IlI. Chronik der Schule.
Die Schule entwickelte sich in normaler Weise weiter, so daß mit Beginn des Schuljahres an der Hauptaustalt die Untersekunda und an der Vorschule die zweite Klasse eingerichtet wurde. Dieser Erweiterung entsprechend traten drei neue Lehrkräfte ein, die Herren Oberlehrer Huffelmann und Jäckel, sowie Vorschullehrer Würges, sodaß zu Anfang des neuen Schuljahres das Lehrerkollegium folgende Zusammensetzung hatte:
I. Direktor Prof. Dr. Klein, 2. Prof. Dr. Wickel,
3- Prof. Dr. Degenhardt,
4. Oberlehrer Dr. Mahlinger, 5.„ Vogel,
6.„ Abt,
7.„ Dr. Wallbott, 8. 5 Schlosser,
9. 5 HuffelmannL“), 10.„ Dr. Berlit,
1I.— Jäckel ²)
12. Zeichenlehrer Reitz, 13. Lehrer an der Realschule i. E. Ohlenburger,
14.))„)))) G u t, 15. Vorschullehrer Wüst, 10. 6 Würges’¹),
17. Kathol. Religionslehrer, Kaplan Röhrig.
¹) Martin Huffelmann, geb. am 24. Juli 1873 zu Neuenrade i. Westf., besuchte das Gymnasium in Gütersloh und studierte in Greifswald, Marburg, Halle und Münster Theologie und Philologie. Er absolvierte die Examina: pro lic. conc., pro min. und pro fac. doc., sämtlich in Münster. Er war von Ostern 1898— 99 Lehrer der Privatschule in Bergholzhausen i. Westf., von Ostern 1899— 1900 im Königl. Domkandidatenstift in Berlin, von Ostern 1900— 1901 Erzieher in Illust in Esthland(Rußland), im Sommer 1901 zu Studien in Genf, vom 1. Oktober 1901— 1902 Hülfslehrer für den evangelischen Religionsunterricht. an den städtischen höheren Schulen in Münster. Dort legte er zugleich, nach Erlaß des Seminarjahres durch den Herrn Minister, sein Probejahr ab. Vom 1. Oktober 1902 bis 1. April 1906 war er Oberlehrer an der Realschule in Blankenese bei Altona.
²) Johann Wolfgang Jäckel, geb. am 7. Juli 1879 zu Frankfurt am Main, besuchte das Real- gymnasium„Musterschule“ seiner Vaterstadt und studierte in Leipzig, Darmstadt und Marburg Mathe- matik und Naturwissenschaften. Im Mai 1903 bestand er in Marburg die Prüfung für das Lehramt an höheren Schulen und war von Juni 1903 bis Ostern 1904 Mitglied des Pidagogischen Seminars am Goethe- gymnasium zu Frankfurt am Main. Nachdem er vom 1. April 1904 bis 1. April 1905 seiner Militärpflicht geniigt hatte, leistete er von Ostern 1905 bis Ostern 1906 sein Probejahr an dem Reformrealgymnasium i. E. zu Wiesbaden ab. Am 1. April 1906 wurde er zum Oberlehrer an der Oberrealschule i. E. zu Wies- baden ernannt.
²) Heinrich Würges, geb. am 3. Februar 1871 zu Heckholzhausen(Oberlahnkreis), besuchte von 1888 bis 1891 das Königliche Lehrerseminar zu Usingen. Nachdem er daselbst die 1. Lehrerprüfung bestanden, erhielt er seine erste Anstellung als Lehrer in Hahnstätten. 1893 legte er die 2. Lehrer- prüfung ab. Von Herbst 1895 bis dahin 1897 wirkte er an der Volksschule zu Bad Ems. Am 1. Oktober 1897 trat er in den Schuldienst der Stadt Wiesbaden ein, wo er fast 9 Jahre an der Blücherschule tätig war. Am 1. April 1906 erfolgte seine Anstellung als Vorschul- und Gesanglehrer an der Oberreal- schule i. E. am Zietenring.


