Aufsatz 
Der Neubau der Oberrealschule II zu Cassel / von Heinrich Arnolt
Entstehung
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Das Zimmer des Sammlungsverwalters enthült, außer Schreibtisch, Stehpult und Schrank einen Gasofen.

Der Raum im Kellergeschoß, der zu Wachstumsversuchen unter Lichtabschluß und als UÜberwinterungsraum für lebende Pflanzen dient, ist an den Wänden mit Regalen und mit einem Arbeitstische versehen. Es kann bei Tageslicht, elektrischem Licht und rotem Licht gearbeitet werden.

Der Schulgarten. Etwa 250 dm groß. Von dem Schulhofe durch ein Holzgitter ge- trennt, nimmt der Schulgarten den nordwestlichen Teil des Hofes ein. Die Anpflanzung des Gartens soll nach Pflanzengemeinschaften durchgeführt, werden. Ein auszementierter Teich. mit Abteilungen von verschiedener Tiefe soll die Wasser- und Sumpfpflanzen aufnehmen. Auf dem Schulhofe sind die wichtigsten einheimischen Bäume angepflanzt. Ein zweiter Schulgarten, 200 qm groß, ist vorläufig auf dem Gelände der noch nicht ausgebauten Bürgistraße angelegt. Er soll, in systematischer Anordnung bepflanzt, die Schüler mit den wichtigsten Pflanzenfamilien bekannt machen. Professor Hintz.

Einrichtung des Zimmers für Anschauungsbilder, Karten usw.

Zur Unterbringung von Wandbildern und ähnlichem Anschauungsmaterial dienen drei große, mit Schüben versehene Schränke. Ein vierter Schrank soll eine Sammlung von Pro- dukten, gebirgsbildenden Gesteinsarten usw., mit deren Einrichtung begonnen wurde, aufnehmen. Ferner enthält das Zimmer vier große Kartengestelle mit wagerechter Kartenlage, ein Bücher- regal für die geschichtliche und erdkundliche Fachbibliothek, einen Schreibtisch, einen Tisch für Kataloge und zum Auslegen von Neuanschaffungen sowie einen Wandschrank. In diesem sind die Diapositive, Ansichtskarten und sonstigen Bilder für das im Gesangsaal aufgestellte Epidiaskop untergebracht. Oberlehrer Camphausen.