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wohlgepfiegten Wald bildet, während die zweite den beiden östlichen IIalbinseln des Medi- terrangebiets angehört, bewohnen fast nur die immergrüne Region.
Die grössten Coniferenwaldungen Südeuropas bestehen jedoch aus der Schwarzföhre, P. nigricans, Host., syn. P. Laricio Poir. Sie bedeckt grosse Flächen auf den Plateaus des östlichen und centralen Spaniens, auf dem Apennin, in Corsika und auf den dalmatischen Inseln ¹) Bestände von Lariciokiefern finden sich auch im Wienerwald, in Steiermark, Kärnthen, Krain und sogar noch im südlichen Siebenbürgen; die gewaltigsten Lariciokiefern haben der Silawald, und der Aspromonte. ²)
In Spanien tritt noch eine Tanne, die P. Pinsapo, waldbildend auf, jedoch sind von ihr erst wenige Bestände auf der Sierra de Ronda und an einigen anderen isolirten Bergen in der Nähe der Seeküsten Andalusiens bekannt.)
Auf dem südmacedonischen Gobirge wird die Nadelholzregion von der Ilimalaja- Kiefer, Pinus Peuce, gebildet.)
Zu lichten Waldbeständen vereinigen sich in Spanien, von Valencia bis Aragonien und Murcia, Wachholderbäume der Gattung Juniperus thurifera. ⁵)
Die Edeltanne, P. Picea ist, wie wir gesehen haben, dem Süden Furopas mit Mittel- europa gemeinsam. Sie bewohnt mit der Buche gleiche Höhen und nimmt in Südeuropa zuweilen deren Stelle ein, so am Athos, am südlichen Pindus und in Euböa. ⁶) In Mitteleuropa sind die schönsten Edeltannenbestände am Schwarzwalde.
Die durch ganz Europa verbreitete Kiefer, P. silvestris, bildet zwar auch in Süd- veuropa zuweilen grosse Wälder, wie z B. auf der Sierra Nevada der ganze Waldgürtel von ihr eingenommen wird.*) Allein sie ist in Südeuropa doch wesentlich auf die Pyrenäen-Halb- insel und Oberitalien beschränkt. Die grössten Räume bedeckt sie im hohen Norden, in Scandinavien und in Russland. Schon in der baltischen Ebene bildet sie grosse, zusammen- hängende Wälder, so ist z. B zwischen Wilna und Dünaburg ein riesiger Kiefernwald.) Aber die grössten Flächen bedeckt sie in der grossen russischen Nadelholzzone, nördlich der Wasserscheide zwischen dem nördlichen Eismeer und dem schwarzen Meer und der caspischen See. Hunderte von Wersten ziehen sich hier die Kiefernwaldungen hin, selten kommt in ihnen eine Birke oder ein Strauch vor. ⁹)
Die Pinus Pumilio, syn. P montana, syn. P. Mughus, var. P. uncinata, welche südlich bis Calabrien, ¹0) nach Norden sporadisch bis Bremen ¹⁴) vorkommt, bleibt in der Regel strauch-
¹) Burgerstein, Die Nadelhölzer der Jetztzeit und der Vorwelt. D. 563. ²) Fischer, Beiträge zur phys. Geograpbie d. M. p. 155.
³) Grisebach, Die Vegetation der Erde. I. p. 316.
³) Grisebach, ebenda, I. p. 254.
³) Grisebach, ebenda. I. p. 317.
⁶) Grisebach, ebenda. I. p. 355.
²) Grissbach, ebenda. I. p. 349.
5) Burgefstein, Die Nadelhölzer etc. 582.
*) Kohn, Albin, Der russische Urwald. Die Natur. 1879. 41. ¹⁰) Burgerstein, Die Nadelhölzer etc. p. 585.
1¹) Focke. Bot. Jahresb. IV. p. 1003,


