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gesehene, die Beachtung einer Ausgabe letzter Hand verdient, zählen 74 zu dieser Gruppe. Von dem Anteil Storms an dem Liederbuch— 42 Gedichte— fanden sich überdies nur drei, diese im ersten Bändchen. Woher stammten die andern? Die Zeit nach Herausgabe des Liederbuches — Ende 1843(wie ich später nachzuweisen unternehme)— vertreten die übrigen Manuskripte mit Ausnahme des zweiten, jener Weihnachtsgabe an die Eltern. In diesen sind die Jahre 1844— 1846, aus der nachweislich ein paar Gedichte stammen,— es bedürfte dieses Nachweises nicht— nur mit den Schneewittchen-Szenen und zwei andern Gedichten im dritten Heft, also äußerst spärlich bedacht. Die Vermutung drängt sich auf, daß wie in der Zeit bis zur Herausgabe des Liederbuches, auch innerhalb dieser Jahre bisher unbekannt gebliebene Blätter die Gedichte aufnahmen.
Es wird also der Versuch, Verse, die ihrer Art und ihrem Inhalt nach der Zeit vor dem Herbst 1846 anzugehören scheinen, hierher einzuordnen wegen des Mangels jeglicher Manuskripte durchaus nicht verurteilt werden dürfen, vielmehr schon wegen dieses Umstandes einige Berichtigung für sich beanspruchen.
Ein Teil der Gedichte, die sich in früher Niederschrift nicht auffinden ließen, sind in Lewalds-Europa», Karl L. Biernatzkis ⸗Volksbüchern für die Herzogtümer Schleswig, Hollstein und Lauenburg,- mitgeteilt, lange vor Herausgabe der ⸗Sommergeschichten und Lieder» und der»Gedichte-. Bei diesen läßt sich von der Zeit ihres ersten Erscheinens auf die Jahre zurückschließen, denen sie angehören dürften. Was den Gedanken nahe legte, aut den Inhalt und die Art dieser Veröffentlichungen näher einzu- gehen, zugleich, eine solche Ueberschau auch auf die verschiedenen Aus- gaben der Gedichte⸗ auszudehnen, um den gleichen Gewinn und alles Wissenswerte sonst auszuschöpfen.
Bibliographische Notiz.
Die ersten Gedichte hat Storm in einheimischen Blättern veröffent- licht, in einem Husumer Blatt oder dem Dithmarscher Boten⸗. Man hat. noch nicht darnach forschen können. Jedoch findet sich auf der ersten Rückseite der Einbanddecke des ersten Manuskriptenbändchens ein Zeitungs- ausschnitt mit einem Gedicht. Der Verſasser schreibt sich H. W. Storm. Es ist im Manukript erhalten und stammt aus dem Jahre 1837. Nicht lange darauf dürfte es erschienen sein. Jedenfalls vor 1840, um welche Zeit sich Storm schon T h. W. unterzeichnete(s. Deutsche Dichtung V. Bd. S. 30, wo ein Gedicht nach einer Handschrift aus dem Oktober 1840 mitgeteilt ist).
Nachdem er, wie Pietsch erzählt, einen Versuch, in dem Musenalma- nach von Chamisso-Schwab unterzukommen, vergebens gewagt, hatte Storm einige Jahre darauf die Freude, fünf seiner Gedichte in August Lewalds Europa, veröffentlichen zu dürfen, in denselben Jahrgängen 1841/42, die Valentin Freudenfeuers(R. Wagners) musikalische Berichte aus Paris brachten; heute sehr seltene Bände, welche nach langer Suche endlich in der großherzogl. Bibliothek in Karlsruhe gefunden wurden. Im Jahre 1843 erschien in der Schwers'schen Buchhandlung in Kiel das ⸗Liederbuch dreier Freunde-, worin Storm mit 42 Beiträgen vertreten war. Später ist in den, dem Erscheinen der ⸗Sommergeschichten und Lieder-,(Berlin, A.


