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in Gebrauch genommen, anfangs eine Art Reisetagebuch, als er 14 Tage lang in Heiligen afen auf Besuch bei seiner Tochter Lisbeth weilte. Ge- dichte finden sich darin, daneben wie schon früher einmal Tagebuch- und Erinnerungsblätter, Briefkonzepte, Aphorismen, Entwürfe und Teile von Novellen:(Hans und Heinz Kirch⸗, dazu er den Stoff eben in der kleinen, eigentümlichen Ostseestadt gefunden hatte,-John Riew⸗ und die roman- tische Novelle⸗, später ein Fest auf Haderslevhns-). Im ganzen 54 Quart- blätter, die mit Anschluß des Novellistischen von Herbst 1881 bis Herbst 1883 reichen. 3 Von den wenigen Gedichten sind nur drei veröffentlicht. Das eine, Jenes Herbst- und Altersgedicht, welches als letztes später in den vorer- wähnten Band eingetragen wurde— dort mit der Ueberschrift ⸗An Sie, die es allein versteht(Do);“(gemeint ist des Dichters Gattin)— hier in dem ersten, später vielfach geänderten Text vom 6. 10. 81, am Morgen nach unruhvollen Stunden niedergeschrieben, dazu die Worte: Diesmal gab es die Nacht, da ich von Herzklopfen erwacht war. Im Zimmer trübes Mondlicht; d'aubßen Regenschlag und Sturm».— Dann aus dem gleichen Monat und hier mit der Ueberschritt: Reisetag-, das später im achten Band der ⸗Sämmtlichen Schriften, S. 317 am Ende einer Nachlese, ver- öffentlichte Gedicht. Endlich das letzte der(iedichte, zugleich die letzten Verse, die Storm einer Aulnahme unter seine Gedichte wert gehalten,(Ly- rische Form« G. W. 17 S. 10) auch dieses wie die beiden vorigen in einem von der bekannt gewordenen Fabung noch abweichenden Wortlaut. Was an(iedichten noch übrig pleibt, sind Verse aus dem poetischen Haushalt, ein Schlußwort zu seiner Novelle Schweigen», am 1. April 1883 vollendet, Begleitworte zu einem Rosengeschenk an eine Braut und Aehn- iches. Die Zeit der Lieder war dem Dichter längst vorüber. Noch aber verband ihn Anbetung aller goldenen Schönheit mit der Welt und dem Leben. Zwischen den Zeilen, die von seinen werdenden Novellen Nach- richt geben, ſinden sich hier Worte innigster Naturliebe. ⸗Eben ruf ich ins Haus hinab: Ein Citronenfalter fliegt durch den Garten! Es ist Früh- ling. Sonntag Vormittag 11 Uhr 1./4. 83„», Und an einer andern Stelle dieses Zeugnis des Zusammenlebens mit aller Creatur. Außer dem Feuer- kalter, blauen Argus, Pfauenauge und Citronenfalter, die schon länger sich im Garten zeigen, kam bei dem heurigen ersten Sommerwetter auch der große Perlmuttervogel. Ich habe die beiden untern Rasen ungemäht ge- lassen, um ihnen darauf blühende Feld- und Haideblumen nicht zu entziehen-. Wer solche Gastfreundschaft üben konnte, ließ die eigenen Altersjahre gewiß nicht ungenutzt verstreichen; als eine Altersweisheit, die eher ein Junger notierte, finden sich hier die Worte: ⸗Nur die Sterbenden, Sind die Lebenden-. Und diesem Merkspruche entsprechend folgen am Ende über alles Tage- uchartige hinaus jene Entwürfe und Teile von Novellen als die einzige weitere Kunde tätigen Daseins und vollenden das Bild eines in Liebe und rbeit genossenen Lebens.
Bei der ausgebreiteten Fülle von Manuskripten fällt es auf, daß von einer groben Anzahl von Giedichten jede handschriftliche Kunde fehlt. Inter den 145 Stücken der 7. Auflage(1885 bei Paetel, alle folgenden sind unverändert, gelten also gleich), die als die letzte vom Dichter durch-


