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die Tatsache belebt und verherrlicht zu sehen, daß einer ihrer Lehrer Ritter dieses Ordens ist. Darum soll dieses seltene Glück auchunsere durch den Rückblick in die Vergangenheiterweckten Empfindungen nunmehr hinüberlei-— ten zu ernsten Gedanken über diein der Gegenwart unsererArbeit harrenden Aufgaben.
Es gelüstete den Erbfeind, abermals seine Hand über den Rhein zu strecken und unser Volk nach einem halben Jahrhundert friedlicher Entwickelung zu einem neuen Waffen- gange herauszufordern. Da war wiederum das Eiserne Kreuz, das wir heute ehrfurchtsvoll begrüßen, das bedeutungsvolle Zeichen, in dem wir siegen sollten und mit Gottes Hilfe glänzend auch gesiegt haben. Jene feindlichen Geschütze aber, deren ehernen Mund wir in mörderischem Kampfe zum Schweigen gebracht, und welche heute in der veränderten Gestalt ruhmreicher Erinnerungszeichen auf der Brust unserer alten Krieger die Tatsache unserer Siege verkünden, sie sind zugleich denkwürdige Zeugen des Geistes geworden, in dem der Deutsche seine Siege auffaßt; denn eingeprägt ist dem im Schlach- tendonner eroberten Metalle unserer Kriegsdenkmünzen das demutsvolle Bekenntnis:„Gott war mit uns, ihm sei die Ehre!“Ö Vernehmen wir aus solchem Bekenntnis nicht den Geist jenes friderizianischen Heeres, welches auf dem blutgetränkten Schlachtfelde von Leuthen seiner Siegesstimmung entsprechenden Ausdruck gab, indem es die Herzen zu dem Herrn der himmlischen Heerscharen erhob und seine Stimme zu dem Gesange: „Nun danket alle Gott!“ Und wenn dieser Geist nicht von uns gewichen ist, wenn auch wir noch sein Wehen empfinden und verstehen, dann wird es an einem Tage, der— wie der heutige— in der Erinnerung an das Eiserne Kreuz so ganz besonders auch die großen Gnadentaten Gottes an unserm Volke und Vater- lande in ein dankbares Gedächtnis schließt, nicht nur der ehemaligen Krieger, sondern wohl auch unser aller tief empfundenes Bedürfnis sein, unsere Herzen auch zu einem Te deum zu erheben und unserer irdischen, menschlichen Feier eine auf das Himmlische, Göttliche bezogene Weihe zu geben, wie sie ihren Ausdruck findet in den Empfindungen des frommen Dichters, wenn er singt:
„Lobe den Herrn, der deinen Stand sichtbar gesegnet, Der aus dem Himmel mit Strömen der Liebe geregnet! Denke daran,
Was der Allmächtige kann,
Der dir mit Liebe begegnet!“
Und ein solches: Sursum corda! Erhebet eure Herzen! möchte ich ganz besonders euch, meine lieben Schüler, zuruten, die wir ja durch einen erziehenden Unterricht an die Tatsachen der Geschichte, insonderheit unserer vaterländischen nicht heranführen oder erinnern können, ohne daß wir euch darauf hinweisen, in den Ereignissen das wunder- bare Wirken und Walten der Gottheit, in der Weltgeschichte das Weltgericht zu erkennen. Denn wenn wir euch von den Schlachtfeldern von Weißenburg, Wörth, Spichern, Metz, Sedan und Paris über Grofßbeeren, Dennewitz, Leipzig und Belle Alliance, über Roßbach


