei Tillitz, wo unter lebhafter Beteiligung der Angehörigen der Schüler der Nachmittag mit fröhlichen Spielen verbracht wurde.

An besonders geeigneten Nachmittagen wurden von einzelnen Klassen Turnmärsche durch den benachbarten Kaczek unternommen.

Am Sedantage fand eine Schulfeier in der Aula statt, bei welcher der Direktor der Bedeutung des Tages gedachte. Am Nachmittage wurden der ungünstigen Witterung wegen nur Turn- und Wettspiele in der Turnhalle veranstaltet.

Der Geburtstag Seiner Majestät des Kaisers und Königs wurde mit einem Schul- gottesdienste und einer Schulfeier in der Aula unter sehr zahlreicher Beteiligung der Bevölkerung von Neumark und Umgegend begangen. Die Festrede hielt Herr Ober- lehrer Ehle.

Am 13. August, dem Tage der Beisetzung Ihrer Majestät der verewigten Kaiserin Friedrich, fand in der ersten Vormittagsstunde eine Gedächtnisfeier in der Aula statt, bei welcher der Direktor der hohen Tugenden der Entschlafenen und Ihres Lebensweges, der ohne Gleichen ist, gedachte.

Am 21. September fand ein Schülerconcert in der Aula statt. Zur Aufführung kam die Märchendichtung:Die Heinzelmännchen in Köln, für Soli, Chor mit verbinden- dem Texte, von Hermann Müller. Die Beteiligung des Publikums war recht lebhaft; der Ertrag wurde dem Stipendienfonds zugeschrieben.(vergl. VI, 1).

Am 20. Mai erteilte der hochwürdigste Herr Bischof von Culm 57 Schülern das Sakrament der Firmung. Am folgenden Tage besuchte der hochwürdigste Herr die Anstalt, wurde von den in der Aula versammelten kathol. Schülern mit einem Begrüssungschore und von dem Direktor mit einer Ansprache empfangen. Im Anschlusse an dessen Worte ermahnte der Herr Bischof in warmen Worten die Schüler zur Liebe zu Gott, König und Vaterland. Darauf fand eine Revision des kathol. Religionsunterrichtes statt.