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Die Schüler der Quinta und Sexta machten in Begleitung der Herren Dute, Schinde- wolf und Schneider gleichfalls mit teilweiser Benutzung der Eisenbahn die Tour über Fronhausen nach dem Gleiberg und Giessen; von hier nach Niederweimar und über den runden Baum nach Marburg zurück. Alle Lehrer und Schüler dieser beiden Touren waren gleichfalls von der diesjährigen Turnfahrt vollkommen befriedigt.
Im verflossenen Schuljahr ist abweichend von den meisten früheren Jahren der Gesundheitseustand kein günstiger und waren deshalb Störungen im Unterrichtsgang nicht zu vermeiden..
Herr Hölzerkopf erkrankte in den Sommerferien an einem typhösen Fieber, welches ihn hinderte, im Monat August Unterricht zu erteilen. Herr Dr. Schirling, ein früherer Schüler der Anstalt, war auf mein Ersuchen so freundlich, die Stelle des er- krankten Lehrers während des genannten Monats zu versehen. Für diese grosse Bereit⸗ willigkeit die notwendige Aushilfe zu leisten, sowie für die pünktliche und erfolgreiche Erfüllung der unentgeltlich übernom menen Obliegenheiten, sage ich hier namens der An⸗ stalt Herrn Dr. Schirling besten Dank. Es war recht günstig, dass Kollege Hölzer- kopfschon im September sich imstande fühlte, den französischen Unterricht in den oberen Klassen wieder zu übernehmen. Mit Unterstützung einiger Kollegen suchte der Unter- zeichnete einen grösseren Ausfall der Stunden zu vermeiden.
Leider haben wir auch noch von dem Tode eines Schülers zu berichten. Der Quar⸗ taner Th. Kaiser, Sohn des Oekonomen Herrn Kaiser zu Hachborn, erkrankte im Herbst am Typhus, dessen tötliche Folgen weder elterliche sorgsame Pflege, noch ärztliche Hülfe abwenden konnten. Die Anstalt verlor in ihm einen braven Schüler, welcher sich während seines einjährigen Besuchs derselben durch seinen Fleiss und sein gesittetes Betragen die Liebe seiner Lehrer in vollem Masse erworben hatte. Bei seinem am 7. November v. J. stattfindenden Begräbnis war das Lehrerkollegium durch die beiden Herren Böhmel und Haase vertreten, und die Schüler seiner Klasse sandten ihrem geliebten Mitschüler ein Kissen mit Spruch. 4
Eine Störung im Unterricht war auch in der ersten Hälfte des Monats Februar nicht ganz zu vermeiden gewesen, als durch die lebensgefährliche Erkrankung eines Kin- des des Herrn Haase an der Dyphtheritis derselbe wegen der notwendigen Pflege und wegen der Gefahr der Ansteckung am Unterrichten verhindert war.
Glücklicherweise ist bei anderen Lehrern nur ein Aussetzen des Unterrichts von einigen Tagen unvermeidlich gewesen. Die Vertretung war in diesen Fällen wie seither.
Auch häufigere Erkrankungen der Schüler an Erkältungen, Typhus und Dyphtheritis zogen besonders im Wintersemester Unterbrechungen im regelmässigen Schulbesuch nach sich.
Die Klassenspaziergünge in Begleitung der Lehrer und während des Nachmittags⸗ unterrichts wurden wie früher allmonatlich während des Sommersemesters ausgeführt. Am 31. Januar war des nachmittags eisfrei. So lange die Eisbahn hinreichend geeignet war, wurde die Zeit des Turnunterrichts zum Schlittschuhlaufen unter Aufsicht und Kon- trolle der Teilnahme der Schüler seitens des Herrn Turnlehrers Schneider verwandt.
Die Wärme des Sommers machte einen Ausfall der Stunden ausnahmsweise im lezten Schuljahr nicht notwendig.:
Um den Schülern der Sekunda eine grössere Bekanntschaft mit unseren Klassikern zu vermitteln, war Herr Leimbach im verflossenen Schuljahr so freundlich mit ersteren in einer Abendstunde Sonnabends einige klassische Werke zu lesen..
Wie in früheren Schuljahren wurden auch im letztverflossenen bei Unterzeichnetem von den Sekundanern, um dieselben mit den interessantesten Dichtungen der griechischen Klassikern bekannt zu machen, einige derselben in guten Uebersetzungen in passenden
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