— 18—
Rechts und links daneben haben auch vier Wagen mit ihren Gewichtssätzen auf Schieferplatten beim Gebrauch ihren Stand, während sie sonst in dabei befindlichen Wandschränkchen aufbe- wahrt werden. Fünf Gasabzüge zu je zwei Plätzen stehen zur Verfügung; davon sind zwei für Schwefelwasserstoff noch mit verglastem Umbau versehen. Die sonstige Ausrüstung zeigt noch einen Glasblasetisch mit zwei Gebläsen— darüber Schnittbrenner— und einer kleineren Korkbohrmaschine, einen großen Spültisch, eingerichtet wie der des Vorbereitungszimmers, einen kleineren beim Lehrer, einen kleineren Chemikalienschrank für den Lehrer und eine große Wandtafel; über dem kleinen Spültisch ist ein Ablaufbrett, mit Stäben.
Die Arbeitskittel der Schüler sollen in vier Schränken untergebracht werden, die in der Flurnische vor dem Eingang aufgestellt werden können.
Das sogenannte säurefreie Zimmer(Länge 4,8 m, Breite 3,5 m), enthält außer dem Schreibtisch des Sammlungsverwalters einen Schrank für die chemische Bibliothek und für empfindliche Apparate, das Barometer, drei Schränke mit einer besonderen geologischen Samm- lung und auf einer erschütterungsfreien Schieferplatte eine alte und eine moderne Analysenwagce.
Die Dunkelkammer(Länge 3,5 m, Breite 3 m), die durch einen fensterlosen Vorraum jederzeit lichtsicher betreten und verlassen werden kann, ist mit 10,5 dm Grundfläche so ge- räumig, daß darin auch ein kleines Schülerpraktikum abgehalten werden kann. Der Anstrich der Wände ist rot, der der Möbel graugrün. Sie besitzt nur ein kleines Fenster, das beim Arbeiten lichtdicht verschlossen werden kann, sodaß nur mit stets gleichmäßigem elektrischen Licht gearbeitet wird. Sie enthält einen mit Wasser und Heizgas versehenen Entwicklungstisch mit elektrischer Entwicklungslampe, ein großes Wässerungs- und Spülbecken mit dreifachem Hahn, einen Arbeitstisch mit dreifarbiger Beleuchtung, einen Schranktisch mit fünf besonders ver- schließbaren Doppelgefachen zur Zuweisung an einzelne Lehrer, je einen Schrank für Arbeits- geräte und für die photographischen Chemikalien; insbesondere sind sechs der gebräuchlichsten Entwickler in mit Hähnen versehenen Flaschen oxydationsfrei bequem zur Hand. Photogra- phische Apparate, Platten und Papiere, überhaupt alles, was vor Wasser- und anderen Dämpfen geschützt werden soll, findet in zwei Schränken des Vorraums Unterkunft. In der Dunkel- kammer ist auch eine besondere Steckdose vorhanden, um den kleinen Projektionsapparat, dessen gewöhnliches Objektiv mit, dem guten Anastigmaten der Kamera vertauscht werden kann, zu Vergrößerungen zu verwenden, wofür die zur Beleuchtung gewählte Nernstlampe mit, drei gekreuzten Stäbchen besonders geeignetes Licht liefert.
Die Glasgefäße der chemischen Sammlung sind auf Stopfen und Flasche mit einge- prannten Buchstaben und Nummern, je nach den Räumen in verschiedenen Farben, versehen, sodaß Verwechslungen gänzlich ausgeschlossen sind. Professor Schröder.
Physikalische Räume und Einrichtungen.
Umformer-Anlage. Da von dem städtischen Netz aus nur Drehstrom zur Verfügung stand, war die Aufstellung einer Umformer-Anlage nötig. Diese besteht aus einem Drehstrom- Asynchron-Motor mit Schleifring-Anker für 208 Volt und von 10,5 PS. Leistung und einem Nebenschluß-Generator für Gleichstrom von ungefähr 6 Kilowatt Leistung und 115/160 Volt Span- nung. Der Generatorstrom dient zum Aufladen einer Akkumulatoren-Batterie von 60 Zellen, die Kapazität der Batterie beträgt 162 Amperestunden bei 54 Ampere maximaler Entladestrom-


