III.
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Bilder unentwegter, aufopfernder Treue: Elisabeth, Maria(ihre Fürbitte für Götz bei Weislingen, dem sie in seinem Todeskampfe mit mildem Troste beisteht), Georg(der ein Opfer seiner Pflicht- treue wird), Lerse.
(Vgl. Frick,»Wegweiser durch die klassischen Schuldramen«, I. Bd., S. 210, 248, 261.)
J.
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6. Die Bedeutung des Eingangsmonologes in Goethes„lphigenie“. Aufgabe des Monologes im Drama; Bedeutung des Eingangs- monologes in Goethes-Iphigenie⸗: er macht uns mit der äußeren Lage und der Seelenstimmung der Heldin bekannt. A. Iphigeniens äußere Lage: sie lebt-manches Jahr« fern
von ihrer griechischen Heimat auf Tauris im Dienste des Königs
Thoas, als Priesterin der Diana, von welcher sie auf wunderbare
Weise vom Jode gerettet worden ist.
B. Iphigeniens Seelenstimmung, ihre Hoffnung: sie fühlt sich noch immer fremd in dem fremden Lande, ihr Herz ver- zehrt sich in Sehnsucht nach ihrer Heimat und ihren Angehöri- gen(Betrachtung: der Aufenthalt in der Fremde ist ein Un- glück 1. überhaupt, 2. besonders für eine Frau) und das Gefühl der Unfreiheit und des Widerwillens wird durch das Bewußtsein, daß sie einem edlen Manne gehorcht und ihrer göttlichen Ret- terin dient, kaum gemildert; ihre unerschütterliche Hoff- nung auf Dianas nochmalige Hilfe, die sie flehend anruft, hat sie aber noch nicht aufgegeben.
Vorblick auf die nahe Erfüllung ihres sehnsuchtsvollen Wunsches.
7. Der Hof zu Ferrara.(Geschildert nach dem I. Akte von Goe- „Tasso.)*)
. Zu den schönsten Kulturbildern, welche die Meisterhand Goethes ent-
worfen hat, gehört die Darstellung des musenfreundlichen Hofes zu
Ferrara im I. Akte des-Tasso«.(Gegensatz zu den von Les-
sing in der-Emilia Galotti« gezeichneten Zuständen an dem be-
nachbarten Hofe von Guastallah
Ferrara als Musensitz.
A. In der früheren Zeit(V. 64— 76).
B. Zur Zeit der Handlung des Dramas: kurze Charak- teristik der handelnden Personen und ihres Verhält- nisses zur Wissenschaft und Kunst.
1. Herzog Alfons ist gleich seinen Vorfahren ein verständnis- voller Förderer wissenschaftlicher und känstlerischer Bestre- bungen; er schätzt den Dichter und dessen Werk hoch, will ihn aber auch in die Welt einführen, um einen rechten Mann aus ihm zu machen.
2. Die Prinzessin,»deren hoher Geist ein weites Reich um- umfaßt«(V. 139), vereinigt ein lebhaftes Interesse fär alle Wissenschaften(V. 107— 133) mit einem tiefen und feinen
*) Verszählung nach der Schulausgabe von Chevalier(Tempsky).


