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im Anſchuſſe an eine bewährte Eintheilung derſelben in Claſſen, Ordnungen und Familien; nach Schillings Naturgeſchichte.— Naturgetreue Schilderungen des Tier⸗ und Pflanzenlebens.
III. Im Sommer: Wiederholung des Linné'ſchen Syſtems und Einübung der Haupt⸗ 2 Stunden abteilungen eines bewährten natürlichen Syſtems zumeiſt an den von den Schülern mit⸗ wöchentl. gebrachten Pflanzen, um die verſchiedenen Hauptformen, in denen das pflanzliche Leben
auftritt, kennen zu lernen. Hierbei Berückſichtigung der wichtigſten und intereſſanteſten aus⸗ ländiſchen Gewächſe; hieran anſchließend die geographiſche Verbreitung der Pflanzen. Mit Benutzung von Schillings Botanik nach dem natürlichen Syſtem.— Im Winter: Das Wichtigſte aus der Anatomie und Phyſiologie des menſchlichen Körpers, ſoweit es fün den Standpunkt der Schüler geeignet erſcheint in dem erſten Jahre; nach Bocks Bau, Leben und Pflege des menſchlichen Körpers; erläutert durch plaſtiſche Nachbildungen, vergrößerte Dar⸗ ſtellungen und mikroskopiſche Präparate. Syſtematiſche Ueberſicht des geſammten Tierreichs, anknüpfend an die in früheren Curſen beſchriebenen Tiere als Repräſentanten der ver⸗ ſchiedenen Abteilungen; ſodann die Beſchreibung der wirbelloſen Tiere(Inſecten, Spinnen, Kruſtentiere und Würmer; Weichtiere, Strahltiere, Polypen und Urtiere mit ſteter Benutzung der reichhaltigen Sammlung der Anſtalt) im zweiten Jahre; nach Schillings Naturgeſchichte.
II. In dem einen Jahre Kryſtallographie und Oryktognoſie unter ſteter Berückſichtigung 1 Stunde und Benutzung der chemiſchen Kenntniſſe der Schüler.— In dem anderen Jahre Geo⸗ wöchentl. gnoſie und Geologie und zum Schluſſe ein Rückblick auf alle drei Naturreiche; nach Schil⸗
lings Naturgeſchichte.— Zur Repetition der Botanik werden im Sommer Uebungen im Beſtimmen der Pflanzen vorgenommen.— Einiges aus der Pflanzenanatomie und Phyſiologie.
b. Phyſik.
III. In den naturgeſchichtlichen Unterrichtsſtunden werden in elementarer Behandlung in dem zweijährigen Curſus durchgenommen: Die allgemeinen Eigenſchaften der Körper, der Schwerpunkt, Hebel, die Wage, ſchiefe Ebene, Schraube, Pendel, ſpecifiſches Gewicht, Baro⸗ meter, Heber, Pumpen, Spritze, Luftpumpe; der Magnet, die Bouſſole und Thermometer.
II. Ein ſyſtematiſcher, die wichtigſten phyſikaliſchen Erſcheinungen und Geſetze durch Ex⸗
2 Stunden perimente erklärender und durch mathematiſche Beweiſe begründender Unterricht in der wöchentl. Phyſik, welcher zugleich die Anwendung dieſer in der Technik ſo viel als thunlich be⸗ rückſichtigt. lic dem erſten Jahre werden durchgenommen: Die mechaniſchen Erſcheinungen der feſten, flüſſigen und luftförmigen Körper. Die Lehre vom Schall und der Wärme mit eingehender Betrachtung der hierhergehörenden Inſtrumente und Maſchinen, insbeſondere die Dampfmaſchinen. An die Wärme anſchließend: Das Wichtigſte der Meteorologie. Nach Koppe's Phyſik S. 26—129, bezw. S. 272— 300 und S. 390— 455. In dem zweiten Jahre: Die Lehre vom Licht und die optiſchen Inſtrumente. Der Magnetismus und die Electricität: Reibungs⸗Electricität, Galvanismus, Thermoelectricität, Electro⸗Magnetismus und deren techniſche und anderweite Anwendungen(Galvanoplaſtik, Telegraphie, Telephon). Nach Koppe S. 300— 396 und S. 155— 272.
c. Chemie.
II. In jedem Jahre des zweijährigen Curſus: Aufgabe der Chemie, Molekül und Atom.
2 Stunden Die chemiſchen Typen: Waſſerſtoff, Sauerſtoff, Chlor, Salzſäure; Erklärung von Säure, wöchentl. Baſis und Salz, Verbindung, Löſung, Miſchung. Jod, Brom, Fluor; Schwefel, Schwefel⸗ waſſerſtoff, ſchwefelige Säure, Schwefelſäure; Stickſtoff, Ammoniak, Salpeterſäure, ſalpetrige
Säure, Stickſtofforyd. Phosphor, Phosphorwaſſerſtoff; Arſen, arſenige Säure; Antimon, Schwefelantimon; Wismuth; Kieſelſäure. Kalium, Potaſche, Salpeter, Schießpulver, Natrium,
Soda, Glauberſalz, Chileſalpeter. Kalium, Kalk, Cement, Gips. Baryt, Strontium, Magne⸗
ſium, die Metalle: Zink, Eiſen, Nickel, Mangan, Aluminium, Kupfer, Blei, Qeckſilber, Silber,
Platin, Gold in ihren phyſikaliſchen und chemiſchen Eigenſchaften, Legirungen und techniſch


