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also mehr Gedichte entstanden als in allen nachfolgenden. Unwiderleglich geht daraus hervor, daß weitaus der größere Teil der Lyrik Storms jüngern annsjahren angehört, was freilich den Gedanken nahelegt, den übrigen kleinern Teil seinem Inhalt nach zu untersuchen. ob sich da nicht gegen- über der größeren Hälfte irgendwie ein Uebergewicht erweisen ließe.
Vor der im Jahre 1855(Ende dieses Jahres s. Briefwechsel Mörike- Storm S. 57) im gleichen Verlage veröffentlichten zweiten, vermehrten Auflage brachte die Argo, das helletristische Jahrbuch für 1854 einige Gedichte. 3
Am Ende des gleichen Jahres erhielt das von R. Prutz geleitete „Deutsche Museum“ drei neue Gedichte von Storm. Es folgten nach der schon erwähnten zweiten. 1858 die dritte durchgesehene, 1864 die vierte, 1875 die fünfte. 1880 die sechste. 1885 die siebente vermehrte Auflage der Gedichte,(die letzten drei im Verlag von(debrüder Paetel). Seither sind in den letzten 15 Jahren neue Auflagen hinzugekommen. Nebenher sind ein puar(iedichte wie schon früher einmal in Zeitschriften erschienen, die letzten im Jahre 1886. auber den neuen Fidelliedern alles in allem 16 Gedichte in 36 Lebensjahren. Storm war eben sehr arm im Vergleich zu den allezeit betriebsamen populären Lyrikern seiner und unserer Tage. Sein Schatz mehrte sich so langsam, daß alles Neuere für die neuen Auf- lagen aufgespart bleiben mubte.
Von diesen hat Storm nur noch die siebente aus dem Jahre 1885 für den Druck vorbereiten können. Sie muß daher in allen strittigen Fällen.— es ergeben sich einige—, als allein mabgebend angesehen werden. Sie allein und nicht etwa die(Giedichte der„Gesammelten Schrif- ten“. oder in den„Sämmtlichen Werken“..
Im Jahre 1868 erschien der erste Band der ersten Gesammt-Ausgabe*) und brachte die(iedichte. Es war ein veränderter Abdruck der letzten (4.) Auflage. In der Vorrede vom Oktober desselben Jahres machte Storm arauf aufmerksam, dab er einige Gedichte, welche ihm auch durch die bietät gegen die eigene Vergangenheit nicht mehr gerechtfertigt erschienen sêien, nunmehr ausgeschieden habe. Zum Entgelt fanden sich hier neue
Lerse, die der Zeit seit der letzten Aulflage(1864)— das Todesjahr seiner Gattin lag dazwischen— angehörten. In der Folge ergänzte er diese
Sammlung um die später entstandenen Gedichte, die der 7. 8. und 11. Band brachte. Den Nachtrag des lelzten 17. Bandes(aus dem Jahre 1889) lat nicht mehr der Dichter selbst zusammenstellen können. Es fanden sich da alle die Verse, um welche die letzte(VII.) Auflage der Einzel- ausgabe reicher gewesen als die in den bisherigen Bändchen der„Sämmt- ichen Schriften“ vorliegende Sammlung, um die zwei Stücke vermehrt, die Storm noch nach jener veröffentlicht hatte, dazu einige andere, welche dem Giutdünken der unbekannten Herausgeber ihren Platz verdanken.
Bei einigen davon hätte darauf hingewiesen werden können, dab sie dem Nachlaß angehören, was nicht geschehen ist. Aber die Gedichte in den einzelnen Bänden der„Sämmtlichen Schriften“ können auch sonst bei Keinem ernstlichen Unternehmen in Betracht kommen: Diese Sammlung Ist im Vergleich zur VII. Auflage insofern unvollständig, als zwei Gedichte:
Abends(VII. u. ff. Aufl. S. 25; Im Volkston 1 ebenda S. 15), die zur Zeit ——
J*) Der Titel lautet: ⸗Sämmtliche Schriften⸗ und ⸗Gesammelte Schriften⸗. davon er erste regelmäßig auf dem Rücken der Einbanddecken.


