Aufsatz 
Rede , gehalten am 10. März 1913 bei der Schulfeier zur Erinnerung an den Geburtstag der Königin Luise, sowie an die Gründung der preußischen Landwehr und an die Stiftung des Eisernen Kreuzes - Rede des Herrn Professor Dr. Max Haesecke, gehalten am 10. März 1913 bei der Schulfeier zur Erinnerung an den Geburtstag der Königin Luise, sowie an die Gründung der preußischen Landwehr und an die Stiftung des Eisernen Kreuzes
Entstehung
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und Leuthen usw. bis gen Salamis und Mantinea führen, schon am Anfange eines solchen Umerrichtsganges begegnet uns die inhaltsvolle Siegesbotschaft:Welch eine Wen- dung durch Gottes Fügung! Und kann es ferner auf einer solchen Geschichts- und Unterrichtswanderung zurück in die Vergangenheit unseres Volkes dem jugendlichen Ge- müte wohl vorenthalten und verborgen bleiben, daß der allmächtige Gott, der treue Alli- ierte des alten Zieten, allezeit in Freud und Leid unseres Volkes starker Schutz und Schirm gewesen ist? Und sind endlich die großen Epochen der Weltgeschichte über- hnaupt nicht auch zugleich Marksteine göttlicher Offenbarung, welche die Geschichtsfor- schung, also vornehmlich auch den Geschichtsunterricht hinleiten zu dem wahren Quell aller Erkenntnis? Denndaß alles Menschliche geleitet wird durch Gottes Fügung stets, daß vielgestaltig sind des Himmels Fügungen und unverhofft viel wirkt der ewigen Gottheit Rat, das ist die glaubensstarke und felsenfeste Ueberzeugung, die schon im griechischen Altertum aus Dichtermunde¹) in ergreifenden Worten ihren Ausdruck gefunden hat. Darum so meine ich wird auch die Schule ihrer höchsten, erziehlichen Aufgabe recht eigentlich entsprechen, wenn sie ihren Unterrichtsbetrieb, dem selbstverständlich auch die Schulfeier zu dienen hat, soviel als möglich zu einer Interpretation solcher göttlichen Offenbarung gestaltet, kurz, wenn sie den Wahlspruch betätigt, der am Eingange zu den Unterrichtsräumen dieser unserer Anstalt von dem Geiste und der Auffassung unseres Unterrichtsbetriebes Zeugnis ablegen soll mit den Worten:Lerne, lehre Gott zur Ehre!

Mit dieser Aufgabe unserer Schule verbindet sich nun aber eine andere, die uns allen, unserm ganzenvVolke in allen seinen Gliedern ge- stellt wird, eine Aufgabe, durch die auch unsere heutige Schulfeier eine bedeutungsvolle Beziehung zu unserm ganzen Volksleben erhält. Der gallische Hahn hat, seitdem wir ihn 1870 gehörig gerupft, zwar nicht aufgehört zu krähen und oft unsere Ruhe zu stören; wir können ihm sogar dankbar dafür sein, daß er uns selbst rechtzeitig aufweckt, wenn er sich dem Gehege unseres Landes naht. Es zu überfliegen hat er jedoch bis jetzt nicht gewagt, und so genießen wir denn seit einigen vierzig Jahren die so oft und viel geprie- senen Segnungen des Friedens, für die wir in jeder Silvesterbetrachtung Gott danken, und die wir in unsern Neujahrsgebeten immer wieder von ihm erflehen, eines Friedens, dem der große Kaiser des neuen Reiches Krone mit den Worten weihte:Uns aber und unsern Nachfolgern in der Kaiserkrone wolle Gott ver- leihen, allzeit Mehrer des Reiches zu sein, nicht zu kriegerischen Eroberungen, sondern an den Gütern und Gaben des Friedens auf dem Gebiete nationaler Wohlfahrt, Freiheit und Gesittung! Und wahrlich, eine ungeahnte äußere Wohlfahrt ist in unser Land und

¹) Vergl. Sophocl. Aiax v. 1036 f: 81 HEy Odv ah adta A yr dsi Odοναέν ð⁶νςυμαμοαιε μπησησQυκησ ˙ες. Euripid. Helena v. 1688 ff: ToXXAI HO ꝓρέα τν davy, roAA d' déα αοοοι ‧eoi. xal doxndévLt' 05x SreXLon, rCy d' ddox* 690» 55s ds6e.